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Eheschließung in Deutschland

07.01.2016 01:03 |
Preis: ***,00 € |

Ausländerrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Malek Shaladi


Zusammenfassung: Für ein Visum zur Eheschließung muss der Lebensunterhalt grundsätzlich gesichert sein. Für ein Visum zur Einreise zwecks Familienzusamennführung ist dies, abgesehen von Sonderkonsteallationen, nicht notwendig.

Hallo ich habe eine Verlobte in Afghanistan und möchte gerne mit meiner Verlobten in Deutschland Standesamtlich heiraten. Nach dem ganzen Papier kram und Urkundenübeprüfung konnte ich endlich den Antrag auf Visum in Afghanistan stellen.Ich bekomme im Moment ALG2 wohne bei meinen Eltern in einem großen Haus und bin in Deutschland geboren.
Die frage ist jetzt :
1) Wie das ganze jetzt weiter läuft ?
2) Kann es sein das ihr Visum Abgelehnt wird weil ich im Moment ALG2 bekomme oder ihr Lebensunterhalt nicht in Deutschland gesichert werden kann wegen mir ?
3) und ob es stimmt das wenn ein Deutscher eine Ausländerin heiraten möchte in Deutschland das er nicht für den Lebensunterhalt auf kommen muss?

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Sie müssen zwei Dinge unterscheiden, deren Voraussetzungen jeweils unterschiedlich sind. Wenn Sie Ihre Verlobte ein Visum zur Eheschließung beantragt hat ist zwingend erforderlich, dass der Lebensunterhalt in Deutschland gesichert sein muss. Wenn Sie ALG II beziehen und ihre Verlobte kein Einkommen oder Vermögen nachweist wird der Antrag abgelehnt. Alternativ hilft auch die Verpflichtungserklärung einer dritten Person.

Genau deswegen wählen viele den anderen Weg und heiraten im Ausland. Denn
sind Sie schon verheiratet haben Sie als deutscher Staatsbürger einen Anspruch auf Einreise Ihrer Ehefrau. Auf den Bezug von ALG II kommt es nicht an. Einschlägig ist hier §


28 Abs. 1 AufenthG, der folgenden Wortlaut hat:

(1) 1Die Aufenthaltserlaubnis ist dem ausländischen

1. Ehegatten eines Deutschen,
(Nummer 2 und 3 für Sie erstmal unwichtig)

zu erteilen, wenn der Deutsche seinen gewöhnlichen Aufenthalt im Bundesgebiet hat. 2Sie ist abweichend von § 5 Abs. 1 Nr. 1 in den Fällen des Satzes 1 Nr. 2 und 3 zu erteilen. 3Sie soll in der Regel abweichend von § 5 Abs. 1 Nr. 1 in den Fällen des Satzes 1 Nr. 1 erteilt werden. 4Sie kann abweichend von § 5 Abs. 1 Nr. 1 dem nicht personensorgeberechtigten Elternteil eines minderjährigen ledigen Deutschen erteilt werden, wenn die familiäre Gemeinschaft schon im Bundesgebiet gelebt wird.



Es gibt allerdings Sonderkonstellationen bei denen trotzdem die Einreise verweigert werden kann. Insbesondere wenn Sie zuvor verheiratet waren und/oder unterhaltspflichtige Kinder haben. In dem Fall wäre eine Einzelprüfung unbedingt notwendig. Die Erfolgsaussichten einer Klage bei Ablehnung kann aber generell als sehr hoch eingeschätzt werden.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

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