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Eigenheimzulage - Sanierung welche Kosten werden im Antrag angegeben?


14.12.2005 03:40 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht



Ich habe 2003 ein MFH in Sachsen erwoben, mit dem Ziel dort einzuziehen.
In dieser Stadt stehen viele Wohnungen leer, weswegen für mich auch in Betracht kommt, das Haus allein zu benutzen.
Das Gebäude war recht billig, die Sanierung wird den größeren Teil ausmachen.

Im Sommer 2004 bin ich nach ersten Sanierungen dort eingezogen, habe mich dort jedoch nicht angemeldet.
Meinen Aufenthalt dort könnte ich jedoch z.B. durch einen Arbeitsvertrag am Ort (700 km von meinem Meldeort) belegen.
Ich habe von 3 Etagen 1 1/2 für mich genutzt, 1 Etage dient als Lager für die Sanierung.

Die Sanierung erfolgt weitgehend in Eigenleistung, Material wird nach Bedarf zugekauft.

Ende 2005 bin ich vorerst wieder an meinen Meldeort zurückgekehrt, möchte jedoch in 2006 wieder in das Haus ziehen und die Sanierung fortsetzen.

Im Okt. 2005 kam außerdem Nachwuchs zur Welt.


Die Frage: Wann kann ich mit Erfolg Eigenheimzulage beantragen und welche Kosten werden im Antrag angegeben (was ist zb. mit den laufenden Kosten der Sanierung)?
Guten Morgen,

Anspruch auf Förderung haben Sie in Ihrem Falle ab dem Falle der Fertigstellung, d.h. sobald Sie die Wohnung nach Erwerb und Sanierung selbst bewohnen können. Der Förderzeitraum beträgt dann ab diesem Zeitpunkt sieben Jahren.

Förderung werden Sie aber nur für die Jahre erhalten, in denen Sie die Wohnung selbst nutzen. Hierzu bestimmt § 4 Eigenheimzulagesetz:

§ 4

Nutzung zu eigenen Wohnzwecken

Der Anspruch besteht nur für Kalenderjahre, in denen der Anspruchsberechtigte die Wohnung zu eigenen Wohnzwecken nutzt. Eine Nutzung zu eigenen Wohnzwecken liegt auch vor, soweit eine Wohnung unentgeltlich an einen Angehörigen im Sinne des § 15 der Abgabenordnung zu Wohnzwecken überlassen wird.


Die eigene Nutzung müssen Sie ggf. nachweisen, wobei die nicht erfolgte Meldung nicht entscheidend ist. Wenn Sie zwischenzeitlich die Wohnung wieder verlassen, haben Sie für diesen Zeitraum keinen Anspruch.

Berechnet wird die Eigenheimzulage nach den Kosten, die Sie für Anschaffung und Sanierung bis zum Zeitpunkt von zwei Jahren nach der Anschaffung aufgewendet haben. Ich zitiere Ihnen auch hier den maßgeblichen Paragraphen:

§ 8

Bemessungsgrundlage

Bemessungsgrundlage für den Fördergrundbetrag nach § 9 Abs. 2 sind die Herstellungskosten oder Anschaffungskosten der Wohnung zuzüglich der Anschaffungskosten für den dazugehörigen Grund und Boden sowie die Aufwendungen für Instandsetzungs- und Modernisierungsmaßnahmen, die innerhalb von zwei Jahren nach der Anschaffung an der Wohnung durchgeführt werden. Zu den Aufwendungen gehören nicht die Aufwendungen für Erhaltungsarbeiten, die jährlich üblicherweise anfallen. Werden Teile der Wohnung nicht zu eigenen Wohnzwecken genutzt, ist die Bemessungsgrundlage um den hierauf entfallenden Teil zu kürzen.


Von dieser Bemessungsgrundlage beläuft sich die Eigenheimzulage auf 1 %, maximal auf 1.250,- € plus -ab Vorliegen- die Kinderzulage von 800,- €. Ob die weiteren Voraussetzungen für die Förderung, insbesondere die Einkommenssituation zutreffen, kann ich naturgemäß nicht beurteilen. Denken Sie daran, den Antrag noch 2005 zu stellen !

Ich hoffe, ich habe Ihnen weitergeholfen. Für Rückfragen stehe ich gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Michael Weiß
Rechtsanwalt und auch Fachanwalt für Arbeitsrecht
Esenser Straße 19
26603 Aurich
Tel. 04941 60 53 47
Fax 04941 60 53 48
e-mail: info@fachanwalt-aurich.de
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