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Ehegattennachzuges (Nachzuges des elternteils zu deutschem Kind)


| 05.12.2017 09:43 |
Preis: 53,00 € |

Ausländerrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Ich bin Deutscher, geb. 1968, komme ursprünglich aus Stuttgart. Lebe und arbeite seit 2001,erst in Singapur und seit 2007 in Vietnam. 2008 habe ich meine Frau, Vietnamesin, in Vietnam geheiratet. Wir haben wir zwei Kinder (geb. 2010/2011). Beide Kinder haben die Deutsche Staatsageöhrigkeit sowie Deutsche Geburtsurkunden. Unser Plan ist es in 2 Jahren nach Deutschland, Stuttgart, umzusiedeln. Wir wollen das die ganze Familie zusammen auf einmal nach Deutschland zieht. Dies soll in den Sommerferien stattfinden, so das die Kinder in das neue Schuhljahr gehen können. 6 Monate vor unserem Umzug möchte ich meinen Job in Vietnam aufgeben und auch das erste Jahr in Deutschland keine Arbeit annehmen so das ich den Kindern und meiner Frau die Integration untersützen kann da diese erstmal richtig Deutsch lernen sollen. Finanziell ist das kein Problem so das wir nicht auf Solzialhielfe angewiesen sind.
Meine Fragen:
1. Is es möglich das wir alle zusammen nach Deutschland ziehen ohne vorher eine permanente Adresse in Stuttgart zu haben? (Wir werden vorübergehend bei Freunden/Eltern in Stuttgart wohnen bis wir eine Wohnung für uns gefunden haben).

2. Wäre das richtige Visum ein Antrag auf Familiennachzug: „Nachzuges des Elternteils zum Deutschen Kind" oder „Ehegattennachzuges"?

3. Wie kann ein Anwalt da unterstützend helfen?

Vielen Dank,
05.12.2017 | 10:28

Antwort

von


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Salvador-Allende-Platz 11
07747 Jena
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Web: www.ra-stadnik.de
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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

1. Is es möglich das wir alle zusammen nach Deutschland ziehen ohne vorher eine permanente Adresse in Stuttgart zu haben? (Wir werden vorübergehend bei Freunden/Eltern in Stuttgart wohnen bis wir eine Wohnung für uns gefunden haben).
Dies wäre möglich. Sie müssen der Deutschen Botschaft in Hanoi alleridngs die vorläufige Anschrift in der Bundesrepublik mitteilen. Es könnte sein, dass die Botschaft ebenfalls eine Bestätigung Ihrer Freunde/Eltern verlangen wird, dass diese damit einverstanden sind. Da Sie und Ihre Kinder die deutsche Staatsangehörigkeit haben wird die Mitteilung sich nur auf Ihre Ehefrau beschränken.

2. Wäre das richtige Visum ein Antrag auf Familiennachzug: „Nachzuges des Elternteils zum Deutschen Kind" oder „Ehegattennachzuges"?
Ich möchte Ihnen in diesem Zusammenhang die Vor- und Nachteile darlegen. Grds. können Sie beide Anträge stellen, den einen quasi hilfsweise.
Vorteile des Nachzuges des Elternteils zum deutschen Kind sind die, dass dies einkommensunabhängig geschieht und für den Fall einer Scheidung vom Elternteil des Kindes der Aufenthaltstitel ohne Änderungen fortbestehen bleibt. Allerdings muss der Botschaft das gemeinsame Sorgerecht nachgewiesen werden. Dies dürfte Ihnen zwar nicht schwer fallen, ein gewisser bürokratischer Aufwand ist trotzdem damit verbunden.
Beim Ehegattennachzug zu einem Deutschen geschieht der Nachzug grds. auch einkommensunabhängig. Sie müssen dann nur die Übersetzung der Heiratsurkunde mit Apostille vorlegen. Für den Fall einer Scheidung muss aber der Aufenthaltstitel umgewandelt werden.

In beiden Fällen muss ein ausreichender Krankenversicherungsschutz nachgewiesen werden.

Betrachten Sie meine Hinweise im Hinblick auf die Scheidung bitte lediglich als Ausfluss einer erschöpfenden Rechtsberatung.

3. Wie kann ein Anwalt da unterstützend helfen?
Ein Anwalt könnte lediglich dann unterstützend helfen, wenn die Botschaft Probleme machen sollte. Ich kann bei Ihnen solche nicht erkennen. Sollte es dazu kommen stehe ich Ihnen natürlich gerne zur Verfügung.

Beachten Sie, dass die Bearbeitungszeit des Antrags grds. 12 Wochen dauert. Sodann bekommt Ihre Ehefrau ein nationales Visum für Deutschland. Nach der Einreise muss das nationale Visum in einen Aufenthaltstitel umgewandelt werden. Hierzu haben Sie drei Monate Zeit.

Bei der Einreise müssten Sie auch im Haus Ihrer Freunde/Eltern zunächst den Hauptwohnsitz anmelden.

Abschließend möchte ich Sie darauf hinweisen, dass es sich bei dieser Antwort, basierend auf Ihren Angaben, lediglich um eine erste rechtliche Einschätzung des Sachverhaltes handelt. Diese kann eine umfassende Begutachtung nicht ersetzen. Durch Hinzufügen oder Weglassen relevanter Informationen kann die rechtliche Beurteilung völlig anders ausfallen.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Evgen Stadnik

Nachfrage vom Fragesteller 05.12.2017 | 10:56

Sehr geehrter Herr Rechtsanwalt Evgen Stadnik,

Vielen Dank für Ihre Antwort.

Was meinen sie genau mit:

1. "Grundsätzlich kann ich beide Anträge stellen, den einen quasi hilfsweise"?
2. "Allerdings muss der Botschaft das gemeinsame Sorgerecht nachgewiesen werden"?. Meine Frau ist die Mutter beider Kinder und beide Kinder haben die Deutsche und Vietnamesische Staatsangehörigkeit. Beide Kinder haben Deutsche und Vietnamesische Geburtsurkunden.

Vielen Dank,

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 05.12.2017 | 11:09

Werter Fragesteller,

danke für die Nachfrage.

1. "Grundsätzlich kann ich beide Anträge stellen, den einen quasi hilfsweise"?
In jedem Antrag steht unten ein Bemerkungsfeld. In diesen können Sie eintragen, dass abgesehen von beispielsweise dem nationalen Visum auf der Grundlage des § 28 Abs. 1 Nr. 1 AufenthG, hilfsweise ein nationales Visum auf der Grundlage des § 28 Abs. 1 Nr. 3 AufenthG begehrt wird. Sollte der erste Antrag aus unersichtlichen Gründen, die ich hier nicht sehe, scheitern, wird die Bearbeitung des hilfsweise gestellten Antrags vorgenommen. Ich empfehle Ihnen den § 28 Abs. 1 Nr. 3 AufenthG vorzuziehen. Also den zum Nachzug des Elternteils zum deutschen Kind. Nach drei Jahren im Bundesgebiet und stabilen fianziellen Verhältnissen kann Ihre Ehefrau sodann eine Niederlassungserlaubnis erlangen.

2. "Allerdings muss der Botschaft das gemeinsame Sorgerecht nachgewiesen werden"?. Meine Frau ist die Mutter beider Kinder und beide Kinder haben die Deutsche und Vietnamesische Staatsangehörigkeit. Beide Kinder haben Deutsche und Vietnamesische Geburtsurkunden.
Die Elterneigenschaft empliziert nicht die Ausübung des Sorgerechts. Das Sorgerecht könnte beispielsweise durch einen gerichtlichen Beschluss entzogen worden sein. Daher ist es erforderlich das gemeinsame Sorgerecht für die beiden Kinder nachzuweisen. Da ich mich mit vietnamesischen Behördenaufbau nicht auskenne, dürfte eine solche Bescheinigung bei einem Pendant zum deutschen Jugendamt zu beschaffen sein. Diese ist ebenfalls mit Apostille und in beglaubigter Übersetzung der Botschaft vorzulegen.

Ich hoffe Ihre Fragen abschließend beantwortet zu haben und verbleibe
mit freundlichen Grüßen
RA Stadnik

Bewertung des Fragestellers 06.12.2017 | 04:27


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