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Eigenheim nach Trennung – Auszahlung oder Vermietung eines Anteils

15.05.2009 08:24 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Sylvia True-Bohle


Sehr geehrte Damen und Herren,
kurz die jetzige Situation. 1995 haben meine Ex-Frau und ich mit ihren Eltern zusammen ein großes Haus gebaut. Es sind zwei getrennte Wohnungen mit je ca. 100 qm, wir haben je 25 % Eigentum und haften Gesamtschuldnerisch. Noch ist eine Hypothek zu bedienen, jeder zahlt zu Zeit 25 % der Rate, die laufenden Kosten und Pflege und Wartung für den 50 % Anteil unserer Wohnung übernehme ich momentan. Eine Scheidung ist noch nicht eingereicht.
Seit Sommer 2008 leben meine Ex-Frau und ich getrennt, sie ist erst einmal ausgezogen und ich bin mit meinem 18 jährigem Sohn im Haus wohnen geblieben weil er die Schule im gewohnten Umfeld beenden sollte. Wir haben uns alle vier das Ziel gestellt das Haus zu verkaufen, die sauberste Lösung für alle. Sollte das nicht bis Sommer 2009 passieren werde ich aus dem Haus ausziehen und meine Ex-Frau mit neuem Partnet wieder einziehen.
Kommt es nun dazu, möchte meine Ex-Frau mich nicht Auszahlen, sondern ich soll meinen 25 % Anteil an ihren neuen Partner vermieten. Das möchte ich eigentlich nicht, lieber wäre mir eine Auszahlung meines Anteils und damit auch der Beendigung aller Verträge die mit dem Haus zusammenhängen. Denn als Vermieter stehe ich ja weiterhin für die Instandsetzung usw. gerade. Meine Ex-Frau behauptet, sie hätten kein Geld dafür. Beide habe aber eine gut bezahlte Arbeit. Also ein Krediteinstieg ihres neuen Partners an meiner Stelle wäre bestimmt kein Problem.
Nun meine Fragen:
1. Kann ich eine Auszahlung meines Anteils fordern oder durchsetzen?
2. Muss ich dem Einzug des neuen Partners zustimmen wenn ich nicht Ausgezahlt werde?
3. Muss der Hauswert von einem Gutachter festgelegt werden?

Sehr geehrter Ratsuchender,

Ihre Fragen möchte ich wie folgt beantworten:

1.
Sofern eine Auszahlung verweigert wird, könnten Sie die Teilungsversteigerung beantragen.

Denn Sie müssen nicht etwa darauf verwiesen werden, das Haus weiterzuvermieten. Die Gefahren dabei haben Sie genau richtig erkannt, wobei Sie auch noch das Risiko des Mietausfalls hätten.

Zur Durchsetzung Ihrer Ansprüche sollten Sie einen Kollegen vor Ort beauftragen.

Aufgrund der zu erwartenden Scheidung werden Sie vermutlich so wie so nicht umhinkommen, einen Anwalt zu beauftragen, so dass dieses auch jetzt schon erfolgen kann und sollte.

2.
Wenn Sie freiwillig ausziehen, werden Sie kaum verhindern können, dass der Freund dann dort einzieht. Unabhängig von einem Mietvertrag hätten Sie dann aber einen Anspruch auf Nutzungsentschädigung, so dass Sie dann nicht die Vermieterpflichten hätten.

Gleichwohl werden Sie intern mit Ihrer Frau die Kosten tragen müssen. Daher sollte der Verkauf angestrebt werden, oder aber die Teilungsversteigerung, wenn es nicht zu einer Einigung kommt. Bedenken Sie bitte, dass der Erlös bei einer Versteigerung in der Regel geringer sein dürfte.

3.
Sofern eine Einigung über den Hauswert erzielt wird, muss ein Gutachter nicht beauftragt werden.




Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin
Sylvia True-Bohle

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