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Ebrecht in Zugewinngemeinschaft

15.08.2013 21:54 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Zusammenfassung: Der Zugewinn wird (mangels letztwilliger Verfügung und im Fall der Zugewinngemeinschaft) im Erbfall nur zugunsten des überlebenden Ehegatten ausgeglichen

Guten Abend,

bei folgender Frage gehe ich davon aus, dass eine grobe Beantwortung für einen Juristen in Sachen Erbrecht vermutlich vergleichsweise einfach zu beantworten ist.

In vorliegendem Fall ist die Erblasserin verstorben und hinterlässt einen Ehegatten und drei Kinder.
Wie in älteren Generationen üblich, war die Erblasserin ausschliesslich als Hausfrau tätig und sämtliche Konten mit Vermögen (also faktisch des Zugewinns) lauten auf den Namen des Ehepartners.
Die Erblasserin besass lediglich ihrerseits aus einer Erbschaft ein Tagesgeldkonto mit einem Guthaben von 100.000€.
Es besteht zudem Immobilienbesitz in Form eines Einfamilienhauses, dessen Grundbuchstatus hinsichtlich des Eigentumsverhältnisses mir unbekannt ist. Voraus etc. lasse ich in entsprechender Fallbeschreibung aussen vor.

Nach recht einfach eruierbarer Rechtslage erbt der Ehegatte ja nun hälftig das Guthaben des Erblasserkontos und jedes Kind 1/6.

Meine Frage bezieht sich nun allerdings auf die Bemessung des Zugewinns, der ja meiner Ansicht nach sämtliche Guthaben, also auch jene beinhaltet, die auf Konten existieren, die auf den verbliebenden Ehepartner lauten. Ebenso sollte doch das Immobilienvermögen einen Zugewinn darstellen!?

Um es zu verbildlichen:

Angenommen der verbliebene Ehepartner besässe auf seinen Konten 500.000€, die faktisch auch den Zugewinn darstellen, da vor Eheschliessung kein Vermögen existierte, und die Immobilie besässe einen Verkehrswert von 300.000€.

Wie würden sich hiebei die Erbanteile der beteiligten Parteien bemessen?

Vielen Dank vorab für die Beantwortung meiner Frage!

Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich Ihnen anhand des von Ihnen geschilderten Sachverhalts und unter Berücksichtigung Ihres Einsatzes im Rahmen einer ersten rechtlichen Einschätzung gerne nachfolgend beantworte.

Ich gehe davon aus, dass keine letztwillige Verfügung vorliegt und die Ehegatten im gesetzlichen Güterstand lebten.

In dem von Ihnen beschriebenen Fall erhöht sich dann der (eigentliche) Erbteil des überlebenden Ehegatten von ¼ als Ausgleich des Zugewinns um ¼ und beträgt somit ½ - wenn der überlebende Ehegatte nicht ausschlägt. Der Zugewinn spielt dann, nach der Bestimmung der Größe des Erbteils des überlebenden Ehegatten, keine Rolle mehr! Insbesondere wird der Zugewinn nicht zugunsten der Erblasserin bzw. deren Erben ausgeglichen.

Ich hoffe, meine Antwort hat Ihnen weitergeholfen.

Gerne steht Ihnen unsere Kanzlei für eine weitergehende Beratung oder Vertretung zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

- Ivo Glemser -
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 15.08.2013 | 22:49

Guten Abend Herr Glemser,

vielen Dank für Ihre Antwort.

Zugegebenermassen habe ich noch ein Verständnisproblem.
Dass sich in einer Zugewinngemeinschaft der Anteil der verbliebenen Ehepartner um 1/4 auf 1/2 entsprechend erhöht, habe ich verstanden und ja auch bereits beschrieben.

Die praktische Konsequenz verstehe ich hinsichtlich des letzten Satzes nicht. Erben somit die Kind lediglich je 1/6 des Kontos der Erblasserin (im fiktiven Beispiel 100.000€) oder des gesamten Vermögens einschliesslich der Guthaben, die auf Namen des verbliebenen Ehepartners lauten (500.000€ +100.000€)?

Vielen Dank nochmals.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 15.08.2013 | 22:57

Sehr geehrter Ratsuchender,

die Vermögenspositionen, die von der Rechtsordnung nicht der Erblasserin zugeordnet sind, bleiben unberücksichtigt. Dies betrifft auch das Vermögen des überlebenden Ehegatten. Der Wert des Nachlasses bestimmt sich ausschließlich nach dem Vermögen der Erblasserin. In Ihrem Beispiel sind dies die 100.000,- € plus eventuelles (Mit-)Eigentum an der Immobilie. Insofern erben die Kinder in Ihrem Beispiel hiervon 1/6, ja.

Ich hoffe, Ihre Nachfrage zufriedenstellend beantwortet zu haben und verbleibe

mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwalt Ivo Glemser

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