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Ehegattenunterhalt bei eheähnlichem Verhältnis


01.08.2007 15:48 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Thomas Bohle



Hallo!
Ich lebe seit 2000 von meinem Ehemann getrennt, seit 2002 sind wir geschieden. Wir haben einen Anwalt genommen.Um unserer jetzt 11jährigen Tochter Streitigkeiten wegen materieller Dinge zu ersparen habe ich meinem Ex-Mann damals meinen Anteil am Haus überlassen(ohne Gegenwert) und unterhaltsmässig nur soviel verlangt, dass ich mit meiner Tochter gut zurecht komme. Mein Ex-Mann hat ein Nettogehalt von ca 3600 Euro, ich ca 1000 Euro. Er zahlt für meine Tochter 350 Euro (Kindergeld bekomme ich), für mich ebenfalls 350 Euro. Seit ca 2 Jahren führe ich jetzt eine neue Beziehung. Wir wohnen ca 60 km entfernt und sehen uns bis jetzt ca 3-4mal die Woche. Haben auch schon 2 Urlaube zusammen verbracht, die ich aber selbst bezahlte. In den nächsten Monaten möchten wir jetzt zusammenziehen. Mein neuer Partner hat sein Haus verkauft und in meinem Wohnort ein neues Haus gekauft. Meinem Ex-Mann habe ich jetzt angeboten dann den Unterhalt für mich für ein Jahr auf 200 Euro zu reduzieren, dannach kann er ihn ganz streichen. Er meint allerdings, dass er jetzt nichts mehr für mich zahlen muss, da ich dann eine eheähnliche Gemeinschaft führe. Mein neuer Partner verdient aber nur ca 1500 Euro, zahlt 600 Euro fürs Haus und hat dann auch noch ca 200 Euro Benzinkosten zur Arbeit.
Hat mein Ex-Mann recht und darf jetzt meinen Unterhalt ganz streichen?

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Sehr geehrte Ratsuchende,

vorab muss ich darauf hinweisen, dass hier eine genaue Berechnung unerläßlich ist. Dieses gilt insbesondere aufgrund der Tatsache, dass der Ex-Mann über ein nicht unerhebliches Einkommen verfügt.

Grundsätzlich ist Ihre Forderung nach 200,00 EUR nicht unangemessen und errechnet sich auch nach Ihren Angaben.

Sie müssten sich für die sogenannten Haushaltsführungsleistungen einen Betrag in Höhe von ca. 200,00 EUR anrechnen lassen. Dabei handelt es sich um die unterste Grenze für Haushaltsleistungen eines Nichterwerbstätigen. Ich habe zunächst diesen Betrag zu Grunde gelegt. Unter Umständen wäre der Betrag auch noch geringer.

Aber selbst mit diesem Betrag rechtfertigt sich der von Ihnen genannte Betrag und der Vorschlag, diesen Betrag auf ein Jahr zu begrenzen zeigt eine hohe Vergleichsbereitschaft.

Vorbehaltlich einer genaueren Prüfung kann Ihr Anspruch auch noch höher sein.

Nach Ablauf des Jahres sollten Sie aber daran denken, eine Neuberechnung des Kindesunterhaltes vorzunehmen.

Zum einen erhöht sich die Alterstufe, wenn die Tochter 12 Jahre wird und zum anderen wird eine Höherstufung in der Düsseldorfer Tabelle vorzunehmen sein, die grundsätzlich von drei Unterhaltsberechtigten ausgeht.

Ihr Ex-Mann ist jetzt bereits zur zwei Personen zum Unterhalt verpflichet. Entfällt auch noch die Unterhaltszahlung für Sie, wird an eine Höherstufung um mindest eine Stufe, wenn nicht sogar um zwei Stufen gedacht werden müssen.

Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwalt
Thomas Bohle

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