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Eigenheimzulage: gemeinsamer Kauf, spätere Heirat + Kind


| 18.11.2005 09:54 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht



Folgender Fall:

Frau:
unverheiratet
EHZ relevante Einkünfte:
2002 42 000
2003 35 000
2004 46 000
2005 43 000 (voraussichtlich)
2006 15 000

Mann:
unverheiratet
EHZ relevante Einkünfte:
2002: 42 000
2003: 46 000
2004: 54 000
2005: 55 000 (voraussichtl.)
2006: 55 000

gemeinsamer Kauf ein Wohnung:
Notarieller Kaufvertrag August 2003
Einzug + Übergang von Nutzen & Lasten Dezember 2003
Eintragung von jeweils 50% ET Anteilen in das Grundbuch

EHZ:
Für Frau genehmigt, da die bis 2003 gültige Einkommensgrenze für Singles von ca. 81 807 unterschritten:
--> 1278/2 = 639 jährlich ab 2003 (50 % Anteil)

Mustermann 2003 nicht förderfähig da Limit überschritten (2003 bis heute keinen Antrag gestellt, da klar dass die EK Grenze überschritten wurde)

Heirat: August 2005
Kind: voraussichtlich Mitte 2006


Fragen:
1. Bekommt die Frau automatisch ab 2006 die halbe Kinderzulage für die restlichen Jahre?

2. Wie wird die EHZ für den Mann 2006 bei einer Antragstellung berechnet und bekommt der Mann 2006 die EHZ für die restlichen Jahre?
1.
Die Kinderzulage ist aufgrund der Heirat nunmehr vom FA zu zahlen. Sie sollten diese beim FA (formlos) beantragen.
Bedingung ist lediglich, dass das Kind bei Ihnen im Haushalt wohnt und Sie hierfür einen Kinderfreibetrag erhalten.

2.
Bei einer Antragstellung für den Ehemann im Jahre 2006 wäre die Einkommensgrenze von 170.000,- € (140.000,- € zzgl. 30.000,- € für ein Kind) unterschritten, so daß nunmehr für beide Ehegatten Eigenheimzulage zu gewähren ist. Da der Förderzeitraum jedoch bereits mit der Anschaffung 2003 zu laufen begonnen hat, läuft diese Eigenheimzulage (wie bereits bisher für Ihre Frau alleine) nur bis 2010. In der Förderhöhe wirkt sich dies so aus, daß die bisherige 50%ige Beschränkung der Eigenheimzulage Ihrer Frau fortfällt und Sie für die restlichen Jahre die volle Eigenheimzulage (einschließlich der Kinderzulage für ein Kind) erhalten.
Die Antragstellung sollte 2006 jedoch erst nach der Geburt des Kindes erfolgen, da erst danach die Einkommensgrenze nicht mehr überschritten wird.

Ich hoffe, Ihnen mit diesen Angaben geholfen zu haben.
Für Rückfragen stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
Udo Meisen
Rechtsanwalt
Fachanwalt für Steuerrecht

Nachfrage vom Fragesteller 19.11.2005 | 13:09

Danke für die Antwort.

Für mich stellen sich aus Ihrer Antwort 2 Fragen, die für unser weiterer Vorgehen relevant sind?

- müssten nicht grundsätzlich die Einkommensgrenzen von 2003 (die höher waren) auch bei späterer Antragsstellung wie beim Mann herangezogen werden?

- könnten nicht durch die geplante Abschaffung für 2006 Ansprüche verloren gehen wenn erst 2006 mit dem Kind der Antrag getellt wird, und wäre es daher sinnvoll 2005 einen Antrag zu stellen auch wenn voraussichtl. erst 2006 die EK unterschritten wird? Bzw. anders formuliert hat, der Mann einen Nachteil weil er nicht gleich 2003 den Antrag gestellt hat (mit dem Wissen dass vielleicht erst später die Grenze unterschritten wird?

Ich weiss, dass die 2. Frage über das hinausgeht, was in der ursprgl. Frage stand, und erwarte nicht unbedingt eine Antwort.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 21.11.2005 | 10:38

In 2006 werden Sie - Ihre prognostizierten Einkünfte unterstellt - sowohl nach den 2003 wie auch (wegen Ihres dann geborenen Kindes) nach den derzeit gültigen Einkommensgrenzen Anspruch auf Eigenheimzulage haben, so dass sich insoweit für Sie kein Problem ergibt.

Im Hinblick auf die geplante Abschaffung der Eigenheimzulage kann ich Ihnen derzeit noch keine verbindliche Auskunft geben, da der entsprechende Gesetzentwurf noch nicht vorliegt. Legt man allerdings die entsprechenden Entwürfe der vergangenen Jahre zu grunde, steht zu vermuten, daß darauf abgestellt werden wird, wann das Haus erbaut oder gekauft wurde, so daß Sie auch im Jahre 2006 noch den Förderungsantrag stellen können. Aber, wie gesagt, dies kann erst dann eindeutig beantwortet werden, wenn der entsprechende Gesetzesentwurf vorliegt.

Mit freundlichen Grüßen
Udo Meisen
Rechtsanwalt
Fachanwalt für Steuerrecht

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