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Ehegattenunterhalt nach neueRechtssprechung


10.01.2007 15:08 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Sabine Reeder



Sehr geehrte Rechtsanwältin, Sehr geehrter Rechtsanwalt

Wir lange muß nach neuer Rechtssprechung überhaubt Ehegattenunterhalt gezahlt werden? Gibt es eine zeitliche Begrenzung trotz Kinder? Was passiert danach.Muß die Exfrau dann Sozialhilfe beantragen oder Arbeitslosengeld, wenn sie keine Arbeit findet?

Vielen Dank

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Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Frage, die ich wie folgt beantworten möchte:

Mit der Unterhaltsreform, die dieses Jahr in kraft treten wird, wird der Grundsatz der Eigenverantwortung ausdrücklich im Gesetz verankert. Bei der Frage, ab welchem Alter der Kinder der betreuende Ehegatte wieder eine Erwerbstätigkeit aufnehmen muss, spielen die tatsächlich bestehenden Kinderbetreuungsmöglichkeiten vor Ort eine größere Rolle als bisher.


Nach bisher gefestigter Rechtsprechung kann dem Ehegatten, der ein Kind betreut, unabhängig von den konkreten Kinderbetreuungsmöglichkeiten vor Ort, eine Erwerbstätigkeit nicht zugemutet werden, bis das Kind etwa acht Jahre alt ist. Ist das Kind zwischen acht und elf Jahre alt, kommt es auf den konkreten Einzelfall an, ob eine Teilzeittätigkeit aufgenommen werden muss. Bei einem elf- bis ca. fünfzehnjährigen Kind ist nach der Rechtsprechung in der Regel eine Teilzeittätigkeit - wenn auch nicht unbedingt eine Halbtagsstelle - zumutbar. Erst wenn das Kind ca. 16 Jahre alt ist, muss der kinderbetreuende Ehegatte eine Vollzeitbeschäftigung aufnehmen.


Zukünftig wird es so sein, dass im Falle des Vorhandenseins einer Übermittagbetreuung in der Schule von dem kinderbetreuenden Elternteil durchaus früher als heute die Wiederaufnahme einer Erwerbstätigkeit erwartet werden kann. Es wird aber immer auf den Einzelfall ankommen, also darauf, ob das Kind einfach oder schwierig ist, ob es ständige Hilfe bei den Schularbeiten braucht oder sie eigenständig erledigen kann, ob der Hort nach der Schule problemlos zu erreichen ist u.s.w.


Wenn kein Unterhaltstatbestand (z.Bsp.Kindesbetreuung) mehr gegeben ist, wird die Ehefrau staatliche Hilfe in Anspruch nehmen müssen.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen weiterhelfen und verbleibe
mit freundlichen Grüßen

Sabine Reeder
Rechtsanwältin

Meine Antwort umfasst nur die Informationen, die mir zur Verfügung gestellt wurden. Für eine verbindliche Bewertung ist eine umfassende Sachverhaltsermittlung vonnöten, die im Rahmen einer Online-Beratung nicht möglich ist.
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