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Eigenheimzulage / Eigennutzung von GbR-Eigentum


15.11.2006 14:33 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht



Guten Tag!
Ich habe zusammen mit einem Partner im Rahmen einer 2-Mann-GbR ein Mehrfamilienhaus mit mehreren Wohneinheiten saniert.
Mit meiner Familie bewohne ich seit Ende 2005 eine dieser Wohneinheiten, und möchten für diese auch noch die Eigenheimzulage beantragen. Eine Abgeschlossenheitserklärung des Wohnraums besteht nicht; mein GbR-Anteil beträgt 49%. Ich gehe davon aus, dass die Eigenheimzulage dementsprechend anteilig gezahlt werden kann.
Das Problem ist jedoch wie folgt: Über die Eigennutzung gibt es bisher keine Vereinbarung mit dem Mitgesellschafter. Für diese muss es ja innerhalb der GbR auch aus steuerlichen Gründen einen Ausgleich geben, weil uns ja nur virtuelle 49% der Wohnung gehören, so jedenfalls unser Kenntnisstand.
U.a. ist unklar - und dafür bitten wir um Auskunft - welche Arten von Verträgen den Eigentumscharakter im Sinne der Eigenheimzulage in Frage kommen.
Also: welche Art von Verträgen (z.B. Dauernutzungsvertrag?) akzeptiert die Finanzbehörde für die Beantragung der Zulage, oder interessiert sich diese nur für den GbR-Anteil?
Mit welchen Unterlagen (Stichworte) müssen wir unser Wohnungs-Eigentum bei der Beantragung belegen?
Gibt es Ihrer Kenntnis nach besondere Fallstricke bei einer derartigen Konstellation?

Besten Dank für die Beantwortung und viele Grüße
Sehr geehrte Fragestellerin,

die Tatsache, dass Sie nur mittelbar als Gesellschfter einer GbR Eigentümer der teilweise selbstgenutzten Immobilie sind, hindert zunächst nicht die Gewährung der Eigenheimzulage, ohne dass hierfür eine gesonderte Miteigentümervereinbarung - etwa in Form einer Nutzungsentschädigung - erforderlich wäre. Allerdings begrenzt § 9 Absatz 2 Satz 3 EigZulG die Eigenheimzulage auf Ihren prozentual entsprechend Ihrem Anteil an der GbR. Sie können daher bei einem GbR-Anteil von 49% auch nur eine Eigenheimzulage in Höhe von maximal 49% erhalten.

Nutzt, wie in Ihrem Fall, ein Miteigentümer eines Mehrfamilienhauses eine Wohnung allein, erhält dieser Miteigentümer (oder - in Ihrem Fall - Gesellschafter der Grundstücks-GbR) die Eigenheimzulage, soweit der WErt der zu eigenen Wohnzwecken genutzten Wohnung einschließlich des dazu gehörenden Grund und Bodens den Wert seines Miteigentumsanteils nicht übersteigt. Dabei unterstellt die Finanzverwaltung zugunsten des Anspruchsberechtigten, dass der Wert einer Wohnung einschließlich des dazu gehörenden Grud und Bodens i der Regel dem Wert des Miteigentumsanteils entspricht, wenn der Nutzflächenanteil der Wohnung am Gesamtgebäude dem Miteigentumsanteil entspricht oder - was ich in Ihrem Fall aufgrund Ihrer Schilderung eines 6-Familienhauses unterstelle - geringer ist. Gekürzt wird allerdings auch in diesem Fall der Fördergrundbetrag, so dass Sie lediglich 49% erhalten. Nachweisen müssen Sie hierfür dem FA die Höhe Ihres GbR-Anteils, etwa durch Vorlage des Gesellschaftsvertrages.

Ich hoffe, Ihnen mit diesen Angaben geholfen zu haben. Für eine Rückfrage stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
Udo Meisen
Rechtsanwalt
Fachanwalt für Steuerrecht
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