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Eheschließung im Ausland nach Rückziehung Anmeldung zur Eheschließung im Inland

| 10.08.2007 00:39 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Klaus Wille


Hallo,

mein Fall sieht wie folgt aus.

Meine mexikanische Verlobte und ich möchten in Deutschland die Eheschließung vollziehen. Hierfür benötigt Sie ein Visum zur Eheschließung. Aufgrund einer Vorerkrankung bei meiner Verlobten befürchte ich, dass ein Visumsantrag scheitern könnte. Zum Zeitpunkt des Visumsantrags hätten wir jedoch bereits die Anmeldung zur Eheschließung in Deutschland vorgenommen.

Wäre es bei Scheitern des Visumsantrags möglich, die Anmeldung zur Eheschließung in Deutschland zurückzuziehen, stattdessen ein Ehefähigkeitszeugnis für mich zu beantragen, nach Mexiko zu reisen,meine Verlobte dort zu ehelichen und diese Eheschließung anschließend dann in Deutschland registrieren zu lassen?

Wäre diese Registrierung notwendig, dass meine dann Ehefrau ein Visum zwecks Familiennachzug beantragen könnte oder ginge dies auch nur mit der Heiratsurkunde?

Wie wäre der Fall bei Heirat in einem Drittstaat in der EU? Diese wäre mit einem Schengen-Visum möglich.Müsste meine Frauu dann zunächst nach Mexiko zurückreisen, um dort einen Visum zwecks Familiennachzug zu beantragen oder könnte diese Eheschließung direkt in Deutschland registriert und eine Aufenthaltsgenehmigung erwirkt werden? Wie sieht hier die Rechtslage aus?

Sehr geehrte Damen und Herren,

es ist möglich, die Eheschließung wieder abzusagen.
Die Erteilung des Visums für die Einreise nach Deutschland liegt im Ermessen der Behörde. Hat die Behörde berechtigte Zweifel, dann wird sie das Visum nicht erteilen.
Sie sollten daher mit der Auslandsbehörde sprechen, damit Sie auch wissen, welche Unterlagen dies für eine Eheschließung haben möchte.

Natürlich können Sie versuchen Ihre Frau in Mexiko zu heiraten. Anschließend müßte in Mexiko ein Visum für Deutschland aufgrund einer Familienzusammenführung beantragen.

Bei einer Eheschließung in Dänemark gelten Besonderheiten für die Anerkennung der dänischen Heiratsurkunden in Deutschland.
Grundlage für die Anerkennung dänischer Heiratsurkunden ist das so genannte Deutsch-Dänische Beglaubigungsabkommen.

Gemäß Artikel 3 Satz 3 dieses Abkommens wird für dänische Personenstandsurkunden geregelt, dass nach einer Legalisierung der Urkunden durch eine übergeordnete dänische Behörde das Dokument in Deutschland anerkannt werden muss.

Dann kann ebenfalls ein Antrag auf Erteilung eines Visums zur Familienzusammenführung gestellt werden.

Mit freundlichen Grüßen
Klaus Wille
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 10.08.2007 | 19:37

Guten Tag,

zu Ihren Ausführungen hätte ich noch Rückfragen.

1. Im Falle Heirar in Dänemark: Ist es möglich das Visum zur Familienzusammenführung aus Dänemark heraus zu beantragen oder müsste meine dann "Ehefrau" zunächst nach Mexiko zurückreisen, um dort den Visumsantrag zu stellen

2. Wie soll ich ihren Kommentar "Natürlich können Sie versuchen Ihre Frau in Mexiko zu heiraten." deuten. Weshalb sprechen Sie von "versuchen"? Könnte es seitens deutscher Behörden unter Anbetracht beschriebenen Szenarios (Anmeldung Eheschließung in Deutschland -> Ablehnung Visumsantrag zur Eheschließung -> Beantragung Ehefähigkeitszeugnis für mich in Standesamt -> Eheschließung in Mexiko -> Registrierung Heirat in Deutschland -> Visumsantrag zwecks Familiennachzug) zu Schwierigkeiten kommen?

3. Müsste im Falle von 2. die Heirat zunächst in Deutschland registriert werden, um den Visumsantrag zwecks Familiennachzug zu stellen, oder ist hierfür lediglich die Vorlage der mexikanischen Original-Heiratsurkunde notwendig?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 11.08.2007 | 08:29

Sehr geehrte Damen und Herren,

Die Nachfragefunktion dient dazu Ihnen eine Nachfrage zu gewähren:

Zu Ihrer Frage 2: in der Regel wird es kein Problem geben.

Zu Ihrer Frage 3
Sie müssen die Heirat in Deutschland beim Standesamt anmelden und anerkennen lassen. Die Anerkennung dürfte kein Problem sein.


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