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Ehewohnung Unterhalt

| 17.12.2014 11:58 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Anja Holzapfel


Zusammenfassung: Zur Unterhaltsberechnung in der Trennungszeit

Sehr geehrte Damen und Herren,

meine von mir getrennt lebende Ehefrau bewohnt mit der gemeinsamen Tochter die Ehewohnung. Die Wohnung befindet sich in einem Mehrfamilienhaus. Sie zahlt die Nebenkosten. Die Ortsübliche Kaltmiete beträgt 725,00 Euro bei 145 m². Wir haben diesen Wohnvorteil mit 450,00 Euro angesetzt ( vergleichbare Wohnung mit 80 m² ). Trennungsunterhalt zahle ich nicht.
Mein Einkommen beträgt 2400,00 Euro Brutto, Ihr Einkommen 1105,00 Euro Brutto.
Meine Frage
1. Wie Lange ist die Dauer, in der der Wohnvorteil angerechnet wir und wann muss Sie aus der Wohnung ausziehen, da Sie dauerhaft eine solch Hohe Miete nicht aufbringen kann.
2. Übersteigt der Wohnwert den Anspruch auf Trennungsunterhalt? Wenn ja wie viel und was kann man dagegen machen?
3. Wie wird in dem Fall der Trennungsunterhalt berechnet, da ich auch Kindesunterhalt in Höhe von 334,00 Euro ( bei Steuerklasse 4 ) zahle. Ich noch Steuerklasse 3, Ab 01.01.15 Steuerklasse 4, ich tue quasi so, als ob ich die Steuerklasse 4 habe. Kindesunterhalt ist noch nicht offiziell berechnet.
4. Wie wirkt sich ein Wechsel der Steuerklasse auf die Unterhaltszahlung aus

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Sehr geehrter Fragesteller,



Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen wie folgt beantworten:


1. Wie Lange ist die Dauer, in der der Wohnvorteil angerechnet wir und wann muss Sie aus der Wohnung ausziehen, da Sie dauerhaft eine solch Hohe Miete nicht aufbringen kann.

Bis zum Ende des Trennungsjahres darf Ihre Frau nach der Rechtsprechung der meisten Gericht die vorher gemeinsam genutzte Wohnung behalten. Spätestens, wenn durch die Einreichung des Scheidungsantrags die Dauerhaftigkeit der Trennung manifestiert wird, können Sie von Ihrer Frau Mitwirkung bei der Kündigung der Wohnung verlangen.


2. Übersteigt der Wohnwert den Anspruch auf Trennungsunterhalt? Wenn ja wie viel und was kann man dagegen machen?

Ihre Bruttoeinkünfte reichen nicht, um den Unterhalt zu berechnen; hierfür wäre Kenntnis vom Nettoeinkommen erforderlich.

Im Trennungsjahr können Sie von Ihrer Frau aber die Aufgabe der Wohnung nicht verlangen, so dass ohnehin keine rechtliche Handhabe besteht.


3. Wie wird in dem Fall der Trennungsunterhalt berechnet, da ich auch Kindesunterhalt in Höhe von 334,00 Euro ( bei Steuerklasse 4 ) zahle. Ich noch Steuerklasse 3, Ab 01.01.15 Steuerklasse 4, ich tue quasi so, als ob ich die Steuerklasse 4 habe. Kindesunterhalt ist noch nicht offiziell berechnet.

Der Kindes- und Trennungsunterhalt berechnet sich nach Ihrem Nettoeinkommen, der Kindesunterhalt zusätzlich nach dem Alter des Kindes. Von Ihrem Nettoeinkommen sind Vorsorgeaufwendungen und berufsbedingte Aufwendungen (pauschal 5 % des Nettoeinkommens) abzuziehen. Dann wird der Kindesunterhalt nach der Düsseldorfer Tabelle berechnet und abgezogen.

Von dem verbleibenden Einkommen wird dann noch das Einkommen Ihrer Frau abgezogen. Von dieser Differenz erhält Ihre Frau 45 %, wobei Ihnen ein Selbstbehalt gegenüber Ihrer Frau von aktuell 1.100 € (ab Januar: 1.200 €) verbleiben muss.


4. Wie wirkt sich ein Wechsel der Steuerklasse auf die Unterhaltszahlung aus

Das Einkommen wird so zugrunde gelegt, wie es aktuell verdient wird: Jetzt müssten Sie Ihr Nettoeinkommen nach Steuerklasse III bei der Berechnung zugrunde legen, ab Januar, wenn die Steuerklasse dann geändert ist, nach Steuerklasse IV. Üblicherweise muss nach dem Steuerklassenwechsel somit ein geringerer Unterhalts gezahlt werden.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen.



Mit freundlichen Grüßen

Anja Holzapfel
-Rechtsanwältin-
-Fachanwältin für Familienrecht-


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Bewertung des Fragestellers 19.12.2014 | 08:02

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Stellungnahme vom Anwalt:
FRAGESTELLER 19.12.2014 5/5,0
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