Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Ehegattenhaftung

| 07.02.2011 09:18 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Guten Tag,
meine Frau hat die fixe Idee ein Restaurant mit zu eröffnen.
Wir leben im gesetzlichen Güterstand und haben getrennte Konten.
Da ich eine Eigentuswohnung und div. Lebensversichungen mit in die Ehe brachte wurden diese per Ehevertrag ausgenommen.
Natürlich habe ich in Zwischenzeit weiter LV auf meine Namen abgeschlossen und ein nicht unbeachtliches Aktiendepot welches aus auf meinen Namen läuft.
Im Haushalt wurden von mir hochwertige Unterhaltungsgeräte DVD-Player,Doulby 5.1. Anlage, Fernseher usw.angeschaft.
Meine Frage :
Bei einer evtl. Insovenz meiner Frau kann ich mit irgendeinen Vermögen zur Haftung herangezogen werden.

Sehr geehrte/r Fragesteller/in,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich Ihnen aufgrund des geschilderten Sachverhalts und unter Berücksichtigung Ihres Einsatzes wie folgt beantworte:

Im gesetzlichen Güterstand der Zugewinngemeinschaft bleiben die Vermögen beider Ehegatten getrennt. Bei Beendigung der Ehe durch Scheidung oder Tod eines Ehegatten wird der Vermögenszuwachs, den die Partner während der Ehe erzielt haben, ausgeglichen. Dies gilt auch dann, wenn durch Ehevertrag einzelne Vermögenswerte aus dem Zugewinnausgleich herausgenommen wurden, da die Zugewinngemeinschaft hierdurch nicht aufgelöst, sondern lediglich modifiziert wurde. Eine Haftung für persönliche Verbindlichkeiten des Ehegatten sieht das Gesetz nicht vor. Sie haften somit nicht für persönliche Verbindlichkeiten Ihrer Ehefrau, gleichgültig, woraus diese sich ergeben.

Etwas anderes gilt nur dann, wenn das Restaurant mit Ihrer Beteiligung z.B. als Gesellschaft Bürgerlichen Rechts geführt werden soll. In diesem Falle würden Sie für die Verbindlichkeiten der Gesellschaft persönlich mithaften. Des Weiteren kann sich eine Haftung ergeben, falls Sie Darlehensverträge o. Ä. mit unterzeichnen. Sollten diese Verbindlichkeiten eines Tages nicht mehr bedient werden können, kann die Bank Sie als Gesamtschuldner in die Haftung nehmen. Falls Sie einen dieser Punkte in Betracht ziehen, kann es unter Umständen mühsam sein, die Vermögenswerte auseinander zu halten. Es ist daher ratsam, vorab zu klären, wem welches Vermögen gehört. Hierzu kann auch eine steuerliche Beratung sinnvoll sein.

Ich hoffe, dass ich Ihnen zunächst weiterhelfen konnte.

Mit freundlichen Grüßen

Marion Deinzer
Rechtsanwältin

---------------------------------------------------------------------------------------------------
Bitte nutzen Sie bei Unklarheiten die kostenlose Nachfragefunktion. Wenn Sie eine weitere Vertretung über die hier erteilte Erstberatung hinaus wünschen, bitte ich Sie, mich zunächst per E-Mail zu kontaktieren.

Ich weise Sie darauf hin, dass diese Plattform lediglich zur ersten rechtlichen Orientierung dient und eine ausführliche Rechtsberatung nicht ersetzen kann. Es ist nur eine überschlägige Einschätzung Ihres Rechtsproblems aufgrund Ihrer Angaben zum Sachverhalt möglich. Durch Hinzufügen oder Weglassen von Angaben zum Sachverhalt kann sich eine abweichende rechtliche Bewertung ergeben.

Nachfrage vom Fragesteller 07.02.2011 | 09:52

Vielen Dank für die präziese Antwort.
Verstehe ich sie dahingehend richtig, das ich bei einer Scheidung indirekt doch noch zahlen dürfte den bei einer Insolvens würde meine Frau ein wahrscheinlich negativen Zuwachs haben und ich einen positiven bei einen Zugewinnausgleich würde das ja ausgeglichen ?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 07.02.2011 | 10:09

Vielen Dank für Ihre Nachfrage.

Es ist richtig, dass ein Ausgleich vorzunehmen ist, falls Ihre Frau tatsächlich keinen oder nur kaum Zugewinn erzielt hätte und Ihr Zugewinn deutlich höher ausfiele. Allerdings werden hier sämtliche Vermögenswerte bzw. deren Zuwachs während der Ehezeit in die Berechnung mit einfließen, sodass man diese Frage nicht pauschal beantworten kann. Ggf. sollten Sie über einen Ausschluss des Zugewinnausgleichs nachdenken. Ich kann Ihnen deshalb nur empfehlen, diese Angelegenheit vorab mit einem Kollegen vor Ort zu besprechen.

Mit freundlichen Grüßen

Marion Deinzer
Rechtsanwältin

Bewertung des Fragestellers 07.02.2011 | 10:15

Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

"schnelle und ausreichende Antwort."
FRAGESTELLER 07.02.2011 5/5,0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 71410 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Rasche und klar verständliche Antwort. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
sehr schnelle Antwort mit entsprechender Hilfestellung zu Urteilen für einen Einspruch. ...
FRAGESTELLER