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Ehegattenunterhalt Leistungsfähigkeit des Verpflichteten


11.10.2007 18:40 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Andreas M. Boukai



Guten Tag,

es geht um folgendes: Die Exfrau meines Lebensgefährten hat seit letzten Jahres (januar) eine Arbeit in Vollzeit in dieser Zeit konnten ihre zwei kinder 9 und 11 bei ihren grosseltern nach der schule unterkommen...

Jetzt möchte seine Ex frau sich von den stunden reduzieren lassen und damit die differenz mit unterhalt meines lebensgefährten ausgleichen...

Sie hat gesagt, wenn sie keinen unterhalt bekommt, kündigt sie ihre stellung...
ist das richtig, geht das überhaupt?? ich meine, wir haben uns mitlerweile einen gewissen standard aufgebaut und wenn sie jetzt kommt und geld haben will, muss ich z.B mein Pferd verkaufen und wir müssen in eine günstigere Wohnung ziehen... Aber das geht alles nicht so schnell....

kann sie dann trotzdem zum 1.12.07 Unterhalt in anspruch nehemen?

Bitte um schnelle Antwort..
Gruss

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Sehr geehrte(r) Fragensteller(in),
aufgrund des von Ihnen geschilderten Sachverhaltes beantworte ich Ihre Frage wie folgt.

Grundsätzlich sind Erwachsene angehalten ihren Lebensunterhalt selbst zu erwirtschaften. Ausnahmsweise gibt es jedoch Unterhaltstatbestände, die von der Obliegenheit befreien. Aufgrund des von Ihnen angegebenen Sachverhaltes macht die Mutter dann wohl Unterhalt für die Erziehung der gemeinsamen Kinder geltend. Dies ist bei dem von Ihnen angegebenen Alter möglich. In der Regel gesteht man einer Mutter von Kindern bis etwa 13 Jahren zu, dass diese sich ganztags um die Kinder kümmern kann. Sie müsste sich nicht darauf verweisen lassen, dass Dritte sich um die Kinder kümmern können. Ab einem gewissen Alter bzw. einer entsprechenden Reife des Kindes (ca. 13 Jahre) geht man davon aus, dass die Kindesmutter einer Teilzeitbeschäftigung nachgehen kann.
Die Differenz zu dem bisherigen Lebensstandard der Ehe wie auch der durch die Erziehung bedingte Ausfall des Verdienstes werden u.a. als Maß für den zu gewährenden Unterhalt herangezogen. Dies allerdings nur im Rahmen der Leistungsfähigkeit des Unterhaltsverpflichteten. Die hier zu treffenden Berechnungen sind umfangreich und bedürfen einer Vielzahl von Angaben des Berechtigten aber auch des Verpflichteten. Eine ordentliche Berechnung kann nicht im Rahmen einer Erstberatung im Internet erfolgen.
Alleine die Tatsache, dass gemeinsame minderjährige Kinder vorhanden sind, verpflichtet dann auch für deren ordnungsgemäße Erziehung und Unterhalt aufzukommen. Grundsätzlich sind beide Elternteile gleichermaßen heranzuziehen. Der Elternteil, bei dem die Kinder wohnen und aufwachsen bringt seinen Anteil zulässigerweise in Naturalien, der andere Teil muss entsprechend finanziell ausgleichen.

Grundsätzlich ist alleine das Einkommen des Unterhaltsverpflichteten für die Leistungsfähigkeit maßgebend. Das einer etwaigen Partnerin bleibt unberücksichtigt. Ausgenommen sind jedoch Ersparnisse, die durch die Partnerschaft dem Unterhaltsverpflichteten angerechnet werden.

Neben dem Ehegattenunterhalt haben natürlich die Kinder selbst auch noch Anspruch auf Unterhalt.

Ich hoffe Ihre Fragen zufrieden stellend beantwortet zu haben.
Bei Unklarheiten nutzen Sie bitte die kostenfreie Nachfragefunktion.
Bitte beachten Sie, dass die Antwort auf Ihren Angaben beruht und sich die rechtliche Beurteilung des Sachverhaltes nur bei Kenntnis aller Details der Sache vollumfänglich und sicher treffen lässt.
Mit freundlichen Grüßen
Andreas M. Boukai
- Rechtsanwalt -

Nachfrage vom Fragesteller 11.10.2007 | 20:11

Erst mal vielen Dank für die schnelle Antwort. Also der Vater zahlt für die kinder und kümmert sich auch darum...
Das geht also alles seinen vernünftigen Weg.

Vor allem geht es darum wie schnell sie ihre Ansprüche geltend machen kann, denn wie gesagt es sind einige sachen an unserem leben die dann wieder geändert werden müssen. Und dieses braucht seine Zeit, z.B. Drei Monatige Kündigungsfrist für unsere Wohnung, die wir uns dann einfach nicht mehr leisten können.

Gruss

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 12.10.2007 | 13:49

Sehr geehrte(r) Fragesteller(in),

mit dem Eintritt der Unterhaltsverpflichtung kann der Anspruch erhoben werden. Dies ist im konkreten Fall wie beschrieben das Zusammentreffen von Unterhaltsverpflichtung, Bedürftigkeit und Leistungsfähigkeit. Der Anspruch kann auch gegebenenfalls gerichtlich geltend gemacht werden.

Der Kindsvater sollte sich mit der Kindsmutter zusammen setzen und die Angelegenheit zur Zufreidenheit aller regeln. Sofern hier nur auf die Rechte und Pflichten gepocht wird, ist es dann kaum mehr möglich eine für alle Seiten annehmbare Lösung (Kompromiss) zu treffen.

MfG

Andreas M. Boukai
Rechtsanwalt

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