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Eigenheimzulage bei Trennung, Übertragung ohne Schuldhaftentlassung


28.11.2005 22:11 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Achim Schroers



Hallo,
habe schon viel aus diesem Forum erfahren.
Ich möchte nur eine kurze Auskunft hinsichtlich der Eigenheimzulage.

Meine Frau und ich haben im Jahr 2003 gemeinsam ein Haus gebaut und die Eigenheimzulage gemeinsam beantragt. Wir waren beide im Grundbuch eingetragen. Der Kreditvertrag läuft auf meinen Namen. Sie ist als Gesamtschuldner mit im Vertrag.

Seit letzten Monat leben wir dauernd getrennt. Ich wohne weiter im Haus und zahle das Darlehen weiter ab.

Sie hat mir ihren Eigentumsanteil mittlerweile übertragen. Es wurde jedoch zunächst keine Schuldhaftentlassung bei der Bank beantragt, so dass der Kreditvertrag zunächst so weiterläuft wie bisher.

Meine Frage, hat diese fehlende Schuldhaftentlassung Auswirkung auf die Gewährung der vollen Eigenheimzulage an mich im nächsten Jahr oder geht es bei der Gewährung der Eigenheimzulage nur darum
wer Eigentümer des Objektes ist.

Nachdem was ich bisher gelesen habe, dürfte die fehlende Schuldhaftentlassung keine Auswirkungen haben. Dem Finanzamt müsste es doch egal sein, wer für den Kredit mitbürgt. Ich habe allerdings von einer Mitarbeiterin der Finanzverwaltung eine anderslautende telefonische Auskunft bekommen und frage daher hier mal nach.

Schon im voraus vielen Dank.
Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

Gelegentlich soll es vorkommen, dass auch Finanzbeamte Fehler machen. Meines Erachtens ist das hier der Fall und die Ihnen erteilte Auskunft falsch. Voraussetzung dafür, dass Sie bereits ab dem nächsten Jahr die volle Eigenheimzulage beanspruchen können, ist allein der Übergang des wirtschaftlichen Eigentums (= Zeitpunkt der Anschaffung) auf Sie noch in diesem Jahr (§6 Abs. 2 EigZulG). Der Umstand, dass die Bank Ihre Ehefrau nicht aus der Mithaftung entlassen hat, dürfte dabei unerheblich sein.

Reichen Sie daher gleich zu Beginn des nächsten Jahres den Übertragungsvertrag dem Finanzamt ein und beantragen Sie eine neue Feststetzung der Eigenheimzulage.

Ich hoffe, ich habe Ihnen weiterhelfen können. Für Rückfragen stehe ich Ihnen gerne im Rahmen der Nachfragefunkion bei "frag-einen-anwalt.de" zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen


Achim Schroers
Rechtsanwalt







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