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Eigenbedarfskündigung, Kaltmiete oder Warmmiete

17.07.2018 22:44 |
Preis: 25,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von


14:27
Hallo, mein Vermieter hat mir wegen Eigenbedarf gekündigt. Kündigungsfrist wird auch von ihm eingehalten.

Nun habe ich gesehen, dass in meinem Mietvertrag steht, "die Mietparteien kümmern sich selbst um Holz für die Heizung und deren Betrieb sowie Pflege des Grundstücks (Gartenarbeit) im Gegenzug wird nur die Kaltmiete fällig"

Ich habe beides immer gemacht (Holz beschafft, und mich um den Betrieb der Heizung gekümmert und auch die Gartenarbeit erledigt) trotzdem habe ich immer die Warmmiete gezahlt.

Dies habe ich jetzt meinem Vermieter mitgeteilt und ihm mitgeteilt, wie viel von mir zu viel gezahlt wurde. Ich habe ihm auch mitgeteilt, das ich meine Überzahlung gerne mit den zwei noch anfallenden Mieten verrechnen möchte.

Ich habe seit meinem Einzug auch nie eine Nebenkostenabrechnung erhalten.

Nun weißt der Vermieter meine Forderung zurück, bezüglich der Überzahlung, mit den Worten "die Behauptungen treffen nicht zu" und wenn ich die nächsten Mieten nicht zahle, ich Interesse an einem Rechtsstreit habe.

Bin ich jetzt im Irrtum? Im Mietvertrag steht doch "die Mietparteien kümmern sich selbst um Holz für die Heizung und deren Betrieb sowie Pflege des Grundstücks (Gartenarbeit) im Gegenzug wird nur die Kaltmiete fällig" und ich habe immer die Warmmiete bezahlt obwohl alles erledigt wurde von mir.
17.07.2018 | 23:44

Antwort

von


(1)
Lindesaystr. 69
48565 Steinfurt
Tel: 025519969420
E-Mail:

Sehr geehrter Fragensteller,

Ihre Frage kann ich Ihnen aufgrund Ihrer Angaben wie folgt beantworten:

die Wortwahl in Ihrem Mietvertrag ist ein wenig unglücklich, weil die Fälligkeit gem. § 271 BGB nur den Zeitpunkt bedeutet, ab wann der Gläubiger eine Leistung verlangen kann und nicht, dass die Leistung nie erbracht werden muss.

Der Vertrag müsste somit ausgelegt werden und nach Treu und Glauben kann man davon ausgehen, dass, weil Sie sich um die Heizung gekümmert haben, auch keine Nebenkosten hinsichtlich der Heizung entstanden sind und somit der Vermieter auch keinen Anspruch auf die Warmmiete hat.

Da ich ihre Mietzeit, Kalt- und Warmmiete nicht kenne, weise ich darauf hin, dass Sie gem. § 195 BGB (Verjährung) nur mit der Differenz der Warm- und Kaltmiete der letzten drei Jahre ihre Miete verrechnen können.

Sollten Sie Nachfragen haben, so können Sie sich gerne an mich wenden.

Ich hoffe Ihnen geholfen zu haben und verbleibe mit freundlichen Grüßen


Nachfrage vom Fragesteller 18.07.2018 | 06:38

Ich wohne seit nicht einmal 3 Jahren darin, um genau zu sein 33 Monate, diese habe ich ihm auch bei der Überzahlung berechnet.

Ich habe das Holz immer selbst beschafft und der Vermieter hat hier nichts dazu gezahlt.

Aber wie würde es sich jetzt in einem Rechtsstreit wegen diesem einem Satz und § 271 BGB verhalten, bekäme er oder ich recht? Da ich davon ausgehe, dass der Vermieter mich auf die Miete, die ich nicht mehr zahle, verklagen wird.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 18.07.2018 | 14:27

Sehr geehrter Fragensteller,

wenn Sie diesen Passus im Mietvertrag von beiden Parteien unterschrieben nachweisen und auch nachweisen können, dass Sie die Bedingungen erfüllt haben, so sollten Sie Recht bekommen.

Mit freundlichen Grüßen


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