Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Bewertungen
510.988
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Ehevertrag Entschädigung Fremdgehen

05.04.2016 21:31 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Zusammenfassung: Fremdgängerklausel im Ehevertrag

Sehr geehrte Damen und Herren,

wäre eine folgende Vereinbarung gültig und rechtskräftig?

Im Falle des Fremdgehens in einer Ehe, verpflichtet sich der Ehepartner eine Entschädigung an den anderen Ehepartner zu zahlen wie z.B.:

- ein einmaliger Geldbetrag i.H.v. xxx€,
- Auszug aus der gemeinsamen Wohnung und komplette Bezahlung der Miete/ bzw. Tilgung für einen Jahr
- Bezahlung der Kinderbetreuung ect.

Muss so eine Vereinbarung durch einen Anwahlt geprüft werden bzw. notariell beurkundet werden?

Vielen Dank.

Mit freundlichen Grüßen

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Prinzipiell besteht nach deutschem Recht selbstverständlich auch für Eheverträge Vertragsfreiheit. Eheverträge bedürfen jedoch zwingend der notariellen Form. Bei der Beurkundung wird der Notar auf rechtlich bedenkliche Klauseln im Ehevertrag, die einen Ehegatten unangemessen benachteiligen, Sie darauf hinweisen müssen.
Soweit die Vereinbarungen im Ehevertrag nicht sittenwidrig und damit unwirksam sind, haben die Vereinbarungen auch volle Gültigkeit.

Eine Vertragsstrafe für´s Fremdgehen zu vereinbaren, wäre möglich; jedoch darf die Strafe nicht zu hoch ausfallen, dann könnte aufgrund der unangemessenen Höhe der Strafe die Vereinbarung sittenwidrig sein.

Ein Auszug des Fremdgehers aus der gemeinsamen Wohnung/Haus dürfte nur Bestand haben, solange keine Kinder vorhanden sind. Grundsätzlich können Sie vereinbaren, dass der Fremdgeher die Tilgungen für ein Jahr zu zahlen hat. Ob es rechtlich so durchzusetzen ist, hängt jedoch von verschiedenen Faktoren ab. Zum Beispiel wenn beide Ehegatten den Darlehensvertrag unterschrieben haben, haften auch beide dafür. Der andere Ehegatte kann zwar die Ratenzahlung durch Ehevertrag übernehmen. Hält er sich jedoch nicht an die Vereinbarung, wird die Bank sich an beide wenden.

Die Bezahlung der Kinderbetreuung stellt ein Teil des Kindesunterhaltes bzw. Mehrbedarf des Kindes dar. Daher sind Regelungen diesbezüglich nicht möglich. Je nach Leistungsfähigkeit der Eltern müssen anteilig diese Kosten gemeinsam tragen.

Ein Ehevertrag muss notariell beglaubigt werden.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

FRAGESTELLER 30.12.1899 /5,0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 66931 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Sehr deutliche und verständliche Antworte. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Vielen Dank für die schnelle Antwort. Sie haben mir sehr geholfen. ...
FRAGESTELLER
3,8/5,0
Auf meine wenig dedaillierten Fragen konnte ich keine genaueren Antworten erwarten. Ich hielt meine Zeilen für eine erste Kontaktaufnahme, der nun genauere Antworten folgen sollten. ...
FRAGESTELLER