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Eigenheimanschlussfinanzierung


| 21.12.2011 12:55 |
Preis: ***,00 € |

Generelle Themen



Hallo, da ich glaube das der Bank (zu deren Nachteil) ein Fehler unterlaufen ist, benötige ich Auskunft.
Ich habe im Sommer 2011 bereits die Verträge für die Anschlussfinanzierung in 2013 fest gemacht (Forwarddarlehen). In 2013 soll eine Sondertilgung von 5000 durch eine Lebensversicherung mit einfliessen. Diese Sondertigung ist bei den neuen Verträgen ab 2013 schon mit einbezogen. Nun habe ich aber den Eindruck, das der Bank vermutlich ein Fehler unterlaufen ist und diese versehentlich bei der Restkapitalberechnung für 2013 diese 5000 Euro zweimal abgezogen hat! Sicher bin ich mir nicht, aber Überschlagungen lassen diesen Schluss zu. Wie muss ich mich nun hier verhalten? Falss es die Bank in 2013 selbst bemerkt, gilt eine Verjährungsfrist?
Vielen Dank für Ihre Antwort!
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich anhand des von Ihnen geschilderten Sachverhalts wie folgt beantworten möchte:

Ein Forward Darlehen ist ein Darlehensvertrag mit einer vereinbarten aufgeschobenen Darlehensauszahlung. Wird das Forward Darlehen mit der bereits finanzierenden Bank abgeschlossen, steht dies der sonstigen Verlängerungsvereinbarung gleich (Derleder, Knops, Bamberger, Handbuch zum deutschen und europäischen Bankrecht § 22 Rn 29 ff). Von diesem Sachverhalt gehe ich in Ihrem Fall aus. Damit kann man bei Ihnen von einer vorab vereinbarten Verlängerung der Zinsfestschreibung ausgehen.

Sollte die Bank sich tatsächlich verrechnet haben, wurde die Zinsfestschreibung lediglich für den reduzierten Teil vereinbart. Das bedeutet aber nicht, dass die Bank damit den Restbetrag nicht mehr verlangen könnte.

Üblicher Weise sollte Ihr aktueller Darlehensvertrag eine Klausel mit dem Sinn enthalten, dass für den Fall, dass nach Ablauf der Zinsfestschreibung keine Vereinbarung über eine neue Festschreibung getroffen werden kann, das Darlehen mit einem angemessenen variablen Zinssatz weiterverzinst wird. Dieser ist in der Regel höher als der festgeschriebene Zinssatz.

Mit anderen Worten: Sollte das Forward Darlehen zu niedrig sein, hätten Sie genau genommen nach Ablauf der jetzigen Zinsvereinbarung zwei Darlehensteile. Einen mit festgeschriebenem Zinssatz und einen mit variablen Zinssatz.

U.u. merkt die Bank diese Abweichung nicht, da meistens in solchen Fällen im Betriebssystem der Bank einfach nur der Zinssatz angepasst wird. Darauf würde ich mich allerdings nicht verlassen.

Die Frage nach einer Verjährung stellt sich aus o.a. Gründen nicht: Es gibt nichts, was durch die niedrigere Vereinbarung verjähren könnte.

Sie sollten daher in Ihrem Interesse von einer sachkundigen Person oder Ihrem Bankberater noch einmal prüfen lassen, ob die Bank sich wirklich verrechnet hat und im Zweifel auf eine Entscheidung hinwirken.


Bewertung des Fragestellers 21.12.2011 | 14:19


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