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Ehemann fehlt die Motivation zu arbeiten: was muss die Ehefrau dann finanzieren?


| 10.11.2017 12:32 |
Preis: 40,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Mein Mann ist selbstständig, arbeitet kaum und verdient so wenig, dass er nich mal seine eigenen Kosten zahlen kann. Wie viele Schulden er dadurch fortlaufend macht und angehäuft hat, ist mir erst vor Kurzem klargeworden. Er lebt über seine Verhältnisse.
Wir haben zu keiner Zeit vereinbart, dass er nicht oder kaum arbeitet.
Er sucht nach Jobs online, bewirbt sich aber nicht und war auch bisher nicht beim Arbeitsamt. Es gibt keinen gesundheitlichen oder sonstigen Grund (Kinder, Pflege o.ä.), warum es für ihn unzumutbar wäre, in Vollzeit zu arbeiten und sich einen anderen Job zu suchen.

Eigentlich muss ja der besser verdienende Partner den geringer verdienenden Partner unterstützen (Unterhalt, Taschengeld unter Eheleuten usw.). Aber was ist denn in meinem Fall, wo mein Mann einfach fast nichts tut?

Ich unterstütze ihn zwar finanziell hier und da (Miete, Kleidung, Arztkosten), aber so langsam fühle ich mich ausgebeutet, denn das erscheint mir keine "Phase" mehr zu sein, die sich einfach so wieder gibt. Darüber hinaus habe ich Schulden zu zahlen, die dadurch zustande kamen, dass er für viele Monate psychischen Druck auf mich ausgeübt hat, so dass ich selbst fast nicht arbeiten konnte. Finanziell geht es mir wieder viel besser, ich arbeite wieder in Vollzeit, und ich könnte nach und nach wieder Schulden abbauen und meine Finanzen "reparieren", aber stattdessen zahle ich jetzt für ihn mit.

Welche Pflichten habe ich in dieser Situation ihm gegenüber und was müsste er eigentlich tun? Und was kann ich tun, damit sich das bessert?
10.11.2017 | 14:01

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Tatsächlich müssen beide Ehegatten während der Ehe für die Kosten aufkommen, die anfallen. Dies bezeichnet man als Familienunterhalt, § 1360 BGB. Der Umfang der Unterhaltspflicht ergibt sich aus § 1360a BGB.
Die Ehepartner sind sich dabei gegenseitig zum Unterhalt verpflichtet, auch derjenige, der weniger verdient.
So kann auch jeder Ehepartner vom anderen verlangen, dass dieser seinen Beitrag leistet, eben auch durch Aufnahme einer entsprechenden Erwerbstätigkeit.
Dieser Anspruch ist sogar im Rahmen einer Klage gegen den Ehepartner durchsetzbar. Allerdings wird die gerichtliche Geltendmachung dem zwischenmenschlichen Klima zwischen den Eheleuten sicherlich nicht zuträglich sein, so dass eine außergerichtliche Lösung bevorzugt werden sollte.

Sprechen Sie Ihren Mann an und weisen Sie Ihn auf die Pflicht zum Beitrag zum Familienunterhalt hin. Teilen Sie ihm mit, dass Sie nicht mit seinem Verhalten einverstanden sind.
Weiteres wird außergerichtlich kaum möglich sein.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwältin Wibke Türk

Nachfrage vom Fragesteller 10.11.2017 | 14:33

Vielen Dank für Ihre Antwort. Das hilft mir weiter.
Angenommen er ändert sich nicht sofort: Ist es ok, wenn ich ihn zwar bei den notwendigsten Dingen (KV, Miete, Essen etc.) unterstütze, aber Dinge wie "Eheleute-Taschengeld" o.ä. nicht zahle?
Ich möchte nichts tun, womit ich am Ende irgendeine Pflicht verletze, aber ich will auch nicht, dass er sich weiterhin zurücklehnt und dankt, das ginge immer so weiter.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 10.11.2017 | 14:35

Sehr geehrte Fragestellerin,

weisen Sie ihn auf die Konsequenzen seines Handelns hin und zahlen Sie dann die nötigsten Sachen. Taschengeld, o.ä. würde ich dann zurückhalten.

Mit freundlichen Grüßen

Bewertung des Fragestellers 10.11.2017 | 15:55


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BEWERTUNG VOM FRAGESTELLER 10.11.2017
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