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Ehekrise Kinder

03.10.2013 18:27 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Tobias Rösemeier


Sehr geehrte Damen und Herren,

meine Ehekrise mit einer Thailänderin eskaliert.
Ich habe nun Sorge, dass sie unsere beiden Kinder, die sowohl die deutsche wie auch die thailändische Staatsbürgerschaft haben, aus dem gemeinsamen Haushalt gegen meinen Willen wegführt. Unser Sohn ist seit letzten Monat schulpflichtig.

Kann sie so einfach die Kinder mitnehmen? Könnte sie unsere Kinder einfach mit ins Ausland nehmen? Wie könnte ich das verhindern? Die thailändischen Kinder-Reisepässe habe ich in meiner Obhut.

Des weiteren: Würde sie jetzt einfach weggehen, was müsste ich ihr dann zahlen? Wir haben eine Standard-Ehe nach deutschem Recht. Das ist dann wohl Gütergemeinschaft.

Meine Frau hat in den sieben Jahren Ehe nur schwarz gearbeitet. Die Kinder sind 2 und 5 Jahre alt.

Wie sind die Chancen, das Sorgerecht und Aufenthaltsbestimmungsrecht für beide Kinder zu bekommen? Meine Frau behandelt insbesondere unseren Sohn sehr schlecht. Sie hat ihm schon seit Monaten angedroht, wegzugehen und ihn ganz alleine zu lassen. Bei einem Aufenthalt in Thailand hat sie das auch in die Tat umgesetzt. Unser Sohn wurde daraufhin sehr krank. Er ist psychisch angeschlagen. Sie hat ihn und unsere Tochter dort verlassen, um ihren Liebhaber in Bangkok zu treffen.

Vielen Dank
Ein Ratsuchender

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich gerne unter Berücksichtigung Ihrer Schilderung wie folgt beantworte. Dieses Forum dient dazu, Ihnen eine erste rechtliche Orientierung zu verschaffen, kann und soll keinesfalls die Beratung bei einem Kollegen vor Ort ersetzen.

Zunächst gehe ich davon aus, dass Sie und Ihre Frau das gemeinsame Sorgerecht innehaben. Gegen Ihre Willen darf Ihre Frau daher die Kinder nicht ins Ausland verbringen. Sie würde ohnehin nicht ohne weiteres ohne eine ausdrückliche schriftliche Zustimmung von Ihnen mit den Kindern ausreisen dürfen. Insofern ist zudem vorteilhaft, dass sich die Pässe in Ihrem Besitz befinden.

Sie haben zudem die Möglichkeit, einen gerichtlichen Antrag auf Übertragung des Aufenthaltsbestimmungsrechts auf sich allein beim Familiengericht zu stellen. Die von Ihnen geschilderten Umstände bieten vorliegend hinreichende Erfolgsaussicht. Abzuraten ist, einen Sorgerechtsantrag zu stellen, denn hier wäre eine akute Kindeswohlgefährdung Voraussetzung, die so derzeit nicht gegeben ist.

Richtig ist, dass sich im Fall der Trennung die Unterhaltsansprüche nach deutschen Recht richten. Für den Kindesunterhalt gilt die Düsseldorfer Tabelle. Der Ehegattenunterhaltsanspruch bemisst sich nach dem sogenannten Halbteilungsgrundsatz, da Ihre Frau kein Einkommen hat.

Ohne Kenntnis der konkreten Einkommensverhältnisse kann vorliegend leider keine Unterhaltsberechnung vorgenommen werden.

Grundlage der Berechnung wäre Ihr Einkommen, welches jedoch zunächst um berufsbedingte Aufwendungen, den vorrangigen Unterhalt für die gemeinsamen Kinder, ehebedingte Verbindlichkeiten und den Erwerbstätigenbonus zu bereinigen ist. Der Ihnen zustehende Selbstbehalt beträgt 1.100 Euro. Das ist der Betrag, der Ihnen in jedem Fall verbleiben muss.

Es ist in jedem Fall anzuraten, dass Sie vor Ort fachanwaltliche Hilfe in Anspruch nehmen.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen
Tobias Rösemeier, Rechtsanwalt

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