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Eheversprechen ausländ. Bundeswehrarzt


01.12.2005 16:35 |
Preis: ***,00 € |

Generelle Themen


Beantwortet von

Rechtsanwalt Markus Timm



Was kann ich tun, um einen ausländischen Bundeswehrarzt,der mir ein Eheversprechen mehrmals gab,obwohl er verheiratet ist und Kinder hat,einer gerechten Sanktion zuzuführen? Vor dem Hintergrund eines gemeinsamen Lebensweges und der angeblichen Zwangszugehörigkeit zum deutschen Geheimdienst erschlich er sich immer wieder Geld.Wir lebten,soweit das möglich war,in einer eheähnlichen Gemeinschaft mit allen Konsequenzen.Ich fühle mich in meinen Rechten lt. Grundgesetz massiv verletzt.Abgesehen von der arglistigen Täuschung meiner Familie und mir von der ersten Begegnung an muß er die Gefahren eines solchen Verhaltens als Arzt z.B. hinsichtlich Aidsgefahr kennen.Als ehrliche deutsche Staatsbürgerin möchte ich unbedingt etwas in dieser Sache unternehmen; er scheint bereits auf das nächste Opfer fixiert zu sein.Ich weiß nicht,ob ich mich vielleicht auch an einen Ansprechpartner bei der Bundeswehr wenden sollte.Der Arzt nannte mir eine konkrete "Freikaufsumme" vom angeblichen Geheimdienst und einen Zeitpunkt,ab dem er mit mir eine Ehe eingehen kann.Ich weiß nicht,gegen welche Paragraphen er rechtlich gesehen,verstoßen hat,aber er warnte mich immer wieder eindringlich davor, mit irgend jemand darüber zu sprechen,weil er dann nicht mehr für das Leben meiner Familie garantieren könnte.Er hat alles immer mit entsprechenden Kleinigkeiten ausgeschmückt,von Sachverhalten in der Bundeswehr gesprochen,die evtl.garnicht existierten. Ich schäme mich sehr für das Vertrauen,das ich diesem Mann geschenkt habe; aber meine Absichten waren absolut ehrlich.Ich möchte mit der ganzen Sache ins Reine kommen und werde den Weg zur Lösung beschreiten,den Sie mir empfehlen.Vielen Dank im Voraus.
Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

ich bedanke mich für Ihre Anfrage, die ich auf Grundlage des von Ihnen geschilderten Sachverhalts wie folgt summarisch beantworten will:

1.
Sollten Sie dem Arzt Geld zum Freikaufen gegeben haben, so wäre an einen Betrug nach § 263 StGB zu denken.
Wenn er versucht hat, Sie zum Stillschweigen zu überreden, und dies unter Androhung, nicht für das Leben Ihrer Familie garantieren zu können, so könnte hierin eine Erpressung nach § 253 StGB bzw. Nötigung nach § 240 StGB zu sehen sein. Dies alles setzt natürlich voraus, dass Sie davon ausgehen, dass der Arzt von vornherein nicht die Absicht hatte, Sie zu ehelichen.

2.
Ich rate Ihnen, Strafanzeige wegen aller in Frage kommende Delikte bei der örtlichen Polizeidienststelle zu erstatten. Hierzu müssten Sie vollständige Angaben machen und stets bei der Wahrheit bleiben (da Sie sonst Gefahr laufen würden, sich selbst strafbar zu machen). Also sagen Sie dem Beamten auch, inwieweit Sie sich auf Vermutungen stützen. Der Beamte wird Sie unterstützen und die nötigen Informationen von Ihnen erfragen. Es wird der Sachverhalte sodann auf einen Anfangsverdacht geprüft und von der Staatsanwaltschaft ein Ermittlungsverfahren eingeleitet.

Wenn Sie ganz sicher gehen wollen, dass das Verfahren mit der erforderlichen Hingabe betrieben wird, kann es ratsam sein, einen auf das Strafrecht spezialisierten Anwalt einzuschalten. Bitte sehen Sie mir nach, dass meine Angaben allgemein gehalten sind. Ohne genauere Kenntnis des Sachverhalts ist mir eine weitergehende Beratung nicht möglich.

Ich hoffe, Ihnen mit meiner Auskunft weiter geholfen zu haben. Selbstverständlich stehe ich Ihnen im Rahmen der Nachfragefunktion gerne zur Verfügung. Ich wünsche Ihnen viel Erfolg!

Mit freundlichem Gruß

Markus A. Timm
-Rechtsanwalt-
Timm@Rae-Linden.de
www.Rae-Linden.de

Nachfrage vom Fragesteller 01.12.2005 | 19:37

Vielen Dank für die umgehende Antwort.Zur örtlichen Polizei traue ich mich wirklich nicht,fast alle kennen mich und zwar als absolut seriöse Frau.Vielleicht kann ich mich ja an die Bundeswehr wenden,falls ich nicht doch einen Rechtanwalt einschalte.
Wenn mir ein Arzt zusichert,daß ich seine erste Frau überhaupt bin und er keine weiteren Partnerinnen haben wird,solange wir ein Paar sind, sehe ich es als Körperverletzung,mit mir ohne Schutz zu schlafen.Und das, obwohl ich ihm deutlich sage,daß ich das nur akzeptiere,und natürlich selbst zusichere,wenn keine andere Frau im Spiel ist.Somit war von Anfang an klar,daß er mich irreführen wollte.Ist das Körperverletzung?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 02.12.2005 | 09:05

Guten Morgen, sehr geehrte Ratsuchende,

eine Körperverletzung setzt voraus, dass das körperliche Wohlbefinden oder die körperliche Unversehrtheit nicht nur unerheblich beeinträchtigt wird. Das ist in Ihrem Fall nicht gegeben. Auch sexuelle Nötigung scheidet wegen Ihres grundsätzlichen Einverständnisses aus. Möglicherweise könnte ein zivilrechtlicher Anspruch auf Schmerzensgeld neben den oben erwähnten Delikten bestehen. Dies wäre gegebenenfalls zu prüfen.

Sie können die Anzeige auch bei der Staatsanwaltschaft erstatten, wenn Sie kein Aufsehen erregen wollen.

Mit freundlichem Gruß

Markus A. Timm
Rechtsanwalt

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