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Eherecht- Absprachen über Kostenteilung / laufende Kosten

20.09.2011 12:41 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Mein Mann und ich verdienen etwa gleich viel. Mein Mann zahlt ca. 50 % seines Nettoeinkommens Unterhalt für seine minderj. Kinder aus 1. Ehe.
Bisher habe ich überwiegend alle Lebenshaltungskosten (Lebensmittel, Strom, Telefon, Kosten für mein Auto, Hausratvers., Miete zu 75 %); Anschaffungen, Ausflugs- und Urlaubskosten getragen. Mein Mann zahlt einige Vers. (Haftpflicht, Rechtsschutz) Jetzt bin ich pleite und möchte eine neue, gerechtere Kostenteilung. Mein Mann legt seine finanzielle Sit. nicht offen. Kann ich verlangen, dass mein Mann 50 % der laufenden Kosten trägt? oder muß ich Rücksicht auf seine Unterhaltspflichten nehmen?
Damit würde ich ja indirekt auch Unterhalt zahlen.

Sehr geehrte Damen und Herren,

ihre Anfrage beantworte ich gerne wie folgt:

Bezüglich ihres Mannes kann ich allgemein anmerken, dass er erstmal einen Selbstbehalt gegenüber seinen Kindern geltend machen kann. Das heisst, einen gewissen Teilbetrag seines Einkommens muss er nicht für den Unterhalt einsetzen, sondern dieser verbleibt ihm zur Deckung seiner eigenen Lebenshaltungskosten.
Nur insofern ihr Mann überhalb des Selbstbehaltes verdient, kommt es zu einer Unterhaltspflicht gegenüber den Kindern, die dann aber wiederrum vorrangig vor anderen Dingen, beispielsweise einer überdurchschnittlich hohe Miete oder kostenintensiven Hobbies ist.

Pauschal kann man sagen, dass ihr Mann das Recht hat seine Lebenshaltungskosten, im Rahmen einer einfachen und grundsätzlichen Existenzsicherung, vor seiner Unterhaltspflicht zu bezahlen.
Für weitergehende Dinge, wie Urlaub oder gehobenen Lebenstil verbleibt es aber dabei, dass die Kinder vorgehen.

Eine genaue Berechnung, isnbesondere auch die Frage wieviel und was im Einzelnen vorrangig vor der Unterhaltspflicht ist, bedarf es einer detaillierten anwaltlichen Überprüfung, für die ich Ihnen gerne zur Verfügung stehe.

Ich empfehle Ihnen nur in Absprache mit einem Anwalt etwaige Änderungen am Unterhalt vorzunehmen, da wie gesagt, ihre Frage im Detail nur nach einer eingehenden Prüfung beantwortet werden kann.

Die Frage ob Sie Rücksicht nehmen müssen oder nicht, entscheidet sich anhand der Unterhaltsberechnung ihres Mannes die zwingend durchgeführt werden sollte. Nur so lässt sich abklären, was ihr Mann tatsächlich bezahlen kann und muss.


Mit freundlichen Grüßen

Holger Hafer
(Rechtsanwalt)

Nachfrage vom Fragesteller 20.09.2011 | 14:46

Sehr geehrter Herr Hafer, meine Frage bezog sich nicht auf die Unterhaltspflicht meines Mannes gegenüber den Kindern. Der Unterhalt ist hier korrekt berechnet und festgesetzt worden, eine Änderung ist nicht vorgesehen, der Selbstbehalt beträgt eben 50 % seines Nettoeinkommens.
Meine Frage bezog sich darauf, inwieweit ich, als Ehefrau verpflichtet bin, alle Lebenshaltungskosten der 2. Ehe zu tragen? Meine Mann "läßt" mich gerne alles zahlen! Muß er sich nicht an den Lebenshaltungskosten -im Rahmen seiner Möglichkeiten/ Selbstbehalt- beteiligen? Kann ich hier nicht eine Kostenteilung verlangen? Es kann doch nicht sein, dass ihm der Selbstbehalt als "Taschengeld" zusteht und ich alles zahlen muß.

Nachfrage vom Fragesteller 20.09.2011 | 14:46

Sehr geehrter Herr Hafer, meine Frage bezog sich nicht auf die Unterhaltspflicht meines Mannes gegenüber den Kindern. Der Unterhalt ist hier korrekt berechnet und festgesetzt worden, eine Änderung ist nicht vorgesehen, der Selbstbehalt beträgt eben 50 % seines Nettoeinkommens.
Meine Frage bezog sich darauf, inwieweit ich, als Ehefrau verpflichtet bin, alle Lebenshaltungskosten der 2. Ehe zu tragen? Meine Mann "läßt" mich gerne alles zahlen! Muß er sich nicht an den Lebenshaltungskosten -im Rahmen seiner Möglichkeiten/ Selbstbehalt- beteiligen? Kann ich hier nicht eine Kostenteilung verlangen? Es kann doch nicht sein, dass ihm der Selbstbehalt als "Taschengeld" zusteht und ich alles zahlen muß.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 20.09.2011 | 15:03

Selbstverständlich muss ihr Mann grundsätzlich alles aus ihrem gemeinsamen Leben anteilig, das heisst bei gleicher Nutzung, hälftig mitzahlen.

Ihr Anspruch ist aber nur insoweit erfolgreich "erzwingbar" sofern ihr Mann überhaupt genug Geld hat.
D.h. in Höhe seines Selbstbehaltes können Sie sehr wohl eine Kostenteilung für Dinge der einfachen und grundsätzlichen Existenzsicherung verlangen.

Bezüglich allem was darüber hinaus geht, wird eine Kostenteilung daran scheitern, dass ihr Mann den Unterhalt vorrangig bedienen muss.

Ich empfehle ihnen ihren Mann aufzufordern, seine Einkommenssituation offenzulegen, um dann eine angemessene Aufteilung mit ihm zu vereinbaren.
Zu beidem ist ihr Mann ebenso verpflichtet.


MfG
Hafer
(Rechtsanwalt)

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