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Ehegattennachzug auf Indien mit Hindernissen

08.08.2019 23:26 |
Preis: 25,00 € |

Ausländerrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Malek Shaladi


Zusammenfassung: Im. Falle einer Ablehnung des Visums kann entweder Reminstration eingelegt werden oder direkt Klage beim VG Berlin erhoben werden. Was zielführender ist, sollte vorab mit einem Anwalt besprochen werden.

Hallo Guten Tag,

ich bin deutscher Bürger mit indischen Wurzeln und lebe in der Nähe von Hamburg. Meine jetzige Ehefrau habe ich vor 3 Jahren kennengelernt und am 26.02.18 in Indien nach den Hindu Marriage Act geheiratet.
Mit dieser Heiratsurkunde bin ich zum örtlichen Standesamt und ich habe dort eine deutsche Urkunde erhalten. Wir haben dann mit Wartezeit den Antrag zum Familiennachzug am 28.02.2019 gestellt. Dort mussten wir für 30t Rupien eine Urkundenprüfung zahlen, wegen der Indischen Heiratsurkunde.
Während der Urkundenprüfung war ein Vertrauensanwalt eingeschaltet worden, der meine Frau in Indien zuhause besucht und sehr intime und tiefergehende Fragen gestellt hat. Dieser äußerte sich vor Ort das keine keine Zweifel vorliegen. Nur der Priester der Eheschließung müsse geprüft werden.
Nach Ablauf der 3 Monate kam ein Ablehnungbescheid. Grund sei die fehlende Glaubwürdigkeit der Ehe sowie die fehlenden Beweismittel wie Einladungskarten, Gästeliste etc. ( Diese waren nicht vorhanden da wir nur zu 4. geheiratet haben!) Die deutsche Eheurkunde ist denen "egal"
Die Ausländerbehörde teite damit die gleiche Meinung und forderte das Standesamt auf die Ehe "zurückzunehmen". Meine Urkunden wurden wieder eingezogen.
Meine Ausländerbehörde riet mir dagegen zu remonstrieren, vor allem weil wir am 09.03.19 eine nachträgliche Hochzeitsfeier zelebriert haben und dh. Videobeweise vorliegen.
Ich entschied mich statt vor VG Berlin zu klagen (da das ca. 2 jahre dauern kann) erneut die Ehe registrieren zu lassen mit mit dem Datum von 09.03.19 da ja beweise vorlagen. Ich habe erneut ein Ehefähigkeitszeugnis bekommen, mit diesem habe ich die Ehe am 22.06.19 registriert. Die alte Registrierung habe ich gecancelt. Ich bekam eine neue Eheurkunde.
Die neue Urkunde mitsamt der eidesstattliche Erklärung vom Priester haben wir bei der deutschen Botschaft nachgereicht. Erneut Urkundenprüfung sowie 25t Rupien Gebühr. Ein Vertrauensanwalt hat am 25.07.19 wieder meine Frau besucht und befragt. Seither warten wir auf eine Antwort. Die Botschaft gibt keine Auskunft das die 3 Monatsfrist wohl erst nach den einreichen der letzen Dokumente beginnt. Gibt es in meinen Fall Verfahrensfehler? Wie kann ich den Vorgang beschleunigen? (Untätigkeitsklage?) Welche Möglichkeiten gibt es nach einer erneuten Ablehnung?

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Wenn ich Sie richtig verstanden habe, so wurde gegen die Entscheidung Reminstration eingelegt. Falls dies nicht der Fall sein sollte bitte ich um Klarstellung. Der Vorwurf der Scheinehe ist fast schon ein "Klassiker" bei Visaverfahren. Tatsächlich dürfte die Frist von drei Monaten für die Erhebung einer Untätigkeitsklage wohl erst nach Einrichtung der letzten Unterlagen zu laufen beginnen. Der Botschaft muss die Möglichkeit der Prüfung gegeben werden.

Für den Fall einer erneuten Ablehnung wäre eine Klage beim VG Berlin notwendig. Im Rahmen der Akteneinsicht, die nur durch einen Anwalt möglich ist, lässt sich dann detailliert heraus finden warum die Ablehnung erfolgte und dementsprechend argumentiert werden.

Aus meiner Erfahrung ist aber nicht von einer Verfahrensdauer von zwei Jahren auszugehen. Durchschnittlich dürfte eher mit ca. 9 Monaten zu rechnen sein.

Gern ist meine Kanzlei zur Vertretung im Klageverfahren bereit. Die Kanzlei ist auf bundesweite Mandate ausgerichtet.

Wenden Sie sich hierzu vorab per Mail an uns um bei Interesse das weitere Vorgehen zu besprechen.



Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

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