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Ehefrau verweigert Zugang zu gemeinsamen Haus im Trennungsjahr

21.01.2010 12:15 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Mathias Drewelow


sehr geehrte damen und herren,
darf meine noch ehefrau mir den zugang zu unserem gemeinsamen haus im trennungsjahr verweigern??
bin geschäftlich im ausland,fliege nächste woche zurück.
sie sagt:"die schlösser sind getauscht".darf sie das??
danke für ihre hilfe und mühe.
mit freundlichen grüssen



Sehr geehrter Fragesteller,

gern beantworte ich Ihre Frage unter Berücksichtigung des geschilderten Sachverhaltes sowie des Einsatzes wie folgt:

Ich gehe bei der folgenden Beantwortung davon aus, dass bezüglich der Nutzung des gemeinsamen Hauses zwischen Ihnen und Ihrer Frau keine vorherige Vereinbarung getroffen wurde. Denn eine solche – mündliche wie schriftliche Einigung – stünde etwaigen Ansprüchen auf Wiedereinräumung des Besitzes am Haus entgegen.

Nun ist es so, dass sich Ihr Ausschluss aus der Wohnung durch das Wechseln der Schlösser als sogenannte verbotene Eigenmacht im Sinne von § 858 BGB darstellt. Hiergegen hat der ausgeschlossene Besitzer ein Recht auf Wiedereinräumung des Besitzes gegen den die verbotene Eigenmacht ausübenden.

Bei Ehegatten gibt es diesbezüglich noch die Sondervorschrift des § 1361 b BGB. Danach kann zwar ein Ehegatte vom anderen verlangen, dass ihm die Ehewohnung oder ein Teil davon zur alleinigen Benutzung überlassen wird.
Haben sich die Eheleute aber gem. § 1361 b Absatz 3 BGB darauf verständigt, dass jeder einen Teil des Hauses für sich bewohnt, so hat der andere Ehegatte alles zu unterlassen, was die Bewohnung des Teils erschwert.

Eine solche Verständigung kann auch stillschweigend getroffen worden sein.

Außerdem kann auch - solange keine Vereinbarung zwischen den Eheleuten besteht - der ausgesperrte Ehegatte die Wiedereinräumung des Mitbesitzes zum Zwecke des Getrenntlebens innerhalb der Wohnung verlangen. (so z. B. OLG Karlsruhe in FamRZ 2001, S. 760)

Dieser Anspruch kann notfalls im Wege des einstweiligen Rechtsschutzes vor dem Familiengericht durchgesetzt werden.


Ausnahmen bestehen zu dem oben gesagten nur dann, wenn es einem Ehegatten nicht zuzumuten ist, dass auch der andere im selben Haus mit ihm wohnt. Unzumutbar ist dies jedoch nur, wenn z. B. von dem Ehegatten Gewalt gegen den anderen ausgeübt wurde.


Insofern darf Ihre Frau nicht einfach die Schlösser tauschen und Sie so vor vollendete Tatsachen setzen.

Ich hoffe Ihnen mit der Beantwortung weitergeholfen zu haben.




An dieser Stelle sei der Hinweis erlaubt, dass diese Internetplattform eine eingehende, rechtliche Beratung nicht ersetzen kann, sondern vielmehr der ersten rechtlichen Orientierung dienen soll.
Das Hinzufügen oder Weglassen von Informationen kann das Ergebnis der juristischen Bewertung beeinflussen und sogar zu einem völlig gegensätzlichen Ergebnis führen.

Gern können Sie mich bei Rückfragen oder einer gewünschten Interessenvertretung kontaktieren.



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