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Eigenheimzulage nach Scheidung


04.12.2005 22:00 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht



Guten Tag,

ich habe zusammen mit meinem Mann fünf Jahre lang die Eigenheimzulage erhalten. Wir haben uns im Jahr 2002 getrennt und sind inzwischen geschieden. Mit der Trennung wurde das gemeinsame Haus auf meinen Mann übertragen, die Eigenheimzulage hat er weiterhin erhalten. Mir ist bekannt, dass nach der Scheidung Objektverbrauch eintritt und ich keinen Anspruch mehr auf die volle EHZ habe.

Mit meinem neuen Partner (eheähnliche Lebensgemeinschaft) möchte ich nun ein neues Haus bauen (Eigentum 50/50). Ist es richtig, dass wir die EHZ nur für meine drei nicht genutzten Jahre erhalten (wenn überhaupt), unabhängig davon, dass mein neuer Partner noch keine EHZ erhalten hat?

Würde sich durch Heirat etwas ändern? Würden wir die EHZ dadurch voll erhalten? Den Bauantrag würden wir dieses Jahr (noch unverheiratet) einreichen, die Heirat wäre frühestens im Jahr 2006. Wird das anerkannt? Und wie sieht es mit dem Baukindergeld aus, wenn wir Kinder haben?

Vielen Dank für Ihre Antwort!

Viele Grüße
E.F.

Guten Morgen,

bei der Eigenheimzulage sind die jeweiligen Miteigentumsanteile getrennt voneinander zu berechnen.

Sie erhalten, da Sie bereits eine teilweise Förderung erhalten haben, lediglich noch die zeitanteilige Förderung. Dies regelt § 7 EigZulG:

§ 7

Folgeobjekt

Nutzt der Anspruchsberechtigte die Wohnung (Erstobjekt) nicht bis zum Ablauf des Förderzeitraums zu eigenen Wohnzwecken und kann er deshalb die Eigenheimzulage nicht mehr in Anspruch nehmen, kann er die Eigenheimzulage für ein weiteres Objekt (Folgeobjekt) beanspruchen. Das Folgeobjekt ist ein eigenständiges Objekt im Sinne des § 2. Der Förderzeitraum für das Folgeobjekt ist um die Kalenderjahre zu kürzen, in denen der Anspruchsberechtigte die Eigenheimzulage für das Erstobjekt in Anspruch hätte nehmen können; hat der Anspruchsberechtigte das Folgeobjekt in einem Jahr, in dem er das Erstobjekt noch zu eigenen Wohnzwecken genutzt hat, hergestellt oder angeschafft, so beginnt der Förderzeitraum für das Folgeobjekt mit Ablauf des Jahres, in dem der Anspruchsberechtigte das Erstobjekt letztmals zu eigenen Wohnzwecken genutzt hat. Dem Erstobjekt im Sinne des Satzes 1 steht ein Erstobjekt im Sinne des § 7b Abs. 5 Satz 4 und § 10e Abs. 4 Satz 4 des Einkommensteuergesetzes sowie § 15 Abs. 1 und § 15b Abs. 1 des Berlinförderungsgesetzes gleich.

Ihr Lebensgefährte erhält, allerdings beschränkt auf seinen Miteigentumsanteil, die Förderung für den vollen Zeitraum.

Hieran ändert auch eine Heirat nichts. Für das Baukindergeld ist allein Voraussetzung, daß diese im Haushalt des Berechtigten leben. Dies bedeutet, daß die Kinderzulage bis zur Ausschöpfung Ihres Förderzeitraumes Ihnen beiden angerechnet wird, danach nur Ihrem Lebenspartner.

Ich hoffe, ich habe Ihnen weitergeholfen. Für Rückfragen stehe ich gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Michael Weiß
Rechtsanwalt und auch Fachanwalt für Arbeitsrecht
Esenser Straße 19
26603 Aurich
Tel. 04941 60 53 47
Fax 04941 60 53 48
e-mail: info@fachanwalt-aurich.de
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