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Eigene DVD auf Internetplattform wurde kopiert, was kann ich nun dagegen tun?


10.12.2011 17:03 |
Preis: ***,00 € |

Urheberrecht, Markenrecht, Patentrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Guten Tag,

als Verlag und Herausgeber von DVD-Medien haben wir jetzt entdeckt, dass zwei unserer DVD´s (die sich im freien Handel befinden) auf der Internetplattform "MyGulli.de" als geckrackte Downloads zur Verfügung gestellt werden.

Wie können wir dagegen vorgehen?

Besten Dank und viele Grüße
10.12.2011 | 17:44

Antwort

von


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Sehr geehrte Ratsuchende, sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für die Anfrage, die ich Ihnen gerne im Rahmen der Erstberatung und Ihrem Einsatz beantworte.

Hier liegt eine offensichtliche, schwerwiegende Verletzung Ihres Urheberrechts oder des als Herausgeber vom Autor abgeleiteten Urheberrechts vor. Deinen Verstoß begehen auch diejenigen Personen, die das Video von dem Portal herunterladen.

Zum Vorgehen gebe ich Ihnen folgende Empfehlungen, die Sie in dieser Reihenfolge umsetzen sollten:

1. Beweisfeststellung
Halten Sie die Bereitstellung der Videos durch Screenshots (Abfotografieren des Bildschirms mittels Software oder dem Betriebssystem) und einen Downloadvorgang fest. Dies sollten unabhängige Zeugen beobachten, die gegebenenfalls auch bereit wären, dazu eine Zeugenaussage oder eidesstattliche Versicherung abzugeben.

Die Zeugen sollten auch die Übereinstimmung der Videos selbst prüfen.

Dabei sollten Sie auch feststellen, unter welcher Domain die Videos genau angeboten werden.

Das Portal „MyGulli.de" ist derzeit eine reine Linksammlung, die auf andere Domains verweist. Die Domain wird nur von einem Domainhändler betrieben, der sonst keine Inhalte hinterlegt hat. Dieser Händler wäre also für die reinen Links kaum verantwortlich zu machen.

2. Konkrete Ermittlung des Täters / Verantwortlichen als Person

Wenn Sie Aufwand und Zeit vermeiden wollen, empfehle ich Ihnen für die weiteren Schritte eine Rechtsanwaltskanzlei zu beauftragen, da die Feststellung der Verantwortlichkeit häufig die Beantwortung komplexer Rechtsfragen erfordert, um nicht „in die falsche Richtung" zu ermitteln.

Da der Störer oder Verletzer Ihrer Rechte zur umfassenden Kostenerstattung verpflichtet ist, sparen Sie so wohl letztendlich Aufwand und Zeit.

Wer ein offenes Portal betreibt, in das Videos eingestellt werden, ist so z.B. nur eingeschränkt verantwortlich.

Nach möglichst genauer Feststellung des/der Verantwortlichen erstattet meine Kanzlei in solchen Fällen regelmäßig eine Strafanzeige, da die Daten der letztendlich Verantwortlichen häufig nur über deren Ermittlungen eingesehen werden können.

Schließlich können Sie über einen Ermittlungsdienst feststellen/überwachen, von welchen IP-Adressen das Video illegal heruntergeladen wird, und auch diesbezüglich über die Staatsanwaltschaft den Verantwortlichen ermitteln hier die Daten des Telekomunikationsdienstes ermitteln lassen. Auch dabei kann Ihnen ein spezialisierter Rechtsanwalt behilflich sein.

Über dieses Portal können Sie auch einen direkte Anfrage an einen Rechtsanwalt übermitteln.

Es erfolgt dann eine anwaltliche Abmahnung der Rechtsverletzer/Störer, bzw. eine Information über die Rechtsverletzung an den Betreiber eines offenen Portals. Reagiert der Störer nicht mit einer für den Wiederholungsfall strafbewehrten Unterlassungsversicherung, muss ein gerichtliches Eilverfahren Ihre Ansprüche sicher stellen.

Dafür ist in jedem Fall die Einschaltung eines Rechtsanwalts erforderlich. Das Gericht droht mit dem Eilverfahren für die Fortsetzung der Rechtsverletzung hohe Ordnungsgelder an, die bei einer Missachtung auch festgesetzt und vollstreckt werden.

3. Rechtsansprüche

Ihre weiteren anwaltlich durchzusetzenden Ansprüche gehen neben der Unterlassung einer fortgesetzten oder wiederholten Verbreitung auf Ersatz der entgangenen Lizenzgebühren. Diese werden bei einer aktiven Verbreitung entsprechend einer dafür zu erteilenden Verleihlizenz deutlich höher angesetzt, als bei den Personen, die das Video nur zum Eigengebrauch herunterladen.

Der Schadensersatz orientiert sich also an der üblichen Lizenzgebühr, man spricht deshalb von „Lizenzanalogie".

Für Rückfragen können Sie mich über die Nachfragefunktion oder direkt kontaktieren.

Ich wünsche Ihnen viel Erfolg bei der Sicherung Ihrer Rechte!


Rechtsanwalt Stefan Musiol
Fachanwalt für Gewerblicher Rechtsschutz

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