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Ehescheidung bei deutsch-iranischer Staatsbürgerschaft

02.04.2015 15:03 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von


19:35

Zusammenfassung: ausländische Ehescheidung im Inland, Anerkennung der Scheidung im Ausland und Rechtshängigkeit

Mein Mann, deutsch-iranischr Staatsbürgerschaft und ich, ebenfalls deutsch-iranischer Staatsbürgerschaft leben ausschließlich in Deutschland. Unsere Ehe wurde in Deutschland geschlossen, jedoch nachträglich auch im Iran anerkannt (damit wir dort Urlaub als Paar machen können). Sollte mein Mann nun die Scheidung im Iran einreichen, würde diese dann in Deutschland rechtswirksam und wir wären auch hier geschieden? Ich möchte unter keinen Umständen, dass eine im Iran eingereichte Scheidung in Deutschland anerkannt wird!
02.04.2015 | 16:02

Antwort

von


(98)
Mittelweg 34
20148 Hamburg
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Sehr geehrter Fragesteller,

unter Berücksichtigung Ihres Einsatzes möchte ich wie folgt zu antworten:

Sicherlich sollten Sie vermeiden, dass nach einer Scheidung im Iran sich hier die Fragen der Anerkennung stellen. Das kann nämlich zu zahlreichen Problemen führen, die ich an dieser Stelle verständlicherweise nicht näher ausführen kann.

Jedoch ist nach Ihrer Schilderung das deutsche Familiengericht für Ihre Scheidung International zuständig. Und da Sie beide auch die deutsche Staatsangehörigkeit haben und in Deutschland leben, würde sich die Scheidung nach deutschem Recht richten. Eine Ausnahme hierzu kann dann gelten, wenn Sie gemeinsames Vermögen im Iran in Form von Immobilien haben. Dann kann iranisches Recht, allerdings nur auf die Belegenheit bezogen, zur Anwendung kommen.
Sie sollten daher auf jeden Fall kurzfristig hier in Deutschland die Scheidung einreichen, damit Ihnen Ihr Mann nicht mit einer Rechtsanhängigkeit im Iran zuvor kommen kann. Denn im internationalen Familienrecht gilt der Grundsatz, dass die erste Rechtshängigkeit zur Durchführung der Scheidung führt. Rechtshängig ist eine Scheidung sobald der Scheidungsantrag dem anderen Ehegatten vom Gericht zugestellt worden ist. Es herrscht also quasi „ein Wettlauf".

Soweit mein Rat Diese Beurteilung ist lediglich eine erste rechtliche Orientierung und basiert auf den Angaben aus Ihrer Frage. Ich hoffe, Ihnen mit der Beantwortung einen ersten Überblick gegeben zu haben und stehe im Rahmen der kostenlosen Nachfragefunktion gern für Ergänzungen sowie gegebenenfalls für die weitere Interessenwahrnehmung im Rahmen einer Mandatierung zur Verfügung.

Wenn Sie meine Antwort im Rahmen der Bewertung beurteilen, helfen Sie mit, dieses Portal transparenter und verständlicher zu gestalten.

Mit freundlichen Grüssen



gez. RA Dannheisser
dannheisser@rae-dpc.de
www.rae-dpc.de




Nachfrage vom Fragesteller 02.04.2015 | 17:01

Sehr geehrter Herr Dannheisser,

vielen Dank für die schnelle Antwort. Wir haben kein Vermögen im Iran, nach iranischen Recht würde mir nichts zustehen, noch nicht einmal unser Kind. In Deutschland allerdings sehr wohl, deshalb möchte ich, sofern es zu einer Scheidung kommt, nur das Deutsche Recht geltend machen. Habe ich Sie richtig verstanden, dass wenn mein Mann in den Iran reisen würde, um dort die Scheidung einzureichen, das Deutsche Gericht diese Scheidung anerkennen muss!?
Und die einzige Möglichkeit dem zu entgehen wäre, dass ich ihm zuvor komme und in Deutschland die Scheidung einreiche?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 02.04.2015 | 19:35

Das haben Sie richtig verstanden. Die Scheidung (vom Iran aus eingeleitet) würde soweit in Deutschland anerkannt, soweit sie mit dem odre public vereinbar ist, also europäischen Grundsätzen nicht widerspricht. Der Iran hat zuletzt 2010 mit der EU noch einige Vorbehalte hinsichtlich der EU-weiten Vereinheitlichung bei internationalen Ehescheidungen geltend gemacht. Damit ist definitiv für Sie der sicherste Weg eine Scheidung nach deutschem Recht in Deutschland. Sie sollten daher aktiv werden.

MfG und frohe Feiertage!

RA Dannheisser

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