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Eheschließung Deutscher und Mexikanerin, in Deutschland, innerhlab Touristenstatus

| 27.04.2017 11:42 |
Preis: ***,00 € |

Ausländerrecht


Beantwortet von


Zusammenfassung:

Auch mit einem Touristenvisum beziehungsweise innerhalb der visumsfreien Zeit kann eine Heirat mit einem Ausländer in Deutschland erfolgen, was aber den Nachteil gegenüber einem nationalen Visum hat, dass man aus- und wieder einreisen muss

Fall:
Meine mexikanische Freundin (wohnhaft in Mexiko), wird mich in ca. 8 Wochen für die Visumfreie Zeit von 3 Monaten, in Deutschland besuchen kommen. In Vergangenheit war sie schon für zwei längere Aufenthalte mit einem Au Pair und Studentenvisum in Deutschland. Sie spricht sehr gut Deutsch und ist auch im Besitz des A1 Sprachlevels.
Nun haben wir uns dazu entschieden zu heiraten!
Sie wird die notwendigen Unterlagen wie beglaubigtes Ehefähigkeitszeugnis und Geburtsurkunde mitbringen.
Den regulären Weg über ein FZ-Visum haben wir nicht gewählt, da die Entscheidung zu heiraten erst vor kurzem viel und der Flug zu diesem Zeitpunkt schon gebucht war.
Jetzt sind wir uns jedoch unsicher wie wir vorgehen sollen. Wir möchten keinen Fehler machen und auch keine Schwierigkeiten bekommen.
Frage:
1. a) Welche Unterlagen benötigt meine zukünftige Frau? Genügt das Ehefähigkeitszeugnis und die Geburtsurkunde inkl. Apostille.
b) Ist es von Vorteil die Übersetzung der Unterlagen dann in Deutschland zu machen, oder besser in Mexiko?
2. Soll ich Vorab den Standesbeamten meines Wohnortes aufsuchen und die Situation beschreiben? Oder handele ich mir dann evtl. Schwierigkeiten ein weil sie nicht mit dem regulären Visum für Heirat in Deutschland einreisen wird? Bzw. wird uns dann evtl. eine Eheschließung untersagt?!
Ich habe auch darüber nachgedacht, dass wir zusammen höfflich beim Standesbeamten vorstellig werden wenn sie schon im Land ist. Ganz nach dem Motto „Wir haben uns kurzfristig dazu entschieden zu heiraten". Allerdings werden die mitgebrachten Unterlagen aufzeigen, dass das Vorhaben zumindest in Erwägung gezogen wurde!
3. Ist eine Eheschließung im Touristenstatus in Deutschland überhaupt möglich oder sollten wir auch über die Variante, Eheschließung in Dänemark nachdenken?
Das meine Frau nach Ablauf ihres 3 Monat-Aufenthalts wieder zurück nach Mexiko reisen muss um das FZV zu beantragen ist uns natürlich bewusst. Sie wird wieder zurück fliegen und regulär wieder einreisen.

Ich würde mich freuen wenn Sie mir etwas Klarheit verschaffen können, damit wir keine Schwierigkeiten bekommen, gleichzeitig aber unseren Eheschließungswunsch in der 3-monatigen Besuchszeit erfüllt bekommen.


Einsatz editiert am 27.04.2017 13:10:39

27.04.2017 | 21:20

Antwort

von


(1781)
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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

1.
Zu den Unterlagen:

1. Ehefähigkeitszeugnis, s. auch unten zu 4.
Für das Ehefähigkeitszeugnis sind auch sämtliche Unterlagen der/des ausländischen Verlobten vorzulegen, da das Standesamt mit dem Ehefähigkeitszeugnis bestätigt, dass die beiden in dem Ehefähigkeitszeugnis Genannten aus deutscher Sicht eine Ehe schließen dürfen.

2. Nachweise der Staatsangehörigkeit der Ehegatten (z. B. Reisepässe, Personalausweise, mex. Wählerausweis)

3. Nachweis zur Abstammung (z. B. Geburtsurkunde, Auszug aus dem Familienbuch)

4. sofern ein Ehegatte bereits einmal verheiratet oder verpartnert war:
Eheurkunde bzw. Lebenspartnerschaftsurkunden aller Vorehen bzw.
vorherigen Lebenspartnerschaften, Auflösungsnachweise aller Vorehen bzw. Lebenspartnerschaften (z.B. Sterbeurkunden oder Scheidungsurteile bzw. Urteil über die Auflösung der Lebenspartnerschaft mit Rechtskraftvermerk, ggf. Anerkennungsbescheid der Landesjustizverwaltung)

5. Antragsformular

Dieses sollten Sie aber unbedingt beim Standesamt in Deutschland nochmals genau abfragen.

Ob Sie dieses in Deutschland oder in Mexiko übersetzen lassen, ist egal, es ist allerdings eine Frage der Kosten und der Verfahrensdauer, was nicht genau vorausgesagt werden kann.
Wichtig ist dass es sich um einen staatlich bzw. amtlich vereidigten Übersetzer handelt, der das bestätigen kann.

2.
Wie gesagt, das kann man alles schon vorher und vorbereitend abklärt werden. Die Heirat an sich kann Ihnen nicht versagt werden, notwendig ist aber eben das entsprechende Visum:

3.
Das Ihre Frau nach Ablauf ihres 3 Monat-Aufenthalts wieder zurück nach Mexiko reisen muss um das FZV zu beantragen ist, ist Ihnen ja bewusst. Sie wird also nach Ihren Angaben wieder zurück fliegen und regulär wieder einreisen.
Eine andere Lösung gibt es ganz grundsätzlich auch nicht.
Grundsätzlich ist es eben auch als Tourist möglich, während des visumfreien Aufenthaltes (max. 90 Tage) in Deutschland zu heiraten. Der Vorteil des Visums zur Eheschließung ist es jedoch, dass Sie direkt nach der Heirat bei der zuständigen Ausländerbehörde in Deutschland einen Aufenthaltstitel
beantragen können. Ohne dieses Visum müssen Sie nach der Hochzeit (nach max. 90 Tagen) zurückreisen und bei der Botschaft das Visum zum Ehegattennachzug beantragen. Die Voraussetzungen sind jedoch dieselben.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Daniel Hesterberg

Bewertung des Fragestellers 28.04.2017 | 09:25

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