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Ehevertrag Hauskauf vor und nach Eheschließung

04.07.2008 16:26 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Gerhard Raab


Guten Tag,

ich habe zwei Fragen zum Thema Ehevertrag
1) Hauskauf nach Eheschließung, ist es egal, wer im Grundbuch steht oder müssen zwingend beide Partner vermerkt sein, damit ein Ausgleich im Scheidungsfall stattfinden kann?
2)Kauf eines Grundstücks, Eigentumswohnung oder ähnliches vor der Ehe von meinem Lebensgefährten. Die weitere Abzahlung der Schulden läuft dann weiter in die Ehe. Eigenkapital meines Freundes ist dann in das Grundstück geflossen. Ist das Grundstück dann nur ihm, weil man davon ausgeht, was vor der Ehe angeschafft worden ist, obwohl das Grundstück noch nicht abbezahlt ist in der Ehe und ich mittilge?

Vielen Dank für Ihre Hilfe

Sehr geehrte Fragestellerin,

zu Ihrer Anfrage nehme ich wie folgt Stellung:


1.

Zunächst ein Hinweis zum Ehevertrag:

Schließt man keinen Ehevertrag, leben die Eheleute im gesetzlichen Güterstand der Zugewinngemeinschaft. Zugewinngemeinschaft bedeutet Gütertrennung, jedoch mit Ausgleich des Zugewinns im Fall der Scheidung.

Will man den Zugewinnausgleich vermeiden, kann man Gütertrennung durch einen Ehevertrag vereinbaren.


2.

Beim Hauskauf nach Eheschließung gilt Folgendes:

Eigentümer des Hausgrundstücks ist derjenige, der im Grundbuch als Eigentümmer eingetragen ist.

Sind beide Ehegatten - wie üblich - je zu 1/2 Miteigentümer des Hausgrundstücks, muß man sich im Scheidungsfall einigen, was mit der Liegenschaft geschehen soll.

Entweder man verkauft das Objekt und teilt den Erlös nach Abzug der Verbindlichkeiten oder ein Ehegatte kauft dem anderen dessen hälftigen Miteigentumsanteil ab.

Ist nur ein Ehegatte Eigentümer, wird das Haus beim Zugewinnausgleich berücksichtigt.


3.

Wenn Ihr Freund vor der Eheschließung ein Grundstück erwirbt und allein im Grundbuch eingetragen ist, ist er alleiniger Eigentümer der Immobilie. Wer schließlich die Darlehen bezahlt, ist für die Eigentümerstellung ohne jede Bedeutung.

Kommt es zur Scheidung, wird das Haus beim Zugewinnausgleich zu berücksichtigen sein, sofern nicht durch Ehevertrag Gütertrennung vereinbart worden ist.

Also: Bei dem Grundstück kommt es für die Frage, wer Eigentümer ist, nicht darauf an, ob es vor oder während der Ehe gekauft worden ist, sondern allein darauf, wer als Eigentümer im Grundbuch steht.

Wenn Sie beabsichtigen, die Hypothekendarlehen gemeinsam mit Ihrem Freund zu tilgen, kann es sinnvoll sein, wenn Sie zu 1/2 als Miteigentümerin im Grundbuch eingetragen sind.

Mit freundlichen Grüßen

Gerhard Raab
Rechtsanwalt

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