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Eigenheimzulage - abgeschlossene Wohnung hergestellt


21.12.2005 11:11 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum



Ich habe jetzt im Dezember 2005 in meinem Eigenheim (gehört mir und meinen Ehegatten) eine neue, abgeschlossene Wohnung hergestellt, für die ich die Eigenheimzulage beantragt habe. Bauantrag wurde bereits 2003 gestellt. Diese Wohnung möchte ich meinen beiden Kindern (Angehörige i.S.d. § 15 AO) unentgeltlich zu Wohnzwecken überlassen. Die Kinder sind 8 u. 10 Jahre alt und haben in dieser neuen Wohnung jeweils ein Kinderzimmer mit Bad. Es befindet sich auch ein Küchenanschluss in der Wohnung im DG. Als ich nun den Antrag auf Eigenheimzulage abgab, wurde mir seitens des Finanzamts erklärt, dass der Antrag wahrscheinlich abgelehnt werde, da die Kinder noch nicht geschäftsfähig seien und noch keinen eigenen Hausstand gründen könnten. Außerdem leben sie ja noch mit in der Familienwohnung und wir erhalten Kindergeld für sie.
Ich habe für mein Eigenheim die Eigenheimzulage bereits von 1997 - 2004 erhalten. Daher sollen außerdem die Anschaffungskosten für Grund und Boden, sowie der Wert der Altbausubstanz nicht mit auf die Herstellungskosten angerechnet werden können.
Ist das Alles so korrekt, bekomme ich wirklich keine Eigenheimzulage in voller Höhe, nur weil meine "Angehörigen" noch kleine Kinder sind?
Sehr geehrte Fragestellerin,

gerne will ich Ihre Anfrage beantworten.

Entscheidend für Ihr Anliegen ist die Vorschrift des § 4 EigenheimzulagenG. Diese lautet:
Nutzung zu eigenen Wohnzwecken
Der Anspruch besteht nur für Kalenderjahre, in denen der Anspruchsberechtigte die Wohnung zu eigenen Wohnzwecken nutzt. Eine Nutzung zu eigenen Wohnzwecken liegt auch vor, soweit eine Wohnung unentgeltlich an einen Angehörigen im Sinne des § 15 der Abgabenordnung zu Wohnzwecken überlassen wird.Zwar handelt es sich bei Ihren Kindern selbstverständlich um Angehörige i. S. d. § 15 AO. Jedoch muss auch eine Nutzung zu Wohnzwecken vorliegen. Dies Voraussetzung ist nur dann erfüllt, wenn die Angehörigen überhaupt in der Lage sind, eine eigene Wohnung zu nutzen Hierzu müssen sie in der Lage sein, den Wohnraum selbst als abgeschlossene Wohnfläche zu nutzen und, wie das Finanzamt auch ausführt, einen eigenen Hausstand führen zu können, was sich durch eine eigenständige Erledigung der in einem Haushalt anfallenden Aufgaben wie etwas Putzen, Waschen, Einkaufen und Kochen manifestiert. Dies ist bei Ihren Kindern im Alter von 8 und 10 Jahren leider noch nicht möglich.

Aus diesem Grund muss ich Ihnen leider sagen, dass das Finanzamt mit seinen Ausführungen insoweit richtig liegt.

Gleiches gilt für die Auffassung, dass die Anschaffungskosten für Grund und Boden sowie der Wert der Altbausubstanz nicht mit auf die Herstellungskosten angerechnet werden. Denn das „geförderte Objekt“ (§ 2 EigenheimzulagenG) ist in Ihrem Fall eben nicht das gesamte Objekt, sondern nur die neu herzustellende abgeschlossene Wohnung. Für alles sonstige haben Sie ja auch bereits Förderung bezogen.

Ich bedauere, Ihnen keine günstigere Nachricht geben zu können, stehe Ihnen aber für Rückfragen gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Jens O. Gräber
Rechtsanwalt

www.rechtsanwalt-graeber.de
info@rechtsanwalt-graeber.de

Nachfrage vom Fragesteller 21.12.2005 | 13:29

Was wäre, wenn ich persönlich eines der Bäder und eines dieser Kinderzimmer als Schlafzimmer oder/und Wohnzimmer nutzen wurde. Wäre dies möglich? Müsste ich dann eine Küche einbauen oder könnte ich weiterhin gemeinsam mit dem Rest der Familie die Küch im EG nutzen?
Könnte ich den am 19.12.2005 abgegebenen Antrag noch dahingehend ändern lassen?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 21.12.2005 | 14:00

Sehr geehrter Ratsuchender,


zunächst vielen Dank für Ihre Nachfrage.

Die Nachfragefunktion hat jedoch den Sinn, unklare Ausführungen des antwortenden Anwaltes klarzustellen oder auch bestimmte Punkte der gestellten Frage zu vertiefen, da sie nach Ansicht des Fragestellers nicht erschöpfend beantwortet wurden. Nicht aber ist es ihr Sinn, weitere, mit der ursprünglichen Anfrage nicht in Verbindung stehende Fragen zu stellen. Eben das aber ist Inhalt Ihrer im Rahmen der Nachfrage gestellten Anfragen. Deshalb ist es mir, auch unter Berücksichtigung Ihres Einsatzes und des Haftungsrisikos des Anwaltes, leider nicht möglich, Ihre Fragen zu beantworten.

Sie können aber eine weitere Anfrage im Rahmen dieses Forums stellen, die sicherlich zu Ihrer Zufriedenheit beantwortet werden wird.
Gerne können Sie sich auch erneut an mich wenden, um eine Antwort auf Ihre Fragen zu erhalten.

Mit freundlichen Grüßen

Jens O. Gräber
Rechtsanwalt

www.rechtsanwalt-graeber.de
info@rechtsanwalt-graeber.de

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