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Ehe kinderlos. Wer erbt ?

11. April 2017 22:53 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von


10:45

Zusammenfassung:

Neben Erben der zweiten Ordnung (Eltern und deren Abkömmlinge, also Geschwister) erbt im Fall der Zugewinngemeinschaft der überlebende Ehegatte zu mindestens 50 %, und, wenn er den Zugewinnausgleich beim Tod einfordert, noch eine Erhöhung um ein weiteres Viertel

1. ) Einer von beiden in Zugewinngemeinschaft kinderlos verheirateten Ehepartner stirbt.
Der verstorbene Ehepartner hat eine Schwester, der noch lebende Ehepartner hat einen Bruder.
Es ist kein Testament vorhanden.
Wer ist außer dem noch lebenden Ehepartner erbberechtigt und mit welchen Anteilen am Vermögen.

11. April 2017 | 23:19

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Hier gilt nach dem Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB), § 1931 Gesetzliches Erbrecht des Ehegatten

"(1) Der überlebende Ehegatte des Erblassers ist neben Verwandten der ersten Ordnung [Kinder] zu einem Viertel, neben Verwandten der zweiten Ordnung oder neben Großeltern zur Hälfte der Erbschaft als gesetzlicher Erbe berufen. Treffen mit Großeltern Abkömmlinge von Großeltern zusammen, so erhält der Ehegatte auch von der anderen Hälfte den Anteil, der nach § 1926 den Abkömmlingen zufallen würde.
(2) Sind weder Verwandte der ersten oder der zweiten Ordnung noch Großeltern vorhanden, so erhält der überlebende Ehegatte die ganze Erbschaft.
(3) Die Vorschrift des § 1371 bleibt unberührt. […]."

Bürgerliches Gesetzbuch (BGB)
§ 1925 Abs. 1 Gesetzliche Erben zweiter Ordnung:

"Gesetzliche Erben der zweiten Ordnung sind die Eltern des Erblassers und deren Abkömmlinge."

Letztere sind hier also die Geschwister.

Aber wie oben erwähnt ist, bleibt die Vorschrift über den Zugewinnausgleich beim gesetzlichen Ehestand der Zugewinngemeinschaft nach § 1371 BGB unberührt:

Bürgerliches Gesetzbuch (BGB)
§ 1371 Zugewinnausgleich im Todesfall

"(1) Wird der Güterstand durch den Tod eines Ehegatten beendet, so wird der Ausgleich des Zugewinns dadurch verwirklicht, dass sich der gesetzliche Erbteil des überlebenden Ehegatten um ein Viertel der Erbschaft erhöht; hierbei ist unerheblich, ob die Ehegatten im einzelnen Falle einen Zugewinn erzielt haben. […]."

D.h., dass drei Viertel für den Ehegatten, der überlebt, verbleiben, neben einem Geschwisterteil.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Daniel Hesterberg

Rückfrage vom Fragesteller 12. April 2017 | 10:31

Danke für die schnelle Antwort.

Nachfrage 1 :
Muss dieser Zugewinnausgleich im Todesfall beantragt werden ?
Wenn ja, von wem und wo.

Nachfrage 2 :
Die beiden Geschwister teilen sich also ein Viertel ?
Es sind ja von beiden Ehepartnern keine lebenden Eltern vorhanden.
Hat der überlebende Ehepartner dann ein Vorrecht welche Gegenstände er behalten will oder muss alles ( Haus , Auto , Photoausrüstung etc. versilbert werden ?

Dank im Voraus für die Antworten.

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 12. April 2017 | 10:45

Sehr geehrter Fragesteller,

ich antworte Ihnen gerne auf Ihre Nachfragen wie folgt:

1.
Ja, zumindest muss dieses geltend gemacht werden, als Anspruch.

2.
Zur Klarstellung: Nur der Geschwisterteil des verstorbenen Erblassers bekommt das Viertel.
Stirbt dann der andere Ehepartner, könnte insgesamt der Geschwisterteil alles von dem Ersteren erben, weil dann kein Ehegatte, der überlebt, mehr vorhanden ist.

Nein, ein Vorrecht gibt es insofern hinsichtlich der nach den oben genannten Bruchteilen aufzuteilenden Erbmasse nicht.

Einzige Ausnahme:
Bürgerliches Gesetzbuch (BGB)
§ 1932 Voraus des Ehegatten
"(1) Ist der überlebende Ehegatte neben Verwandten der zweiten Ordnung oder neben Großeltern gesetzlicher Erbe, so gebühren ihm außer dem Erbteil die zum ehelichen Haushalt gehörenden Gegenstände, soweit sie nicht Zubehör eines Grundstücks sind, und die Hochzeitsgeschenke als Voraus. [...]."

Ich hoffe, Ihnen damit gedient zu haben.

Mit freundlichen Grüßen

Daniel Hesterberg
Rechtsanwalt

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