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Eigendlich selbst gekündigt


13.04.2006 16:52 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Sylvia True-Bohle



Sehr geehter RA,

mein Freund war genau 3 Wochen und 4 Tage bei einer Zeitarbeitsfirma unter Vertrag. In den letzten 4 Arbeitstagen wurde er Krank und es wurde Telefonisch vereinbart das Er keine Krankmeldung (so der Arbeitgeber) brauche. Nun bekam er in diesen Tagen eine Zusage von einer Firma und dort unterschrieb er den neuen Arbeitsvertrag. Gleich darauf ging er zu der Zeitfirma um ihnen Mitzuteilen das er Kündigen möchte. Nun haben sie ihm ein Schreiben gegeben in dem eigendlich die Zeitarbeitsfirma plötzlich ihm Kündigt, und er hat dies Blindlinks mit gutem Glauben unterschrieben. Verstanden hat er es dann erst als die Lohnabrechnung kam. Ihm wurden 1 woche Lohn als Vertragsstrafe einbehalten, was auch noch in der Kündigung steht (er hat die Kündigung eben einfach unterschrieben). Der Grund der Zeitarbeitsfirma ist scheinbar dieser das er sich nicht an die Vertraglichen Regeln gehalten hat (wegen der Krankheitstage) und dadurch hätte die Zeitarbeitsfirma ihren vertrag gegenüber einer anderen Firma (in der mein Freund im Auftrag der zeitarbeitsfirma beschäftigt war) verloren. Obwohl mein Freund auch in diesre Firma sich Persönlich als Krank meldete.
Kann diese Zeitarbeitsfirma den Lohn einbehalten obwohl mein Freund eigendlich gekündigt hat und das mit den Krankheitstagen Telefonisch abgeklärt war obwohl er die kündigung unterschriebn hat? Lohnt es sich Rechlich dagegen zu klagen?

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Sehr geehrte Ratsuchende,

sofern die mündliche Vereinbarung, wonach Ihr Freund keine Krankmeldung brauchte, beweisen werden kann, dürfte die Kündigung der Zeitarbeitsfirma und die Vertragsstrafe unwirksam sein.

Insbesondere die Vertrafsstrafe mit der Begründung des Krankenstandes dürfte auch hinfällig sein, da eine Vertragsstrafe immer ein SCHULDHAFTES Verhalten darstellt und man bei einer Krankheit davon nicht reden kann.

Hier sollte die Vertragsstrafe daher nicht hingenommen werden.

Problematisch ist aber die geleistete Unterschrift. Hat er damit gleichzeitig auf Rechte verzichtet und Arbeitsentgelt auch gleich mit abgegolten, kann es durchaus sein, dass das Arbeitsgericht dann ihm diese Unterschrift entgegenhält, so dass dieses noch genauer geprüft werden müsste, was ohne Einblich in die Unterlagen und das Schriftstück, das unterzeichnet worden ist, so in diesem Forum nicht möglich ist.

Es würde sich anbieten, Beratungshilfe beim Amtsgericht zu beantragen und dann alle Unterlagen genauer prüfen zu lassen; der Rechtsanwalt wird dann mit dem Amtsgericht direkt abrechnen.


Ob es sich tatsächlich lohnt, innerhalb eventuell bestehender Ausschlussfristen Klage vor dem Arbeitsgericht zu erheben, wird sich erst dann abschließend klären lassen, zumal in der ersten Instanz beim arbeitsgerichtlichen verfahren KEINE Kostenerstattung erfolgt und Ihr Freund auch beim Obsiegen die Rechtsanwaltskosten selbst tragen müsste, sofern nicht Prozesskostenhilfe gewährt wird.

Dieses alles kann aber abschließend erst nach Einsicht in alle Unterlagen geklärt werden, so dass nach der Beantragung von Beratungshilfe sofort ein Rechtsanwalt beauftragt werden sollte.



Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin
Sylvia True-Bohle
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