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Eidesstattliche Versicherung für eine Limited?


13.03.2007 10:28 |
Preis: ***,00 € |

Wirtschaftsrecht, Bankrecht, Wettbewerbsrecht



Guten Tag,
es geht um folgenden Sachverhalt: Wir sind Inhaber (geschäftsführende Gesellschafter) einer Limited und befinden uns momentan in einem finanziellen Engpaß. Einer unserer Gläubiger möchte über den GV die Abgabe einer eidesstattlichen Versicherung explitit für die Limited erwirken.

Frage: Kann die Limited als Kapitalgesellschaft, bzw. juristische Person überhaupt eine EV abgeben? Und wenn ja, können daraus unmitelbare Nachteile wie Schufaeintrag, Schuldnerverzeichnis, etc. entstehen? Wenn nein, müssen dann eventuell die Gesellschafter, bzw. Geschäftsführer die EV abgeben?

Nebenbei sei noch bemerkt, dass das Stammkapital der Limited sich auf 100 GBP, die Forderung auf ca. 1.500,00 EURO beläuft. Vielen Dank.

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Sehr geehrter Fragesteller,

eine Limited ist eine auch im deutschen Recht anerkannte eigene Rechtspersönlichkeit. Als solche treffen sie auch alle Rechte und Pflichten aus den eingegangenen Schuldverhältnissen.
Daher kann auch eine Limited im Rahmen der Zwangsvollstreckung verpflichtet sein, in Deutschland eine eidesstattliche Versicherung abzugeben. Die Abgabe erfolgt in diesem Fall durch den director für die ltd.
Die Abgabe der eV wird, wie bei anderen natürlichen oder juristischen Personen auch, in das vom jeweiligen Amtsgericht geführte Schuldnerverzeichnis eingetragen und von dort in aller Regel auch in die Datenbestände der Schufa übernommen.

Im Übrigen könnte sich aus dem von Ihnen geschilderten Sachverhalt auch eine Verpflichtung ergeben, Insolvenz anzumelden.

Mit freundlichen Grüßen
Udo Meisen
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 13.03.2007 | 21:45

Wenn denn nun, wie in Ihrer Schlußbemerkung erwähnt, der Insolvenzantrag unausweichlich wird, haftet dann die Limited nur im Rahmen ihres Stammkapitals oder müssen die auch directors eine Durchgriffshaftung auf ihr Privatvermögen befüchten? Vielen Dank.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 14.03.2007 | 11:21

Sehr geehrter Fragesteller,

auch bei einer Limited haftet zunächst einmal nur die Ltd. selbst mit ihrem Vermögen.

Die directors haften nur dann persönlich, wenn sie in ihrer Person einen gesetzlichen Haftungstatbestand erfüllen. Diese Haftungstatbestände können sich bei einer in Deutschland tätigen Ltd. sowohl aus deutschem Recht (etwa bei der Verletzung steuerlicher Pflichten, bei der Nichtzahlung der Gesamtsozialversicherungsbeiträge für die Arbeitnehmer, bei Eingehungsbetrug etc.) als auch aus dem englischen Gesellschaftsrecht (etwa aus dem Companies Act oder dem Insolvency Act, z.B. aus der "wrongful trading rule" des sec. 213 des Insolvency Act) ergeben.

Mit freundlichen Grüßen
Udo Meisen
Rechtsanwalt

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