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Ehegattennachzug Wiederheirat welche Probleme kommen auf uns zu

27.06.2008 19:32 |
Preis: ***,00 € |

Ausländerrecht


Beantwortet von


Wiederheirat mit Exfrau ---- Ausländer- Amt und daraus entstehenden kommende Probleme

Vorgeschichte:
Exfrau ist Kriegsflüchtling von Bosnien. Sie hat versucht in Deutschland ein Bleiberecht über Gericht zu erstreiten.Was nicht gelang.
Sie wanderte daraufhin in die USA mit ihren Eltern aus.
Ich lernte sie in Deutschland in ihrem Urlaub hier kennen. ‚Schlussendlich; Geheiratet haben wir in Deutschland und zusammen gelebt und sie hat das Deutsche Abitur nachgeholt, bestanden.Wir haben uns nach 5 Jahren Ehe geschieden.(sie erhielt die unbefristete Aufenthaltsberechtigung)Sie hat einen neuen Freund kennen gelernt. Ich eine neue Frau. Er hat sich von ihr getrennt. Sie ist in die USA zu ihren Eltern zurück(hat die grüne Karte) Ich trennte mich dann von meiner Freundin.
Meine Ex-Frau und ich telefonierten immer regelmäßig miteinander und irgendwann nach längeren Telefongesprächen verstanden wir uns wieder sehr gut und wollten wieder zusammen Leben.
Während dieser Zeit ist dann aus unbeabsichtigter Vergesslichkeit und Falschinformationen ein großes Problem entstanden.Sie blieb 1 einhalb Monate zu lang in den USA, für die halbe Jahresfrist dass die deutsche unbefristete Aufenthaltsberechtigung nicht ungültig wird.
Die Vergesslichkeit beruht auf dem Umstand dass sie zuerst ihren Vater betreut hat der einen Herzinfarkt erlitten hat. Kurz darauf ist ihre Mutter psychisch erkrankt.Da noch ein 10 jähriges Kind ihrer Mutter und eine blinde Schwester im Haushalt wohnt übernahm sie die Haushaltsführung.
Diesen Umstand teilten wir der Ausländerbehörde mit.
Nun hieß es die Situation sollte belegt werden mit Krankenunterlagen was sie tat.Sie kann dann wenn sie sofort wieder nach Deutschland einreise, deswegen kein Problem bestünde.Dies wurde ihr per E-Mail mitgeteilt.Kurze Zeit später 1Tag widerrufen.Geht nicht sie solle wieder heiraten.(Meine Vermutung ist irgend etwas ist in der Zentralen Erfassungsstelle negativ eingetragen worden )
Die Ironie dabei ist, eigentlich wollte sie sowieso zu mir kommen damit wir wieder zusammen sind und wieder heiraten.
Nun wollen wir halt heiraten und sind mitten drin mit den Standesamtlichen Formalitäten.Sie ist nun aus den USA extra nach Bosnien gegangen damit wir dort heiraten können.
So nun
Im Vorfeld die Frage was muss auf der deutschen Botschaft beachtet werden wegen Ehegattennachzug aus dieser Situation heraus. Was für Probleme kommen auf uns zu. Können sie den Nachzug zu mir verunmöglichen. Deutsch Test reicht das deutsche Abi.
Wie verhält sich das mit dem Ausländeramt mit unserer wiederheirat. Was ist hier zu beachten in Bezug auf den Ehegattennachzug etc..
mit freundlichen Grüßen für die Beantwortung

28.06.2008 | 00:13

Antwort

von


(67)
Alt-Moabit 62-63
10555 Berlin
Tel: 030 / 397 492 57
Web: http://www.rechtsanwalt-ausländerrecht.de
E-Mail:

Sehr geehrter Fragesteller,

ich empfehle Ihnen dringend, vor der beabsichtigten Heirat einen Rechtsanwalt mit der Einsichtnahme in die Ausländerakte zu beauftragen. Die Kosten hierfür halten sich in Grenzen. Nach Erhalt der Akte kann der Anwalt zunächst prüfen, ob die Niederlassungserlaubnis Ihrer früheren Ehefrau wirklich erloschen ist. Außerdem kann geprüft werden, ob sich aus der Akte irgendwelche Gründe ergeben (wie Sie befürchten), die einer Erteilung des Visums für den Ehegattennachzug Ihrer zukünftigen Ehefrau entgegen stehen.

Sie fragen allgemein, was bei der Beantragung des Visums bei der Botschaft beachtet werden muss und ob die Botschaft bzw. die Ausländerbehörde eine Möglichkeit hat, die Erteilung des Visums abzulehnen.

Bei der Beantragung des Visums nach der Heirat müssen Sie nichts Besonderes beachten. Nach Ihrer Schilderung kann es möglicherweise sein, dass die Botschaft / Ausländerbehörde Ihnen und Ihrer zukünftigen Ehefrau eine Scheinehe unterstellt, weil die Niederlassungserlaubnis erloschen ist und Ihre Frau deshalb nur eine neue Aufenthaltserlaubnis aufgrund der Heirat erhält. Die Hürden hierfür sind aber sehr hoch und es müssen KONKRETE Anhaltspunkte für eine Scheinehe vorliegen. Ein bloßer Verdacht reicht alleine nicht aus.

Wenn die Behörden diesen Verdacht nach Stellung des Visums hegen, werden wahrscheinlich Sie und Ihre Frau zu einer getrennten, aber gleichzeitigen Befragung vorgeladen (Sie bei der Ausländerbehörde, Ihre Frau bei der Botschaft). Hier werden Ihnen eine Vielzahl von Fragen gestellt. Sollten sich Unterschiede in den Antworten ergeben, können hierin Anhaltspunkte für eine Scheinehe liegen.

Andere konkrete Anhalspunkte für eine Ablehnung des Visums vermag ich nach Ihrer Schilderung nicht zu erkennen.


Meine Empfehlung:

1. Ihre Frau sollte zunächst einen Anwalt mit der Einsicht in die Ausländerakte beauftragen.

2. Nach der Heirat beantragen Sie das Visum

3. Falls es Schwierigkeiten bei der Erteilung des Visum gibt, sollte SOFORT ein Anwalt beauftragt werden. Nach Ablehnung des Visums müsste Klage vor dem Verwaltungsgericht Berlin auf Erteilung des Visums erhoben werden.

4. Rein vorsorglich sollten Sie die neu aufgenommenen Kontakte zu Ihrer Ehefrau so weit wie möglich dokumentieren (Einzelverbindungsnachweise Festnetz und Handy, E-Mails aufbewahren, gemeinsame Urlaube); diese Nachweise können von Bedeutung werden, um die Ernsthaftigkeit der Eheschließung im Fall der Fälle nachzuweisen.


Ich hoffe, dass ich Ihnen im Rahmen der Erstberatung in diesem Forum weiterhelfen konnte. Sie können gerne noch eine kostenlose Nachfrage stellen.

Mit freundlichen Grüßen

Björn Cziersky-Reis
Rechtsanwalt


ANTWORT VON

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