Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Anwaltsbewertungen
479.629
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Eigenbedarf innnerhalb ein oder zwei Jahre möglich?


22.11.2017 09:49 |
Preis: 57,00 € |

Hauskauf, Immobilien, Grundstücke


Beantwortet von


Zusammenfassung: Eigenbedarfskündigung, Sperrfrist


Guten Tag!

Wir haben eine vermietete Wohnung zum Kauf vor zur Eigennutzung.

Tatsachen :

DG Wohnung in München Stadt , BJ 1981,Vemietet seit 1986, Mieter ist Dame ca 62 Jahre alt in Rente von ihre letzen Job aber arbeitet ab und zu, sie wohnt zusammen mit Ihre Sohn 24 Jahre alt schon verdient. Die beiden teilen die Miete.

Über mich :
Ich bin verheiratet, Zwei Kinder (7Jahre Mädel, 2Jahre Sohn), arbeitet als Software Ingenier in München.

Wir wollten diese Wohnung Jetzt kaufen und in eine Oder Zwei Jahren einziehen sodass mein Arbeitsplatz ganz nähe wird. Ist möglich oder Welchen Gründe die Mieterin Kündigung wider sprechen. Ist es überhaupft möglich zum Eigennutzung innnerhalb 1 oder 2 Jahren.?

Die Makler sagt, die Mieterin hat recht bis neuen Monaten kündigungsfrist nach dem Kauf. Ich vermute keine Sperrfrist möglich wegen Eigentumwohnungumwandlung.

Ich kann Ihnen den Mietvertrag zuschicken wenn Sie mir Ihre email addresse mitteilen.

Grüß aus Rosenheim.

Danke schon mal im voraus.


22.11.2017 | 11:51

Antwort

von


1125 Bewertungen
Goethestraße 21
60313 Frankfurt am Main
Tel: 069/209737530
Web: www.burges-schroeter.de
E-Mail:
Diesen Anwalt zum Festpreis auswählen Zum Festpreis auswählen
Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

1. Die Kündigung wegen Eigenbedarf richtet sich nach § 573 Abs. 2 Nr. 2 BGB und stellt ein berechtigtes Interesse dar, um das Mietverhältnis zu kündigen. Da das Mietverhältnis seit der Überlassung der Wohnung acht Jahre bestanden hat, verlängert sich die gesetzliche Kündigungsfrist um sechs Monate, so dass Sie das Mietverhältnis mit einer Frist von neuen Monaten zum 3 Wektag des Monats kündigen können.

2. Eine Kündigung kann aber frühestens ausgesprochen werden, wenn Sie als Eigentümer im Grundbuch eingetragen sind.

3. Eine Sperrfrist für eine Kündigung folgt aus § 577a BGB sowie der Wohngebietsverordnung, die auch die Landeshauptstadt München umfasst. Allerdings greift diese Sperrfrist nur, wenn nach Abschluss eines Mietvertrages Wohnungseigentum gebildet wurde, d.h. ein Mehrfamilienhaus in Eigentumswohnungen umgewandelt wurde.

4. Erfolgt die Bildung von Wohnungseigentum vor Abschluss des Mietvertrages greifen die Sperrfristen nicht.

5. Bei der Kündigung ist zu beachten, dass Sie den Grund für die Kündigung, hier Eigenbedarf, erläutern und die Mieter auf Ihr Widerspruchsrecht hinweisen. Die Kündigung hat mit separtem Schreiben gegenüber beiden Mietern zu erfolgen.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Marcus Schröter, MBA

Nachfrage vom Fragesteller 22.11.2017 | 12:48

Vielen Dank. Was Ich genau sorge dass die Alter oder Rente status von derzeitige Mieterin eine Rolle spielt zum Eigenbedarfkündigung widerzusprechen zB kündigung trifft was härtefälle? Oder gibts was besonderere gesetzlichen Gründe Mieterin erläutern kann sodass Eigenbedarf nicht möglisch würde.

Andere punkt ist, Sohn ist nicht im Mietvertrag eingetragen aber teilen die Miete und Makler sagte das ist normal. Ist es eigentilich normal.

Ich danke Ihnen.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 22.11.2017 | 13:27

Vielen Dank für die Rückmeldung.

Ein hohes Alter der Mieterin ist alleine kein Grund für die Annahme eines Härtefalles (vgl. AG Bayreuth, Urteil vom 21.09.1989 – 4 C 78/89). Hierzu müssen noch weitere Umstände hinzukommen, wie z.B. Krankheit, Pflegebedürftigkeit oder Verwurzelung in der Umgebung.

Als Härtefall kann aber angeführt werden, dass es für den Mieter nur schwer möglich ist, eine Ersatzwohnung zu finden. Diesem Argument kann damit begegnet werden, dass der Mieterin ein befristeten Fortsetzungsanspruch des Mietverhältnis gewährt wird, wenn diese von dem Widerspruchsrecht Gebrauch macht. Aufgrund der langen Kündigungsfrist sollte einer solcher Fortsetzung für die Dauer von sechs Monaten entsprochen werden. Aufgrund des Rentenalters wäre die Mieterin jedenfalls berufsbedingt nicht auf den Standort München beschränkt.

Da Sie nicht wissen, ob der Sohn nach Abschluss des Mietvertrages in den Mietvertrag durch eine gesonderte Vereinbarung eingetreten ist, sollte auch diesem die Kündigung erklärt werden.

Ich hoffe ich konnte Ihnen weiterhelfen.

Mit besten Grüßen

Marcus Schröter
Rechtsanwalt

ANTWORT VON

1125 Bewertungen

Goethestraße 21
60313 Frankfurt am Main
Tel: 069/209737530
Web: www.burges-schroeter.de
E-Mail:
RECHTSGEBIETE
Gesellschaftsrecht, Insolvenzrecht, Wirtschaftsrecht, Vertragsrecht, Kreditrecht, Kaufrecht
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 59978 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Sehr schnelle, ausführliche und ich hoffe auch kompetente Antworten. So richtig weiß man das ja erst später, wenn es zum Streitfall kommt. Jedenfalls weiß ich jetzt viel mehr wie ich weiter vorgehen sollte im Streitfall mit ... ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Die Antwort ist klar verständlich, ausführlich und zeugt von fachlicher Kompetenz. Besser geht's nicht. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Super sehr schnelle Antwort.preislich günstig. ...
FRAGESTELLER