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Ehescheidung - Übertragung Miteigentumsanteil am Haus

23.08.2017 17:18 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Sylvia True-Bohle


Hallo,
ich befinde mich gerade mitten im Scheidungsverfahren. Meine Exfrau und ich sind je zur Hälfte eingetragene Eigentümer eines Zweifamilienhauses, welches zur Hälfte von uns und unseren beiden Kindern und zur anderen Hälfte von meinen Schwiegereltern bewohnt wird. Ich bin ausgezogen, meine Exfrau wohnt dort mit ihrem neuen Lebenspartner.

Meine Schwiegereltern haben vor 7 Jahren ihre damalige Immobilie verkauft und uns vom Erlös 160.000 EUR für den Kauf des Grundstücks etc. überwiesen. Einen schriftlichen Vertrag dazu gibt es nicht.

Seit meinem Auszug trägt meine Exfrau mit ihrem Lebenspartner die fälligen Kosten (Tilgung, Betriebskosten etc.) alleine. Ich bin nicht mehr daran beteiligt, stehe aber natürlich als Vertragspartner noch immer in den Darlehensverträgen. Die Schuldenbelastung entspricht ungefähr dem Wert des Hauses bzw. übersteigt ihn sogar.

Im Rahmen der Scheidungsauseinandersetzung habe ich heute Post von der Anwältin meiner Frau erhalten, in der mir vorgeschlagen wird, meinen Miteigentumsanteil auf meine Exfrau zu überschreiben und mich im Gegenzug im Innenverhältnis bis zum Ablauf der Zinsbindungsfrist (bei einem Darlehen ca. 4 Jahre, ein weiteres ca. 9 Jahre) von den auf dem Haus lastenden Verbindlichkeiten freizustellen. In diesem Fall könnte man einen wechselseitigen Zugewinnausgleichsverzicht erklären. Dies würde dann bei einem Notar beurkundet werden.

Sofern ich mich mit dieser Regelung nicht einverstanden erklären würde, wäre ein Zugewinnausgleichsverfahren anzustrengen. Außerdem würden dann meine Schwiegereltern die Rückgabe des hälftigen Schenkungsbetrages von mir verlangen, den ich natürlich nicht zurückzahlen könnte.

Mich interessiert nun Ihre Einschätzung zum Thema. Soll ich mich auf den "Deal" einlassen? Welche Folgen kann das für mich haben? Müssen die finanzierenden Banken dem zustimmen, auch wenn ich nur im Innenverhältnis freigestellt werden soll? Gibt es steuerliche Aspekte zu beachten?

Besten Dank vorab für Ihre Antwort.

Sehr geehrter Ratsuchender,

ob Sie sich auf den Deal einlassen sollen, kann seriös ohne Kenntnis der weiteren Umstände nicht beurteilt werden.

Grundsätzlich ist eine einvernehmliche Regelung immer vorzuziehen.

Wie Sie allerdings ausführen, würde der Wert der Immobilie derzeit die Schuldenbelastung nicht übersteigen. Das muss natürlich gesichert sein, um eine Übertragung und den Verzicht auf Zugewinnausgleichszahlungen auch nur annäherend zu rechtfertigen.

Eine genaue Prüfung aller Umstände ist unbedingt erforderlich, bevor eine solche Regelung getroffen werden kann.

Die alleinige Freistellung von Verbindlichkeiten im Innenverhältnis entbindet Sie nicht von der Verpflichtung den Banken gegenüber. Zahlt Ihre Nochfrau die Verbindlichkeiten nicht, können Sie in Anspruch genommen werden. Besser wäre es natürlich, Sie würden ganz aus der Haftung entlassen werden können.

Steuerechtlich werden Sie die dann endgültig angedachte Vereinbarung durch einen Steuerberater beurteilen und prüfen lassen müssen.


Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin

Sylvia True-Bohle

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