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Eigenheimzulage bei unentgeltlicher Untervermietung zu gewerblichen Zwecken


| 30.09.2007 00:35 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Christian Joachim



Sehr geehrte Damen und Herren,

hier der Fall. Ich bewohne mit meiner Familie seit Februar 2005 ein selbstgenutztes EFH (6 Zimmer). Dafür wird eine Eigenheimzulage mit Kinderzulage (für 2 Kinder) gewährt. Nun beabsichtige ich, meinem Bruder eines der Zimmer unentgeltlich als Büro zur Mitnutzung zu überlassen, damit er hier sein Gewerbe (derzeit BGB-Gesellschaft, GmBH geplant) anmelden kann. Ich selbst werde dieses Zimmer auch weiterhing als Arbeitszimmer (steuerlich nicht anerkannt) nutzen.

Hier meine Fragen:

1. Ist diese unentgeltliche Untervermietung möglich, ohne damit die Gewährung der Eigenheimzulage zu gefährden?
2. Falls 1. mit "nein" zu beantworten ist, würde damit die gesamte Eigenheimzulage entfallen oder nur anteilig für das zur Mitnutzung überlassene Zimmer?

Für die Beantwortung bedanke ich mich im voraus und verbleibe mit freundlichen Grüßen
Sehr geehrter Fragesteller,

gem. § 4 Eigenheimzulagegesetz ist die Gewährung der Eigenheimzulage unter der Voraussetzung der Eigennutzung oder Nutzung der Wohnung zu Wohnzwecken durch Angehörige möglich. Eine gewerbliche Nutzung ist von diesen Voraussetzungen stets nicht umfasst.

Wenn das Objekt jedoch zum überwiegenden Teil zu Wohnzweckengenutzt wird, so ändert eine geringe gewerbliche Nutzung (hier 1 Raum) an der Gesamtförderungsfähigkeit nur wenig.

Der Bundesfinanzhof hat hierzu im Fall einer teilweise beruflich genutzen Eigentumswohnung ausgeführt:

"Wird die jeweilige Raumeinheit teils beruflich, teils privat genutzt, müssen die vorgenannten Voraussetzungen für den privaten Nutzungsteil erfüllt sein. Da aber eine auf Dauer angelegte Haushaltsführung in einem als Wohn- und/oder Schlafzimmer eingerichteten Wohnungsteil nur möglich ist, wenn auch die entsprechenden Küchen- und Sanitärräume zur Verfügung stehen, kann deshalb nach Auffassung des Senats die Eigenheimzulage für den privaten Wohnungsteil nur gewährt werden, wenn auch die Verwendung dieser Räume durch die private Wohnnutzung geprägt wird. Bei gleichzeitiger Nutzung einer Wohnung als Arbeitsstätte muss deshalb die private Nutzung die für beide Nutzungszwecke geeigneten Räume wie Küche, Bad und Toilette eindeutig dominieren. Das ist z.B. zweifelsfrei der Fall, wenn in der Privatwohnung ein häusliches Arbeitszimmer oder Büro unterhalten wird, weil hier die Nutzung der Küchen- und Sanitärräume vorwiegend durch die private Wohnnutzung der Wohnung bestimmt wird. Steht dagegen die berufliche Teilnutzung einer Wohnung im Vordergrund, ist eine dominierende Wohnnutzung der Küchen- und Sanitärräume keineswegs zwingend. Beweispflichtig dafür, dass in diesen Fällen dennoch eine dauerhafte teilweise Eigennutzung der Wohnung zu Wohnzwecken vorliegt, ist der Wohnungserwerber, weil es sich um eine zulagengünstige Tatsache handelt."

Da in Ihrem Fall nur ein Raum des ganzen Hauses beruflich genutzt wird, hat dies grds. keinen Einfluss auf die Eigenheimzulage, da das Haus ja überwiegend zu Wohnzwecken genutzt wird. Die Nutzung des Raumes erfolgt ja ebenfalls teilweise durch Sie.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen eine Antwort geben, die Ihnen weitergeholfen hat und stehe Ihnen gerne weiterhin zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen


Christian Joachim
-Rechtsanwalt-

www.rechtsbuero24.de
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