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Eheschließung Deutscher und Schweizerin

| 24.03.2020 18:09 |
Preis: 65,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Andreas Krueckemeyer


Hallo Zusammen.
Seit über 7 Jahren führen wir (beide Mitte 50) eine Wochenendbeziehung und verbringen Urlaub sowie jede freie Zeit miteinander. Nicht zuletzt in der jetzigen Situation würden wir gern füreinander da sein und uns gegenseitig absichern. Wir sind beide Berufstätig und haben je einen eigenen Wohnsitz. Meine Partnerin in der Schweiz, ich in Deutschland. Ein Zusammenziehen ist vor der jeweiligen Rente nicht möglich, da wir beide in unseren Berufen stark engagiert sind.

>Ist es möglich eine Ehe zu schließen über Ländergrenzen, mit getrenntem Wohnsitz?

>Nach welchem Recht sollte eine Eheschließung erfolgen? Nach Deutschem oder Schweizer Recht ?
(Welches Recht ist das liberalere?)

>Gibt es steuerliche Unterschiede für den Fall, ob die Ehe in der Schweiz oder Deutschland geschlossen wurde und welche ist die günstigere Variante?

>Kann man die Jeweils andere Staatsbürgerschaft des Ehepartners bekommen um später den gemeinsamen Wohnort festzulegen?

Sehr geehrter Fragesteller,

Ich beantworte Ihre Frage auf Grundlage der von Ihnen gemachten Angaben. Bitte beachten Sie, dass schon geringe Abweichungen im Sachverhalt zu einer anderen rechtlichen Bewertung führen können.

Auch wenn die Schweiz nicht zur EU gehört ist die kulturelle Verwandtheit auch zwischen den Rechtssystemen nicht zu leugnen. Eine im Ausland geschlossene Ehe muss anerkannt werden. Da werden Sie in Deutschland keinerlei Probleme mit einer in der Schweiz geschlossenen Ehe, in der Schweiz keine Probleme mit einer in Deutschland geschlossenen Ehe haben.
Die Vorstellung, dass Eheleute zusammen wohnen müssen geistert zwar immer noch durch das Internet, kann aber in Zeiten der Globalisierung getrost ad Acta gelegt werden. Einzig bei eine Einbürgerung kann es hier zu kritischen Nachfragen kommen. Zwar ist grundsätzlich nur die Dauer der Ehe entscheidend aber bei einem getrennten Hausstand wird da schon einmal kritisch nach gefragt. Wenn eine gute Begründung vorliegt ist auch insoweit nicht mit größeren Problemen zu rechnen.
Welches Recht ist liberaler? Diese Frage ist schwer zu beantworten, gerade in Fragen des Kindesunterhalts gibt es diverse Unterschiede (die Ie aber nicht betreffen). Die gesetzlichen Folgen der Ehe sind absolut vergleichbar, sollten Sie von der Zugewinngemeinschaft abweichen wollen, müssen Sie (hier wie da) einen separaten Vertrag schliessen.

Die Pflicht zur Steuerzahlung knüpft an den Wohnsitz an. Durch die Ehe würde sich hier also nichts ändern. Für die Details des Ehegattensplittings muss ich Sie an einen Steuerberater verweisen. Dies ist schon nach (nur) deutschem Recht bei Ehegatten ohne gemeinsamen Hausstand problematisch.
Falls Sie einen Ehevertrag abschließen wollen (was ich empfehlen würde) sollten Sie zugleich eine Rechtswahl für eine eventuelle Scheidung treffen. Nicht weil es hier frapierende Unterschiede gibt, sondern weil dadurch ein ansonsten eventuell langwieriges Zuständigkeitsverfahren vermieden werden kann.

Ich hoffe, Ihre Frage umfassend beantwortet zu haben. Sollten Rückfragen bestehen, nutzen Sie bitte die kostenlose Nachfragefunktion.

Mit freundlichen Grüßen

Krueckemeyer
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 24.03.2020 | 20:16

Guten Abend Herr Krueckemeyer
Vielen Dank für ihre Antwort.
Wegen dem steuerlichen Teil meiner Frage, werde ich mich nach ihrer Empfehlung an einen Stuierberater wenden.
Nachfrage zu in ihrer Antwort erwähnten Ehevertrag: Was sollte außer der Rechtswahl für unsere Situation noch relevantes enthalten sein ?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 24.03.2020 | 20:23

Sehr geehrter Fragesteller,

üblicherweise klärt ein Ehevertrag die Nachehelichen Beziehungen ab.

Dies wären Zugewinnausgleich, Versorgungsausgleich (Rente), Unterhalt. Angesichts Ihres Lebensalters werden diese Punkte aber eine untergeordnete Rolle spielen. Sie können durch einen Ehevertrag aber bereits jetzt diese Punkte klären (zum Beispiel können Sie den Zugewinnausgleich und den Versorgungsausgleich komplett ausschließen). Der große Vorteil ist, dass im Falle einer Scheidung dann "nur" der emotionale Ballast zu bearbeiten ist.
Die Ehe ist natürlich dem Grunde nach auf Lebenszeit ausgelegt. Auch eine Regelung des Nachlasses kann attraktiv sein. (Vielleicht haben Sie Kinder sie alles Erben sollen, aber erst nach dem Tod Ihrer neuen Frau.) Auch dies.kann Gegenstand eines Ehevertrages sein.

Sollten Sie weitere Nachfragen haben, können Sie mich via E-Mail kontaktieren.

Mit freundlichen Grüßen

Krueckemeyer
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 24.03.2020 | 21:34

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