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Ehegattenunterhalt vor Unterhalt an nicht privegierte Kinder aus erster Ehe?

| 21.07.2018 15:58 |
Preis: 50,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von


14:20
Im Unterhaltsrecht steht die Ehefrau (Rang 3) vor den über 18 jährigen Kindern.
die Einkünfte des Mannes sind 2400 Euro netto. Das Einkommen der jetzigen Ehefrau 1350 netto.

Die gemeinsame Miete beträgt falls relevant 790,00 Euro warm.
Fahrtkosten zur Arbeit 60 Kilometer

Die Ex-Frau ist mit 43 Jahren (geschieden seit 2011) seit zwei Jahren in Frührente und nicht leistungsfähig.

Kind 1 23 Jahre studiert (bereits im 3. Versuch, zweimal abgebrochen bereits)
Kind 2 21 Jahre Erstausbildung beendet macht aber nach den Ferien das Abi nach
Kind 3 20 Jahre in Ausbildung Vergütung Netto 551,00
Kind 4 18 Jahre noch ein Jahr in schulischer Ausbildung (keine allgemeinbildende Schule

Wie berechnet sich nun der Unterhalt? Wird das Familieneinkommen der neuen Ehe addiert und durch 2 geteilt vorab? Oder bekommt die aktuelle Ehefrau 3/7 der Differenz ?
21.07.2018 | 16:41

Antwort

von


(133)
Saalestraße 20
63667 Nidda
Tel: 06043 801 59 60
Web: http://ra-krueckemeyer.de
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Sehr geehrter Fragesteller,

Ich beantworte Ihre Frage auf Grundlage der von Ihnen gemachten Angaben. Bitte beachten Sie dass schon geringe Abweichungen im Sachverhalt zu einer anderen rechtlichen Bewertung führen können.

Zunächst ist festzustellen, dass der Status "nicht privilegierte" Kinder nicht am Alter festgestellt wird. Kind 3 und 4 sind als privilegierte Kinder im Rang vor der jetzigen Ehefrau zu berücksichtigen.

Zunächst ist das Nettoeinkommen des Mannes zu bereinigen. Mangels Angaben gehe ich nur von berufsbedingten Aufwendungen in Höhe von 5% des Nettoeinkommens aus. Damit ist die Berechnungsgrundlage für den Kindesunterhalt der vorrangig berechtigten Kinder ein Vereinigtes Nettoeinkommen von 2280€.
Kind 3 und Kind 4 haben demnach jeweils einen Anspruch in Höhe von 456 €. Kind 3 kann seinen Unterhaltsbedarf aber aus eigenen Mitteln decken, sodass hier kein weiterer Anspruch besteht.
Es verbleiben somit 1824€ vom Einkommen des Mannes.
Die Ehefrau hat ein Einkommen in Höhe von 1350€, abzüglich berufsbedingter Aufwendungen 68€. Es verbleiben somit 1282€.
Die Ehefrau hat einen Anspruch auf Zahlung von 3/7*(1824€-1282€)=232€.
Der Ehemann hat somit noch ein Resteinkommen von 1592€. Gegenüber Kind 1 und Kind 2 gilt ein Selbstbehalt von 1300€. Das bedeutet diese werden sich die verbleibenden 292€ teilen müssen.

Ich hoffe Ihre Frage umfassend beantwortet zu haben. Sollte dies nicht der Fall sein nutzen Sie bitte die kostenlose Nachfragefunktion.

Mit freundlichen Grüßen

Krueckemeyer
Rechtsanwalt


Nachfrage vom Fragesteller 22.07.2018 | 14:11

Die berufsbedingten Aufwendungen sind nur die 59 Kilometer einfache Strecke zur Arbeit, hinzu kommen noch 4 % pauschale Vorsorgeaufwendungen, sofern diese berücksichtigt werden können.

wichtig ist mir nur, dass die jetzige Ehefrau Berücksichtigung findet. Leider ist das in den Richtlinien nicht genau nachzulesen.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 22.07.2018 | 14:20

Sehr geehrter Fragesteller,

die berufsbedingten Aufwendungen sind mit 5 % Pauschal zu bewerten (max. 150 €).
Die neue Rechnung mit Berücksichtigung von 4 % privater Altersvorsorge (die müssen aber tatsächlich vorliegen als Riester-Vertrag oder sonstige Rentenversicherung):
2.184 € bereinigtes Nettoeinkommen. (Es bleibt daher bei dem gleichen Unterhaltsanspruch für die Kinder 3 und 4).
Zugrunde zulegendes Einkommen für die Berechnung des Anspruchs des Ehegatten: 1.728 €
3/7*(1.728€-1282€)=192€
Es verbleibt somit für die Kinder 1 und 2 eine Restsumme von 236 €.


Ich hoffe, damit Ihre Nachfrage beantwortet zu haben. Bei weiteren Nachfragen können Sie mich gerne via Email kontaktieren. Über eine positive Bewertung würde ich mich freuen.

Mit freundlichen Grüßen

Krueckemeyer
Rechtsanwalt



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Bewertung des Fragestellers 22.07.2018 | 16:05

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