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Eigenheimzulage abgelehnt


02.09.2006 15:33 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Marcus Schröter, MBA



Sehr geehrte Damen und Herren,

ich habe gestern einen Ablehnungsbescheid meines Finanzamtes zur Eigenheimzulage bekommen.

Hintergrund:
Ich habe sehr knapp Ende letztes Jahres (29.12.2005) noch eine Wohnung erworben.
Ich bewohne diese auch selbst und bin insofern anspruchberechtigt.

Da ich selbständig bin und deshalb von der Bank keinen Kredit bekomme, habe ich einen Vertrag mit meinen Eltern geschlossen (leider nicht notariell, aber mit Zeugenunterschrift), dass sie mir das Geld leihen und ich es nach und nach zurückzahlen kann (Abzahlungsplan).

Da die Zeit sehr knapp war, hat mein Vater dann den Kaufpreis für die Wohnung von seinem Konto aus direkt an den Verkäufer überwiesen und auch noch die folgenden anfallenden Kosten von seinem Konto aus beglichen.

Das sieht nun für das Finanzamt natürlich so aus, als ob meine Eltern die Wohnung bezahlt und mir überlassen hätten (Schenkung), was aber nicht der Fall ist.

Kann ich da noch irgendwas gegen die Ablehnung ausrichten?

Für Ihre Hilfe wäre ich sehr dankbar.

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

Ihre Anfrage beantworte ich auf Grundlage der Angaben wie folgt:

Das Finanzamt sieht in der Zahlung durch Ihren Vater möglicherweise eine Schenkung, was zu dem Verlust der Eigenheimförderung führen kann.

Ein Anspruch auf staatliche Förderung (Eigenheimzulage) besteht nur, wenn sie die Anschaffungs- und Herstellungskosten aus eigenen Mitteln bezahlen. Bei einer Geldschenkung ist dies jedoch (teilweise) nicht der Fall.

Eine Finanzierung durch eine Kredit zählt hierbei zu den Eigenmittel, da Sie selbst Zins- und Tilgungsraten zahlen.

Insoweit müssen Sie gegenüber dem Finanzamt darlegen, dass es sich hier gerade nicht um eine Schenkung handelt, sondern um ein Darlehen aus dem Kreis der Familie. Da Sie das Darlehen auch zurückzahlen müssen, werden die Anschaffungskosten aus eigenen Mitteln gezahlt, so dass ein Anspruch auf Eigenheimzulage dem Grunde nach besteht.

Hinsichtlich des weiteren Vorgehens sollten Sie unbedingt die Einspruchsfrist beachten. In der Begründung des Einspruches sollten Sie dann auf die Vereinbarung hinweisen und damit belegen, dass gerade keine Schenkung für den Erwerb der Immobilie ursächlich war.

Um jedoch die Besonderheiten des Verfahrens zu beachten und die vorliegenden Vereinbarungen entsprechend zu würdigen, empfehle ich Ihnen dringend für den vorzunehmenden Einspruch einen Kollegen mit dem Schwerpunktgebiet Steuerrecht oder einen Steuerberater zu beauftragen.

Ich hoffe Ihnen einen ersten Überblick verschafft zu haben und wünsche bei der Durchsetzung viel Erfolg.

Mit besten Grüßen

RA Schröter
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