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Ehervertrag nachträglich - Ausschluss der künftigen Immobillien aus dem Zugewinn

| 07.01.2019 00:25 |
Preis: 51,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von


Ich bin ohne Ehevertrag verheiratet.

Wir sind einig, dass Immobilien vom Zugewinn ausgeschlossen werden sollen und zwar auch die, die noch in der Planung sind. Demnach soll Geld, welches jetzt angespart und später für ein Haus verwendet wird, schon jetzt aus dem Zugewinn ausgeschlossen werden. Die genaueren Zahlen und Daten sind momentan noch nicht fest.

Wie lässt es sich sinnvoll für den Fall gestalten, wenn die Trennung vor einem Immobilienerwerb erfolgt?

Muss die von dem Zugewinn ausgeschlossene Summe im Voraus geschätzt und im Vertrag festgehalten werden? Kann der Zugewinnausgleich nach einer Trennung auf ein paar Jahre gestundet werden bis ein Haus gekauft wird? Wie hoch sind die Gesamtkosten, so einen Vertrag abzuschliessen?

Im Todesfall soll jedoch der Zugewinn bei Erbe ganz normal berücksichtigt werden.

vielen Dank!
07.01.2019 | 05:32

Antwort

von


(209)
Saalestraße 20
63667 Nidda
Tel: 06043 801 59 60
Web: http://ra-krueckemeyer.de
E-Mail:
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Sehr geehrter Fragesteller,

Ich beantworte Ihre Frage auf Grundlage der von Ihnen gemachten Angaben. Bitte beachten Sie, dass schon geringe Abweichungen im Sachverhalt zu einer anderen rechtlichen Bewertung führen können.

Im Ehevertrag lässt sich nicht nur der gesamte Zugewinnausgleich ausschließen sondern es können auch einzelne Vermögenswerte ausgenommen werden. Eine einseitige Benachteiligung ist allerdings stets zu vermeiden.

Am Einfachsten wäre es in Ihrem Fall ein Konto zu benennen, dass bei der Ermittlung des Zugewinns nicht berücksichtigt werden soll. Sie sollten dann auch festlegen wer was auf dieses Konto einzahlt und bis zu welcher maximalen Höhe diese Regelung gelten soll. Auch der Ausschluss zukünftiger Vermögenswerte (Immobilien) ist möglich.

Die Werte müssen nicht vorab geschätzt werden.
Zur Klarstellung kann eine Klausel in den Vertrag aufgenommen werden, dass dieser nur für den Fall der Trennung und nicht für den Fall des Todes eines der Ehegatten gelten soll.

Die Kosten für einen Ehevertrag lassen sich nicht pauschal bestimmen. Wenn Sie sich notariell beraten lassen, ist des günstiger als wenn Sie zunächst einen Rechtsanwalt aufsuchen. Allerdings wird der Notar Sie neutral beraten, kann also nicht als Partei auftreten. Für die Kosten ist entscheidend das Einkommen, das Vermögen sowie die zu regelnden Vertragsgegenstände. Bei einem Wert von 80.000 € würden Kosten von etwa 550 € anfallen.

Ich hoffe, Ihnen einen ersten rechtlichen Überblick verschafft zu haben. Sollten Rückfragen bestehen, nutzen Sie bitte die kostenlose Nachfragefunktion.

Mit freundlichen Grüßen

Krueckemeyer
Rechtsanwalt


Nachfrage vom Fragesteller 07.01.2019 | 15:46

Vielen Dank für Ihre Antwort!

Ich habe noch ein Aspekt:
Ich habe zwei Pässe (DEU/RUS), meine Frau hat einen russischen Pass. Die Ehe wurde in Dänemark abgeschlossen. Momentan sind wir in DE ansässig. was sich im theoretischen Falle einer Trennung auch ändern kann.
Eine Immobilie gehört meiner Frau und befindet sich in Montenegro und soll aus dem Zugewinn ausgeschlossen werden. Das künftige Haus, welches von mir in Deutschland gekauft werden soll, soll ebenso aus dem Zugewinn ausgeschlossen werden.


Nun wo sollen wir unseren Ehevertrag abschließen? DE/RU/Montenegro? Soll er dann in anderen Staaten apostilliert werden? Welche Kraft wird er dann im Ausland haben? Wie wird ein Zugewinnausgleich für eine ausländische Immobilie vorgenommen?

Noch in einem Aspekt ist Ihre Antwort nicht eindeutig:
Sie schrieben: "Auch der Ausschluss zukünftiger Vermögenswerte (Immobilien) ist möglich." Meinen Sie damit, eine Immobilie, die nach dem Vertragsabschluss, aber vor der Trennung angeschafft wird? Was ist wenn der Kauf zu Zeit der Trennung noch nicht erfolgt ist? Lässt es sich eine Stundung des Zugewinnausgleiches vertraglich festlegen (>3 Jahre), damit das Geld, welches für das Hauskauf verwendet wird, nicht unter Zugewinnausgleich fällt?

vielen Dank im Voraus!

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 07.01.2019 | 16:00

Sehr geehrter Fragesteller,

Beim ersten Teil Ihrer Nachfrage handelt es sich nicht um eine Nachfrage sondern um einen komplett anderen Sachverhalt. Ich bitte, die Regeln des Forums zu beachten und diese Frage separat auszuloben.

Sie können im Ehevertrag Immobilien benennen die sich noch nicht in Ihrem Besitz befinden (also nach Vertragsschluss angeschafft wird).
Sie können eine Stundung des Zugewinns vereinbaren. Ich empfehle allerdings, dann auch einen realistischen Zinssatz zu vereinbaren. Anderenfalls kann dieses zinslose Darlehen als Schenkung angesehen werden und müsste entsprechend versteuert werden.

Bei weiteren Rückfragen können Sie mich via E-Mail kontaktieren.

Mit freundlichen Grüßen

Krueckemeyer
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 08.01.2019 | 16:23

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"Meiste Antworten waren ohne hin selbstverständlich. Die Kernfragen blieben ohne Antwort.
Die geleistete Arbeit en Masse ist zwar dem Einsatz angemessen, leider wenig hilfsreich."
Stellungnahme vom Anwalt:
Die Fragen wurden ausführlich beantwortet. Es wurde sogar zusätzlich zur kostenlosen Nachfrage die Möglichkeit eingeräumt bei Unklarheiten Kontakt via E-Mail aufzunehmen.

Offenbar war der Fragesteller der Ansicht sich mit der Nachfragefunktion eine weit über die ursprüngliche Frage hinausgehende Antwort erschleichen zu können und bewertet hier vor allem, dass dies nicht möglich ist.
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BEWERTUNG VOM FRAGESTELLER 08.01.2019
3,4/5,0

Meiste Antworten waren ohne hin selbstverständlich. Die Kernfragen blieben ohne Antwort.
Die geleistete Arbeit en Masse ist zwar dem Einsatz angemessen, leider wenig hilfsreich.


ANTWORT VON

(209)

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