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Eigenheimzulage bei vorweggenommener Erbfolge weitergezahlt?


| 12.02.2007 12:31 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht



Hallo,
ich hätte folgende Frage:
Ich habe vor 1 1/2 Jahr das Haus meiner Mutter geerbt. Jahre ZUVOR habe ich in diesem Haus auf MEINE Kosten eine vorher nicht vorhandene Wohnung im Dachgeschoß ausgebaut und beziehe dafür Eigenheimzulage, für mich, meinen Ehemann und meinen Sohn, da die neue Wohnung im Dachgeschoß von uns drei bewohnt wird. Ich möchte nun das GESAMTE Haus (Dreifamlienhaus), das derzeit nur von uns alleine genutzt wird, im Wege der vorweggenommenen Erbfolge auf meinen Sohn übertragen. Ich möchte natürlich Einschränkungen machen: z. B. Wohnrecht im gesamten Haus auf Lebenszeit, Nießbrauchsrecht, künftige Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung des Hause gehören mir, dass das Haus bei einer Privatinsolvenz wieder an mich zurückfällt und nicht verkauft werden kann usw.
Frage: Wir bekommen die Eigenheimzulage für diese Dachgeschoßwohnung noch drei Jahre.
Wenn ich nun JETZT dieses Haus komplett auf meinen Sohn überschreiben lasse -WEGEN der drohenden Erbschaftssteuer-Erhöhung möchte ich dies jetzt tun- bekomme ICH dann trotzdem weiter die restlichen drei Jahre Eigenheimzulage oder aber bekommt MEIN SOHN dann die restlichen drei Jahre Eigenheimzulage bis zum Ablauf überträgen und gezahlt. Oder ist alles ganz anders. Mein Sohn ist Student und bezieht monatlich ca. 500,00 EURO aus einem Job, sowie das ihm zustehende Kindergeld.
WAS genau muss ich bei einer Übertragung dahingehend beachten, damit die restlichen drei Jahre Eigenheimzulage mir/meinem Sohn nicht verlorengehen.
Haben Sie Urteile, Erlasse, Paragraphen oder ähnliches zu meinem Gunsten auf die ich mich dem Finanzamt gegenüber beziehen könnte.

ES ist noch alles in Planung - von daher kann ich noch alles berücksichtigen, damit mir die restlichen drei Jahre der mir noch zustehenden Eigenheimzulage NICHT verlorengehen -für mich viel Geld-.

Oder gibt es keine Lösung und ich muss die drei Jahre das Haus noch in meinem Eigentum behalten -dann ist aber die Erbschaftssteuer wesentlich höher als jetzt-.?

Haben Sie sonstige Anregungen oder Tipps diesbezüglich für mich?

Ich möchte AUF JEDEN FALL die Eigenheimzulage noch für mich oder ersatzweise auch -bei Überschreibung- für meinen Sohn die restlichen drei Jahre voll ausschöpfen.

DANKE
Grüße
Marie
Sehr geehrte Ratsuchende,

ich bedanke mich für Ihre Anfrage, die ich wie folgt nach Ihren Angaben beantworten möchte.

Die Eigenheimzulage wird wohl von Ihnen nach der Übertragung der Immobilie auf den Sohn mangels Eigentümereigenschaft nicht mehr zustehen.
Diesbezüglich werden auch Ihre zitierten einzutragenden Rechte nicht weiterhelfen, da diese den Eigentumsübergang auf den Sohn nicht zu kompensieren in der Lage sein werden.
Sie können allenfalls die drei Jahre, da der Förderungszeitraum für den gänzlichen Objektverbrauch noch nicht abgelaufen ist, noch auf ein neues selbst genutztes Objekt übertragen.
Bei Unentgeltlichkeit der Übertragung z.B. in Form der vorweggenommenen Erbfolge wird auch dem Sohn die Eigenheimzulage zu versagen sein.
Einem Rentenerlass ist es zu verdanken, dass bei Erhalt von Vermögen zugunsten der Kinder, die diese ohnehin erben sollen, und diese den Eltern eine Rente zahlen, kann diese Rente „steuermindernd“ geltend gemacht werden.
Bei Eigennutzung durch den Sohn könnte diesbezüglich die Eigenheimzulage durch diesen beantragt werden, wenn es diese noch gäbe.
Eine Übertragung der restlichen Förderungsdauer auf den Sohn wird auch in diesem Zusammenhang nicht möglich sein.

Im Ergebnis sollten Sie vielleicht erst einmal die Tendenzen hinsichtlich der Erbschafts- und Schenkungsteuer ansehen, da das Ziel des Gesetzgebers – denke ich – verbleiben wird, Einfamilienhäuser und Eigentumswohnungen, insbesondere wenn nicht vermietet, von der Erbschafts- und Schenkungsteuer weiter frei zu halten.
Dies schon deswegen, weil Sie vortragen, dass Sie die Restförderungsdauer in jedem Falle beanspruchen möchten.

Ich hoffe, Ihnen weitergeholfen zu haben.


Mit freundlichen Grüßen
Bernd Zahn
Rechtsanwalt


Nachfrage vom Fragesteller 13.02.2007 | 11:17

Hallo Herr Zahn,
vielen Dank für die Beantwortung der Frage, und dass Sie so ausführlich ausgefallen ist - klasse. Heißt also im Klartext: Es gibt überhaupt keine Möglichkeit, außer wenn mein Sohn mir das Haus (zu welchem Betrag gilt denn das?) abkauft?
Ich muß also die drei Jahre noch abwarten. Es geht mir besonders darum, dass das Haus nicht für MEINE evtl. "Pflege" zu Geld gemacht werden muss (ich habe derzeit Pflegestufe, Schwerbehindertung 100 %), sondern dass es meinem Sohn erhalten bleibt und eben nicht verkauft werden muss, sondern unantastbar IHM gehört. Ich habe in diesem Zusammenhang mal was von 10 Jahren gehört, d. h. er müßte das Haus 10 Jahre im Wege der vorweggenommenen Erbfolge besitzen, damit es nicht zu meiner Pflege herangezogen werden könnte, stimmt das so?
Nochmals vielen lieben Dank - auch und gerade für die Beantwortung dieser Zusatzfrage.
Grüße
Marie

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 13.02.2007 | 11:24

Sehr geehrte Ratsuchende,

sollte Ihr vordergründiges Ziel sein, das Haus nicht etwaig für etwaigen Heimaufenthalte einsetzen zu müssen,sollten Sie kalkulatorisch mal hochrechnen,wenn dies der Fal sein könnte.
In diesem Falle sollten Sie jedenfalls ggf. tatsächlich auf den dreijährigen Förderungszeitraum verzichten, zumal auch eine Veräußerung an Ihren Sohn wegen der Abschaffung der Eigenheimzulage zum 01.01.2006 eine diesbezügliche Gewährung generell ausscheidet.
Die von Ihne sehr großzügig erwähnte Karenzzeit von 10 Jahren kann durchaus auch deutlich reduziert werden.
Es muss jedoch zum Ausdruck gebracht werden, dass diese Übertragung mehr der vorweggenommenen Erbfolge, denn des Umgehens etwaiger Heimkosten etc. zuzuordnen ist.

Mit freundlichen Grüßen
Bernd Zahn
Rechtsanwalt

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