Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Anwaltsbewertungen
480.336
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Eigenheimzulage nach Trennung


| 21.01.2007 19:49 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Achim Schroers



Das Finanzamt gewährte lt. Bewilligungsbescheid für 2001-2008 eine Eigenheimzulage (EHZ), bestehend aus Grundbetrag, Erhöhungsbetrag (Niedrigenergiehaus) und Kinderzulage von insgesamt rd. 5.062 EUR. Der Ehemann zog Anfangs März 2006 aus dem geförderten, gem. Grundbuch je hälftig ihm und seiner Ehefrau gehörenden Eigenheim aus und lebt seither getrennt. Die Ehefrau nutzt und bewohnt das Eigenheim weiterhin mit den gemeinsamen drei Kindern; sie erhält auch das gesetzliche Kindergeld. Fragen:
1) Ab welchem Zeitpunkt wirkt sich die Trennung steuerlich und damit mindernd auf die EHZ aus: Bereits ab 01.03.2006 oder erst ab dem darauf folgenden Kalenderjahr, somit erst ab 01.01.2007?
2) Entsprechend dem hälftigen Eigentumsanteil werden vermutlich der Grundbetrag sowie der Erhöhungsbetrag um je 50 % gemindert. Wie verhält es sich jedoch mit der Kinderzulage für die drei Kinder (rd. 2.300 EUR). Verbleibt sie in voller Höhe der Ehefrau oder wird diese Zulage ebenfalls zur Hälfte gemindert?
Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich basierend auf Ihren Angaben wie folgt beantworte:

Im Jahr der Trennung ändert sich nichts, die Eigenheimzulage wird Ihnen genauso ausgezahlt wie in den Vorjahren.

In den Folgejahren ist die Situation die: Ihre Ehefrau, die das Haus weiterhin bewohnt, erhält die Eigenheimzulage zukünftig nur für ihren Miteigentumsanteil. Sie hingegen verlieren den Anspruch auf die Eigenheimzulage für Ihren Miteigentumsanteil, es sei denn, Sie überlassen diesen Ihrer Ehefrau unentgeltlich zur Nutzung. Der Grund: Auf die Eigenheimzulage besteht auch Anspruch bei unentgeltlicher Überlassung an den getrennt lebenden / geschiedenen Ehepartner (= Angehöriger im Sinne des § 15 AO).

Die Kinderzulage steht ab dem Jahr 2007 Ihrer Ehefrau und Ihnen je zur Hälfte zu. Dieser hälftige Anspruch auf die Kinderzulage steht Ihnen auch dann zu, wenn an Sie kein Kindergeld ausgezahlt wird. Der Grund: Die Kinder haben zu Beginn der Förderung auch zu Ihrem Haushalt gehört. Damit sind alle Voraussetzungen für die Kinderzulage erfüllt. Ausnahme: Kommen Sie Ihrer Unterhaltspflicht gegenüber Ihren Kindern nicht nach, verlieren Sie im Regelfall den Anspruch auf das Kindergeld bzw. den Kinderfreibetrag und damit auch auf die Kinderzulage.

Mit freundlichen Grüßen

Achim Schroers
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 21.01.2007 | 23:07

Der getrennt lebende/geschiedene Ehemann verliert seinen Anspruch auf Eigenheimzulage angeblich nur dann nicht, wenn er seinen Miteigentumsanteil seiner im Haus auch weiterhin wohnen bleibenden Ehefrau u n e n t g e l t l i c h zur Nutzung überläßt. Stellt sich die Frage, wie diese unentgeltliche Nutzung dem Finanzamt gegenüber glaubhaft nachzuweisen ist. Genügt der bloße Hinweis, daß eine Miete nicht zu zahlen ist oder muß dies anderweitig dokumentiert werden (z.B. durch notariellen Übertragungsvertrag oder sonstige schriftliche Vereinbarung, selbstverständlich alles ohne finanzielle Gegenleistung)?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 22.01.2007 | 11:57

Sehr geehrter Fragesteller,

eine unentgeltliche Überlassung zur Nutzung liegt vor, wenn Ihre Ehefrau das Haus mietfrei bewohnt. Eine schriftliche Vereinbarung über die mietfreie Nutzung müssen Sie dem Finanzamt nicht vorlegen, es genügt grundsätzlich eine bloße Mitteilung hierüber. Bezweifelt das Finanzamt allerdings die Mietfreiheit, sind Sie in der Nachweispflicht. Eine kurze Bestätigung Ihrer Ehefrau über die Mietfreiheit sollte dann aber ausreichen.

Mit freundlichen Grüßen

RA Schroers

Bewertung des Fragestellers |


Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

"Meine Fragen wurden kompetent, fundiert und sehr schnell beantwortet. Ich bin sehr zufrieden und kann den Berater sowie den Service wärmstens weiterempfehlen. Vielen Dank. "