Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Ebenfalls mit thc positiv angehalten

25.02.2009 20:45 |
Preis: ***,00 € |

Verkehrsrecht


wie mein leidensgenosse, (http://www.frag-einen-anwalt.de/forum_topic.asp?topic_id=19746&ccheck=1)

wurde ich ebenfalls am 14.11.08 mit THC positiv angehalten. bei mir war es so. ich hab am 13.11. nachts das letzte mal geraucht. ich hatte aber nichts dabei und wurde danach auch gar nicht kontrolliert. davor hab ich recht viel geraucht. jeden abend eigentlich zum einschlafen.

ich hab der polizei auch angegeben, dass ich mit 17 einen schweren motorrad unfall hatte (mit HWK 5 Fraktur [genickbruch auf gut deutsch]) und das ich seiddem unter schmerzen leide und schlafstörungen.

nunja seiddem habe ich nicht mehr konsumiert. habe zwischen durch aber spice geraucht, dass aber auch unterlassen mittlerweile. jetzt sind 3 monate rum und es kam noch keine post und ein freund von mir wurde 12 tage vor mir erwischt und dieser hat seine post schon vor 3 wochen bekommen.

ich habe den polizisten auch gesagt, dass sie mir die post zur meiner wohnung und nciht nach hause schicken sollen. ich traue den leider nicht. prüfe deshalb auch die post daheim. (kam nichts)
ist der umschlag an mich oder an den fahrzeughalter adressiert?

wie lange kann das dauern? wann ist es verjährt? und wie mache ich das mit der MPU?? soll ich zum meinem arzt gehn, dort einen drogentest machen lassen und wo zeige ich dies dann vor??


ebenfalls will ich auch nicht, dass meine eltern das mitbekommen. gibt es eine möglichkeit die strafe bar zubezahlen oder von einem freund überweisen zu lassen? (der sein geld natürlich von mir bekommt) ;)

und wie schaut das jetzt aus? meine freunde die bei mir sind konsumieren noch regelmäßig (was für mich physchologisch kein problem ist) und der arzt meinte auch, dass sich dadurch bei mir nichts ablagern kann.

wäre um fast jede antwort froh.

gruß!


-- Einsatz geändert am 27.02.2009 14:49:51

-- Einsatz geändert am 27.02.2009 14:52:14

Sehr geehrter Fragesteller,
gerne beantworte ich Ihre Frage wie folgt:

Der Cannabiskonsum im Zusammenhang mit dem Führen eines Fahrzeugs kann zunächst verschiedene Verfahren zur Folge haben, die zu differenzieren sind. Zum einen kann ein Strafverfahren wegen eines Verstoßes gegen das Strafgesetz oder Betäubungsmittelgesetz eingeleitet werden. Zum anderen wird ein Bußgeldverfahren wegen eines Verstoßes gegen das Straßenverkehrs- oder Ordnungswidrigkeitengesetz eingeleitet. Letztlich gibt es noch führerscheinrechtliche Konsequenzen, die eintreten können.

Strafrechtliche Konsequenzen hätten Sie nur zu befürchten, wenn Sie Ausfallerscheinungen aufgewiesen hätten. Dies war Ihrer Schilderung nach nicht der Fall.

Habe ich Sie richtig verstanden, dass Sie bisher noch keinen Bußgeldbescheid bekommen und keine Kenntnis über die bei Ihnen festgestellten THC-Werte haben?
Das Fahren unter Einfluss von Cannabis, bzw. THC stellt eine Ordnungswidrigkeit nach § 24 a Abs. 2 StVG dar. Davon ist in Ihrem Fall auszugehen. Die Verjährungsfrist für Verkehrsordnungswidrigkeiten beträgt mindestens 6 Monate. Dies ergibt sich aus § 31 II Nr. 4 OWiG i.V.m § 24 a IV StVG. Wobei diese Frist auch durch zahlreiche Handlungen gemäß § 33 OwiG unterbrochen werden kann und dann von neuem zu laufen beginnt.

Wie lange es dauern wird, bis Sie etwas von der Behörde hören, ist schwer zu sagen. Ich gehe davon aus, dass bei Ihnen auch ein Bluttest gemacht worden ist, um den TCH Gehalt festzustelle. Dies kann in der Regel zwischen 2 bis 6 Wochen dauern, manchmal auch länger. Um Ihrer Unsicherheit ein Ende zu bereiten, sollten Sie sich vielleicht direkt mit der Polizei in Verbindung setzen und nach dem Stand fragen.

Das Ordnungswidrigkeitenverfahren wird gegen Sie geführt, daher wird die Post auch an Sie adressiert und zugesendet werden.

In der Regel werden Sie dazu aufgefordert das Bußgeld zu überweisen. Dies können Sie auch unter Angabe des entsprechenden Betreffs von dem Konto Ihres Freundes aus machen.

Fraglich, wenn auch nicht fernliegend ist, ob Sie zu einer MPU müssen.
Die Akte wird nach Abschluss des Verfahrens an die Führerscheinstelle weiter geleitet. Es kann dann passieren, dass Ihnen der Führerschein entzogen wird und Sie diesen erst wieder erhalten, wenn Sie die Eignung zum Führen eines Kraftfahrzeugs nachgewiesen haben. Die Führerscheinstelle hat mehrere Möglichkeiten die Eignung zu überprüfen. So kann Sie zunächst Drogenscreenings anordnen, die sehr kurzfristig durchzuführen sind. Des Weiteren besteht die Möglichkeit dass ein ärztliches Gutachten angefordert wird. Ein Facharzt führt dann eine Untersuchung und ein Drogenscreening über einen längeren Zeitraum auf Anordnung der Führerscheinstelle durch.
Sollte die Begutachtung und die Screenings negativ sein, kann eine MPU angeordnet werden. Daneben besteht die Möglichkeit einer sofortigen Anordnung einer MPU.

Welche Maßnahmen getroffen werden hängt unter Anderem maßgeblich davon ab, welcher THC-Wert bei Ihnen festgestellt wurde. Es wird dabei zwischen dem aktiven THC und dem Abbauprodukt THC-COOH. Ist ein gewisser Wert beim Abbauprodukt überschritten, so wird von einem regelmäßigen Konsum ausgegangen. Eine Chance um die MPU herumzukommen würde bestehen, wenn Ihnen kein regelmäßiger Konsum nachgewiesen werden könnte.
Ungünstig wäre es, wenn Sie der Polizei gegenüber Angaben zu Ihrem Konsum gemacht haben. Dazu würde schon reichen wenn Sie gesagt hätten nur manchmal zu konsumieren. Damit würde ein zumindest regelmäßiger Konsum angenommen werden der Ihre Nichteignung zum Führen eines Kraftfahrzeugs für die Behörde belegen würde.

Ich kann Ihnen letztlich nur anraten weiterhin kein Cannabis zu konsumieren und gegebenenfalls einen Kollegen vor Ort zu kontaktieren, der für Sie Einsicht in die Akte nimmt.

Ich hoffe Ihnen einen ersten Überblick gegeben zu haben und stehe Ihnen gerne weiterführend, insbesondere im Rahmen der kostenlosen Nachfragefunktion, zur Verfügung.

Ich weise Sie darauf hin, dass dieses Forum lediglich eine erste rechtliche Orientierung bieten soll, die in keinem Fall die Beratung durch eine Kollegin/ einen Kollegen vor Ort ersetzen kann. Durch Hinzufügen oder Weglassen von Sachverhaltsangaben kann die rechtliche Beurteilung komplett anders ausfallen und somit zu einem anderen Ergebnis führen.

Mit freundlichen Grüßen


Nachfrage vom Fragesteller 08.04.2009 | 14:16

Hallo Frau Zdravkovic,

also wir haben jetzt den 08.04.09. angehalten wurde ich am 14.11.08... da ist jetzt ein zeitraum von fast 5 monaten. sprich ab 15.04.09 ist es nur noch 1 monat und danach dann sind 6 monate rum wenn ich es richtig gerechnet habe. D.h. es wäre verjährt??

ich habe nämlich bis heute noch keine post bekommen. ich würde frühstens am 15.5 bei der Polizei-Stelle oder Staatsanwaltschaft anrufen und nachfragen, was mit meinem Fall passiert ist.

Ist es noch wahrscheinlich das etwas kommt? Mit allen Leuten, mit denen ich gesprochen habe, finden es sehr ungewöhnlich, dass es so lange dauert. viele machen mir schon hoffnung, aber darauf möchte ich nicht bauen.

ein freund von mir wurde ja 2 wochen vor mir angehalten und der bekam seine post schon ende Januar anfang februar.

ich habe im übrigen, leider angaben zu meinem konsum gemacht gehabt. habe halt nach dem prinzip: "lieber alles sagen" gehandelt. werde ich nicht mehr tun....

Wie schätzen Sie die Situation ein? Kann ich davon ausgehen, dass es ab dem 15.5 verjährt ist und sollte ich dann nochmal anrufen?

Falls es verjähren sollte, habe ich dann bei der nächsten Polizeikontrolle eine direkten drogentest zu befürchten? (das vermutlich)

danke schonmal für ihre hilfe!

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 08.04.2009 | 19:26

Sehr geehrte Fragestellerin,
es ist schon eine lange Zeit vergangen, wenn Sie nach nunmehr fast 5 Monaten noch keinen Bescheid von der Behörde erhalten haben. Sie haben richtig gerechnet, Mitte Mai sind die 6 Monate um. Insoweit „sieht es gut aus“, gerade wenn Ihr Freund von der gleichen Behörde schon längst Post hat. Aber ganz sicher können Sie leider noch nicht sein, auch wenn man davon ausgehen wollte.
Wie schon erwähnt kann die Verjährung durch Maßnahmen der Behörde unterbrochen werden. Diese sind in § 33 OwiG abschließend aufgeführt. Ob derartige Handlungen oder Maßnahmen stattgefunden haben, und damit die Verjährungszeit von neuem zu laufen beginnt/begonnen hat, kann man manchmal erst im Nachhinein, bzw. nach Akteneinsicht feststellen. So wird z.B. die Verjährung auch durch eine Adressermittlung seitens der Behörde gehemmt, oder allein der Ausdruck des Anhörungsbogens durch die Behörde hemmt die Verjährung, sowie der Erlass des Bußgeldbescheids, wenn er innerhalb von 2 Wochen zugestellt wird. Wie Sie sehen, ist eine abschließende Beurteilung, wann die Verjährung eintritt, also grundsätzlich nur möglich wenn die Ermittlungsakte eingesehen wird. Nur dann können alle für die Verjährung bedeutsamen Umstände erkannt werden. Dies gilt umso mehr, wenn sich das Ermittlungsverfahren in die Länge zieht und somit zahlreiche Umstände Einfluss auf die Verjährung haben könne. Also kann man leider noch keine entgültige Entwarnung geben.
Hinsichtlich Ihrer Angaben zum Konsum, waren diese etwas „ungeschickt“. Besser wäre es natürlich anzugeben, es sei ein erstmaliger Konsum gewesen.
Haben Sie einen Verstoß wegen des Führens eines KFZ unter Einfluss von Cannabis begangen, und ist der Bußgeldbescheid wegen Verjährung nicht bestandskräftig, so ist dennoch der Verstoß vermerkt. Bei einer Kontrolle müssten Sie dann mit einem Drogentest rechnen.
Letztlich daher der Rat, in nächster Zeit erstmal kein Cannabis zu konsumieren.

Mit freundlichen Grüßen

Katarina Zdravkovic
Rechtsanwältin

FRAGESTELLER 30.12.1899 /5,0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 70866 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
4,8/5,0
Sehr kompetent , sachlich und schnell. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Sehr gut Beratung ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Vielen Dank für Ihre sehr freundliche und kompetente Antwort. Ich weiß jetzt Bescheid und werde entsprechend handeln. Vielen herzlichen Dank! ...
FRAGESTELLER