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Ehevertrag bei Hauskauf


23.11.2014 20:37 |
Preis: ***,00 € |

Hauskauf, Immobilien, Grundstücke


Beantwortet von


in unter 1 Stunde

Zusammenfassung: Das Vermögen des Mannes und das Vermögen der Frau werden nicht gemeinschaftliches Vermögen der Ehegatten; dies gilt auch für Vermögen, das ein Ehegatte nach der Eheschließung erwirbt. Der Zugewinn, den die Ehegatten in der Ehe erzielen, wird jedoch ausgeglichen, wenn die Zugewinngemeinschaft endet.


Sehr geehrte Damen uns Herren,
wir haben in Kürze vor uns ein Haus zu kaufen. Wir sind seit 2011 verheiratet und haben 2 Kinder (2 und 5 Jahre).

Meine Frau hat innerhalb ihrer Familie große Rechtsstreitigkeiten (Erbe, Insolvenz jedoch keine Privatinsolvenz, Bonität meiner Frau ist in Ordnung), welche zum Teil schon verhandelt sind, andere aber noch offen stehen.

Diese Streitigkeiten haben vor weit vor unserer Ehe begonnen, bereits auch bevor wir uns kennen gelernt hatten.

Wir sind nun am überlegen, dass ich alleine ins Grundbuch eingetragen werde, da wir natürlich nicht möchten, dass das Haus irgendwann mal angreifbar wäre, falls noch etwas unerwartetes kommen könnte.

Reicht es nun aus, dass ich alleine im Grundbuch stehe oder ist ein Ehevertrag notwendig und sinnvoll?
Die Finanzierung des Hauses werde ich ebenfalls alleine komplett tragen und bin alleiniger Darlehensnehmer.

Vielen Dank im Voraus für Ihre kompetente Antwort.

23.11.2014 | 21:04

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen wie folgt beantworten:

Der Abschluss eines Ehevertrages ist nicht zwingend erforderlich.

Auch wenn der gesetzliche Güterstand der Zugewinngemeinschaft unverändert fortbesteht, haben etwaige Gläubiger Ihrer Frau keine Zugriffsmöglichkeit auf die Immobilie.

Es gilt insofern § 1363 BGB. Hier heißt es:

"Das Vermögen des Mannes und das Vermögen der Frau werden nicht gemeinschaftliches Vermögen der Ehegatten; dies gilt auch für Vermögen, das ein Ehegatte nach der Eheschließung erwirbt. Der Zugewinn, den die Ehegatten in der Ehe erzielen, wird jedoch ausgeglichen, wenn die Zugewinngemeinschaft endet."

Ein Ehevertrag wäre nur angezeigt, wenn Sie im Falle einer Scheidung eine von den gesetzlichen Regeln abweichende Vereinbarung über den künftigen Zugewinnausgleich treffen wollen. Hierfür gibt Ihre Sachverhaltsschilderung allerdings nichts her.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Tobias Rösemeier
Fachanwalt für Familienrecht

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