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Ehegattenunterhalt Mangefallberechnung


06.07.2005 09:28 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von



frage, bin seit eineinhalb Jahrn von meiner Frau geschieden. Ich lebe mit meiner Freundin in meinem Haus. Meine Frau hat eine Abfindung für das Haus bekommen, ca. 50000 Euro. Ich habe jetzt Schulden von 100000 Euro. Bekomme als Lohn ca. 1500 Euro ausgezahl. Davon bezahle ich für meine beiden Kinder (11 Jahre) 500 Euro und für meine Frau 200Euro. Für das Haus bezahle ich 650 Euro. Meine Frau wohnt mit ihrem Lebensgefährten zusammen. Sie geht einer geringfügigem Beschäftigung nach. Wenn ich meine Freundin nicht hätte die auch Unterhalt von ihrem geschiedenem bekommt und eine Halbtagsstelle hat, könnte ich nicht überleben, es bleibt mir nichts. Kann ich den Unterhalt für meine Frau streichen da sie ja nicht alleine wohnt sondern von Anfang an mit ihrem Freund zusammen wohnt.
06.07.2005 | 11:20

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller, sehr geehrte Fragestellerin,

zunächst bedanke ich mich für Ihre Anfrage, die ich auf Grundlage der mir mitgeteilten Informationen beantworten möchte.

Bei einem Einkommen von 1500,-- abzüglich berufsbedingter Mehraufwendungen (75,--) bleiben 1425 ,-- zunächst übrig. Dann muss eine Mangelfallberechnung angestellt werden. Daraus ergibt sich der Unterhaltsanpruch wie folgt:

Existenzminimum Frau: 770
Existenminimum Kind1: 334
Existenzminimum Kind2:334

Ihr Selbstbehalt: 890,--

Verteilungsmasse: 535,--, Quote pro Anspruchsteller darauf ca. 0,372

Daraus resultiert nach den jeweiligen Anteilen an der errechneten Quote: K1 und Kind 2: 113,-- jeweils

Frau: 268,--


Dies ist also schon weniger als bisher gezahlt, wobei die bisherige Verteilung zugunsten der Kinder sicherlich positiv ist.

Anmerkungen: Generell muss ihre geschiedene Frau natürlich den Stamm des Vermögens nutzen. Allerdings gilt dies nicht, wenn dies nicht der Billigkeit entspräche. Den 50.000 € Ihrer Frau steht ein entsprechender Wert des Hauses gegenüber, der sich in ihrem Vermögen befindet. Von daher entspräche es nur der Billigkeit, wenn insoweit eine Zinsanteil abgezogen würde. Ansonsten wären Sie einseitig vom Zugewinnausgleich bevorteilt.

Die von Ihnen aufgenommenen Schulden werden, wenn sie bereits während der Ehe oder zum Zwecke des Zugewinnausgleichs aufgenommen wurden, berücksichtigt. Dies gilt sowohl für die Zinsen als auch für die Tilgung.

Wenn sowohl sie als auch ihre Ehefrau mit neuen Partnern zusammen leben, müssen sich beide Seiten einen Bonus für ersparte Aufwendungen, gegebenenfalls die Haushaltsführung, anrechnen lassen.

Dies alles ist im Rahmen der summarischen Prüfung nicht ermittelbar, sie sollten insoweit zu einem Kollegen Ihres Vertrauens gehen und dann insoweit konkretere Errechnungen anstellen lassen. Ich gehe aber davon aus, dass diese Berechnung daher noch nicht das letzte Wort ist! Das Kindergeld wird bei Mangelfällen übrigens nicht mehr angerechnet nach den jüngsten Veränderungen der Düsseldorfer Tabelle!

Ich hoffe, Ihnen weiter geholfen zu haben und verbleibe

mit freundlichen Grüßen

Hans-Christoph Hellmann
-Rechtsanwalt-
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Rechtsanwalt Hans-Christoph Hellmann

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