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Ehescheidung: Zugewinnausgleich - Endvermögen


11.02.2010 04:16 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

August 2009 hat mein Rechtsanwalt Antrag auf Ehescheidung gestellt. Wie ich es weiß, wird mein Endvermögen zum Stichtag berechnet. Ich wurde darüber informiert, dass ich meinen Kontostand zu diesem Tag nachweisen muss und die Quote, die auf dem Konto damals war, auch als Teil meines Endvermögens gilt, d.h. im Endeffekt zwischen meiner Ehefrau und mir halbiert wird.
Meine Ehefrau und ich leben seit 3,5 Jahren getrennt, ich allein, meine Ehefrau, die mich verlassen hat, zusammen mit ihrem neuen Lebenspartner. Seit 3,5 Jahren habe ich mein eigenes Bankkonto, auf welches mein Gehalt überwiesen wird. Die erste Frage ist hier, ob die Zahlungseingänge auf mein Konto während der so langen Trennungszeit und dem eheähnlichen Zusammenleben meiner Ehefrau immer noch zu meinem Endvermögen zugerechnet oder mit anderen Worten als gemeinsames teilbares Vermögen betrachtet werden können. Die nächste Frage ist, ob es hier egal ist, woher ich das Geld habe (z.B. Schenkung von meiner Mutter).
Zum Stichtag war auf meinem Konto eine größere Quote, weil ich meinen Vertrag auf eigene Privatrente zwei Monate davor gekündigt und das Geld als Rückkauf vom Versicherungsträger erhalten habe. Für die Privatrente habe ich bereits in der wirklichen Ehezeit gezahlt, d.h. aus dem gemeinsamen Budget. Trotzdem frage ich, ob ich als derjenige, der in der Familie gearbeitet und verdient hat, nicht vielleicht Anspruch auf einen gewissen Teil des Verdienstes als Eigenbedarf hatte, z.B. für die Zahlung eigener Privatrente. Die nächste Frage ist, ob die Zahlungen für meine Rente in der 3,5-jährigen Trennungszeit auch als Ausgaben aus dem gemeinsamen Budget gelten. Meiner Meinung nach sollte wenigstens der Anteil des Rückkaufswertes für die letzten 3,5 Jahre gestriechen oder eher der Rückkaufswert, den es vor 3,5 Jahren für diese Versicherung gäbe und nicht der von heute berücksichtigt werden. Stimmt das?
Generell frage ich, wie versteht sich das, was ich in den 3,5 Jahren Trennungszeit eventuell erarbeitet habe im Verhältnis zu der Praktik, dass Endvermögen zum Stichtag berechnet wird.
Bereits im September 2007 hat meine Ehefrau Antrag auf Ehescheidung beim Gericht gestellt. Diesen hat sie paar Monate später aus gewissen Gründen zurückgezogen. Keine Versöhnungsversuche haben aber stattgefunden.

Danke.
11.02.2010 | 05:36

Antwort

von


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Sehr geehrte/r Fragesteller/in,

hiermit nehme ich zu den von Ihnen aufgeworfenen Fragen unter Berücksichtigung des dargestellten Sachverhaltes wie folgt Stellung:

Der Zugewinn wird dergestalt berechnet, dass beide Endvermögen der Ehegatten ermittelt werden, diese voneinander in Abzug gebracht werden und die Differenz geteilt wird. Ausgleichspflichtig ist der Ehegatte mit dem höheren Zugewinn.

Stichtag ist für Scheidungen, die vor dem 01.09.2009 eingereicht wurden die Zustellung des Scheidungsantrags. Dabei wird das gesamte Vermögen berücksichtigt. Schenkungen zählen zum Anfangsvermögen, erhöhen den Zugewinn somit nicht, außer sie wurden nicht zur Vermögensbildung, sondern zum Verbrauch getätigt.

Die Rentenversicherung wird ebenfalls beim Zugewinn berücksichtigt, so dies nicht im Rahmen des Versorgungsausgleichs geschehen ist. Letzteres ist nach Ihren Angaben nicht der Fall.

Es tut mir leid Ihnen keine andere Auskunft geben zu können. Um den Trennungszeitpunkt zu verkürzen auf maximal ein Jahr, hätte die Möglichkeit bestanden, Ihrerseits früher einen Scheidungsantrag einzureichen.

Grundsätzlich rate ich Ihnen die Angelegenheit mit Ihrem Rechtsanwalt zu klären, da dieser Einsicht in die Unterlagen hat.

Abschließend möchte ich Sie noch auf Folgendes hinweisen: Bei der vorliegenden Antwort, welche ausschließlich auf Ihren Angaben basiert, handelt es sich lediglich um eine erste rechtliche Einschätzung des Sachverhaltes. Diese kann eine umfassende Begutachtung nicht ersetzen. Durch Hinzufügen oder Weglassen relevanter Informationen kann die rechtliche Beurteilung völlig anders ausfallen.

Ich hoffe Ihnen einen ersten Einblick in die Rechtslage verschafft haben zu können und verbleibe

mit freundlichen Grüßen


Astrid Hein
Rechtsanwältin




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