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Eigenheimzulage nach Heirat und Kindersegen


| 26.11.2005 11:41 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht



Sehr geehrte Anwälte,

im Mai 2004 habe ich eine Neubauwohnung gekauft die ich gemeinsam mit meiner damaligen Partnerin im Juli 2004 bezogen habe.
Einen Antrag auf EHZ haben wir damals nicht gestellt, da unsere Einkommen über den Einkommensgrenzen lagen.

2005 haben wir geheiratet und wurden Eltern.

Da meine Ehefrau 2006 und 2007 nicht vollbeschäftigt sein wird, besteht die Möglichkeit dass wir in den Jahren 2006 und 2007 und eventuell auch später, unter die Einkommensgrenze von 170.000 € in 2 Jahren fallen würden.

1. Haben wir ein Recht auf die EHZ für den Zeitraum in dem wir unter der Einkommensgrenze liegen werden ?

2. Muss der Antrag auf EHZ jetzt (2004) gestellt werden ?

Vielen Dank für Ihre Antwort.

MfG
Guten Morgen,

ich kann Ihnen leider hinsichtlich der Eigenheimzulage keine Hoffnung machen.

Maßgeblich ist, wie Sie selbst richtig zitieren, das Einkommen im Jahr der Antragstellung und des Vorjahres. Konkret liegt die Einkommensbemessensgrenze bei 140.000,- € für Sie als Ehepaar zuzüglich der Kinderzulage von 30.000,- €. Da Ihr Einkommen 2005 und 2004 nach Ihren Angaben höher lag, haben Sie derzeit keinen Anspruch auf die Eigenheimzulage.

Ein Anspruch bestünde dann allenfalls ab 2006, wenn Sie dann unter die Einkommengrenzen fallen. Erst ab diesem Zeitpunkt könnten Sie einen Antrag auf Eigenheimzulage stellen, was Ihnen aber wiederum nichts hilft, da zumindest nach der derzeitigen politischen Situation die Eigenheimzulage ab dem 01.01.2006 wegfallen wird.

Die Regierungskoalition hat dies am 17.11. beschlossen; der Gesetzentwurf wird jetzt in den Bundestag gehen. Angesichts der Mehrheitsverhältnisse besteht aber -leider- am Ausgang des Gesetzgebungsverfahrens kein Zweifel.

Ich hoffe, ich habe Ihnen trotzdem weitergeholfen. Für Rückfragen stehe ich gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Michael Weiß
Rechtsanwalt und auch Fachanwalt für Arbeitsrecht
Esenser Straße 19
26603 Aurich
Tel. 04941 60 53 47
Fax 04941 60 53 48
e-mail: info@fachanwalt-aurich.de

Nachfrage vom Fragesteller 26.11.2005 | 12:49

Sehr geehrter Herr Weiß,

vielen Dank für Ihre schnelle Antwort.

Allerdings habe ich Schwierigkeiten den Sachverhalt wie Sie Ih darstellen in Einklang mit dem Dokument:"Anleitung zum Antrag auf Eigenheimzulage" (http://www.bundesfinanzministerium.de/lang_de/DE/Service/Downloads/Abt__IV/Formulare2/338,templateId=raw,property=publicationFile.pdf) zu bringen.

Dort heisst es zu Einkunftsgrenze: "Überschreiten Sie zunächst die Einkunftsgrenze, können Sie bei späterem Unterschreiten des Grenzwertes die Eigenheimzulage für den restlichen Förderzeitraum erhalten."

Aus diesem Satz schliesse ich, dass wenn zu einem Zeitpunk innerhalb des Förderzeitraums ein Antrag auf EHZ gestellt wird, welcher zunächst nicht genehmigt wird da die Eikunftsgreze zunächst überschritten ist, die EHZ später für den Zeitraum gewährt wird in dem die Einkunftsgrenze unterschritten wird.

Daraus schlussfolgere ich dass ich jetzt den Antrag stellen kann der zunächst nicht genehmigt wird, aber später greift da die Einkommensgrenze unterschritten wird.

Somit zu meiner konkreten Nachfrage:

Wenn sich der oben zitiert Satz nicht auf meine Situation bezieht, unter welchen Umständen würde sich dann eine Situation ergeben in der die Einkunftsgrenze zunächst überschritten wird, eine recht auf EHZ aber später nach unterschreiten der Einkunftsgrenze für den restlichen Zeitraum besteht ?

Vielen Dank für Ihre Rückantwort.

MfG

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 27.11.2005 | 11:27

Guten Morgen,

ich muß -glücklicherweise für Sie- hinsichtlich meiner ursprünglichen Antwort zurückrudern. Ich habe nach Ihrer Nachfrage meine Auffassung noch einmal anhand der Kommentierungen überprüft und habe dabei festgestellt, daß meine ursprüngliche Rechtsauffassung nicht zutreffend war.

Den Antrag auf Eigenheimzulage können Sie bereits dann stellen, wenn Sie eine selbstgenutzte Immobilie erworben haben. Ob Sie dann für den jeweiligen Veranlagungszeitraum Leistungen erhalten, hängt dann von dem konkreten Einkommen ab. Sie können also bereits jetzt den Antrag stellen -und sollten dies vor dem Hintergrund der geplanten Abschaffung der Eigenheimzulage kurzfristig auch tun-; Leistungen erhalten Sie allerdings erst nach Unterschreiten der Einkommensgrenze.

Für Rückfragen stehe ich gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Michael Weiß

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"Herr Weiss hat sehr schnell geantwortet, und hat offensichtlich meine Nachfrage ernst genommen, nochmals recherchiert und die Ürsprüngliche Antwort korrigiert.
Finde ich sehr gut ! "