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Ehevertrag geschlossen, aber nun sorge bzgl Zukunft


19.12.2006 21:05 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Klaus Wille



wir sind seit 3 jahren verheiratet haben 2 kleine kinder und haben einen ehevertrag. die familie von meinem mann ist sehr wohlhabend. er übernimmt zur zeit die immobilienverwaltung und die verwaltung des vermögens. der ehevertrag sieht eine strikte gütertrennung vor (er ist viele Seiten lang). das vermögen aus der familie meines mannes und das meines mannes ist von mir getrennt. als erbe sind nur die kinder eingesetzt. der ehevertrag ist von den rechtsberatern seiner familie aufgesetzt worden.
wie er mir bestätigt, habe ich noch nichtmal ein wohnrecht und muß z.B. falls er vorzeitig stirbt und die kinder 18 jahre alt sind, falls die kinder es fordern, aus unserem haus ausziehen.
ich bin selbständig und arbeite neben der erziehung der kinder. zahle aber sehr wenig in die rentenkasse ein und habe auch noch keine zusätzliche rentenversicherung
ich mache mir sehr große sorgen über das alter, falls meinem mann etwas zustößt oder wir uns trennen würden. soweit ich das sehe wäre ich dann ganz mittellos.

meine naive frage ist nun, finden sie das so in ordnung?
wir verstehen uns eigentlich gut, ich komme auch sehr gut mit der familie aus.
ich würde mich trotzdem wohler fühlen wenn ich mich einfach aufgehoben und abgesichert fühlen würde.
ich würde gerne wissen wie sie das sehen - was würden sie mir raten
danke

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Sehr geehrte Damen und Herren,

vielen Dank für Ihre Anfrage. Ihre Anfrage beantworten wir wie folgt, wobei wir darauf hinweisen, daß eine eingehende Beratung nur mit Kenntnis des gesamten Vertrages erfolgen könnte.

1) Sie haben eine Gütertrennung vereinbart, d.h. in der Regel findet im Fall der Scheidung kein Vermögensausgleich statt. Außerdem ist jeder Ehepartner berechtigt über sein Vermögen zu verfügen.

Es wäre sicherlich auch möglich gewesen, eine Modifizierung des gesetzlichen Güterstandes zu vereinbaren.

Denn es kann in Einzelfällen zu unzumutbaren Ergebnissen kommen, wenn Sie beispielsweise an der Vermehrung des Vermögens mitgewirkt haben. Ob dies aber zu einer Anpassung oder Aufhebung des Ehevertrages führen kann, läßt sich nicht abstrakt, sondern nur im Einzelfall beurteilen.

Eine Gütertrennung wird aber häufig bei Beteiligungen von Unternehmern vereinbart.

Der Vorteil der Gütertrennung liegt in der Einfachheit und Klarheit.

2) Leider schreiben Sie nichts darbüer, welche erbrechtlichen Regelungen genau getroffen wurden. Sind Sie von dem Erbe ausgeschlossen worden?

Häufig führt nämlich die Vereinbarung der Gütertrennung zu einer Verkürzung des Erbrechts der Ehegatten. Sie werden aber wenigstens den Pflichtteil des Erbes erhalten.

3) Eine andere Frage ist aber, ob in dem Vertrag auch der sog. Versorgungsausgleich ausgeschlossen wurde. Denn die Vereinbarung der Gütertrennung hat nicht zur Folge, daß dadurch auch der Versorgungsausgleich ausgeschlossen wird.

Es kann nämlich sein, daß die Altersversorgung des einen Ehepartners, die der güterrechtlichen Grundlage unterliegen, durch die Gütertrennung ausgeklammert wird. Andererseits kann die Altersversorgung des anderen Ehegatten dem Versorgungsausgleich unterliegen. Ist die Gütertrennung ausgeschlossen und der Vorsorgungsausgleich nicht, dann wird zwar der eine Teil der Altersvorsorge berücksichtigt, der andere nicht.

4) Je nach dem wie Ihr Mann versichert ist, wird es im Fall des Todes häufig zu Versicherungsansprüchen (z.B. aus Lebensversicherungen) kommen. Dies ist aber nur dann der Fall, wenn Sie auch die Bezugsberechtigte sind.

Mit freundlichen Grüßen
Klaus Wille
Rechtsanwalt



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