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Eigenheimzulage - Bauantrag vom Architekt eingereicht


| 19.07.2006 12:47 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Marcus Schröter, MBA



Unser Fall:

Wir hatten uns im November 2005 zum Kauf einer Doppelhaushälfte, angeboten durch einen Immobilienmakler, entschieden .

Am 16.12.2005 wurde der notarielle Kaufvertrag für das Grundstück unterzeichnet.
Am gleichen Tag schlossen wir mit dem Architektenbüro einen Werksvertrag ab.
Bauantrag hatte der Architekt bereits im September 2005 gestellt.

Wir wollten uns durch eine Bank die Eigenheimzulage vorfinanzieren lassen.
Der Antrag wurde abgeleht weil als Bauherr in 2005 der Architekt eingetragen war und wir somit keinen Anspruch auf Eigenheimzulage hätten.
Auch eine Bauherrenumschreibung im Juni 2006 änderte leider nichts an der Meinung der Bank

Meine Frage:

haben wir nun Anspruch auf eine Eigenheimzulage oder entfällt diese weil nicht wir den Bauantrag beim zuständigen Landratsamt eingereicht haben, sondern vorab der Architekt weil es ja beim Bauantragsdatum noch keinen Käufer gab.

Vielen Dank für Ihre Antwort
Sehr geehrter Ratsuchender,

Ihre Anfrage beantworte ich auf Grundlage Ihrer Angaben wie folgt:

Grundsätzlich muß für die gewährung der Eigenheimzulage der Bauantrag durch den Eigentümer oder den Berechtigten aus denm Kaufvertrag gestellt werden. Insoweit ist der Bauanrag mit der Unterschrift des Bauherren und Notars einzureichen.

Da Sie zum Zeitpunkt des eingereichten Bauantrages weder Eigentümer noch Berechtigter aus dem kaufvertrag waren und zudem den Bauantrag nicht unterschrieben eingereicht haben, sehe ich aufgrund der geschielderten Konstellation wenig Aussichten Eigenheimzulage gewährt zu bekommen.

Ich bedaure Ihnen keinen positiven Bescheid geben zu können.

Mit besten Grüßen

RA Schröter

Nachfrage vom Fragesteller 19.07.2006 | 14:49

Vielen Dank für die schnelle Beantwortung.

Sehen Sie eine Möglichkeit gegen das Architektenbüro ( evtl. Immobilienmakler)die mit der Eigenheimzulage geworben haben oder den Finanzberater der uns den Hauptkredit zur Finanzierung des Hauses und Grundstück vermittelt hat und die Vorfinanzierung als Eigenmittel eingesetzt hat gerichtlich vorzugehen?
Wir wurden von keinem der Personen informiert das der Bauantrag umgeschrieben werden muss.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 23.07.2006 | 17:29

Sehr geehrte Ratsuchender,

grundsätzlich bestehen Schadensersatzansprüche, soweit Sie dem Immobilienmakler bzw. dem Finanzberater eine vorsätzliche oder grob fahrlässige Fehelberatung nachweisen können.

Hinsichtlich des Architekturbüro sehe ich vorbehaltlich der genauen Sachlage wenig Aussichten, da die Prüfung der Eigenheimzulage nicht zu deren Dienstleistungsumfang zählt.

Allerdings ist bei einem möglichen Anspruch gegen Immobilienmakler und Finanzberater auch zu beachten, daß diese keine Rechts- oder Steuerberatung abgeben dürfen, so daß die Durchsetzung eines Schadensersatzanspruches schwierig werden durfte. Für eine genaue Einschätzung sollten Sie allerdings in Erwägung ziehen, einen Kollgenen mit der Prüfung des Sachverhaltes und damit der Aussichten für die Durchsetzung von Schadensersatzansprüchen zu beauftragen.

Mit besten Grüßen

RA Schröter

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