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Ebaybetrug aufgeflogen!


| 05.09.2006 20:48 |
Preis: ***,00 € |

Internetauktionen



Hallo, ich habe noch nie etwas mit dem Gesetz sonst zutun gehabt. Heute stand die Kriminalpolizei vor meiner Tür und hat mir Vorgeworfen, dass ich diverse Artikel bei Ebay eingestellt habe, das Geld abkassiert, und den Artikel nicht versand habe!
Das stimmt auch alles - nur ich habe diesen Mist schon länger am laufen ca. 1 Jahr. Ich möchte auch alles gestehen, nur ich habe kaum noch Informationen über die Geschädigten. Ich nehme an es handelt sich, wenn ich natürlcih alles gestehe so um die 30 Fälle!
Ich versuche das was geht noch zurückzuverfolgen und eine Liste anzulegen mit den Artikeln, um den Schaden zu begrenzen! Ich möchte alles Geld zurückgeben, was ich unerlaubt erhandelt habe! Könnte dies dazu beitragen, dass die Strafe geringer ausfällt? Und überhaupt ist es sehr belastend alles, wie lange dauert es bis ich weiß was ich als Strafe bekomme? Und vor allem welche Strafe auf mich zukommen könnte??
30 Artikel im dreh um die 30€, nicht selber gestanden, versuche jetz aber den Schaden zu begrenzen. Ich bereuhe alles und ich hab SCHISS!
Ich bin über jede Antwort dankbar!
Eingrenzung vom Fragesteller
05.09.2006 | 20:53
Eingrenzung vom Fragesteller
05.09.2006 | 20:55
Eingrenzung vom Fragesteller
05.09.2006 | 20:55

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Sehr geehrter Fragesteller,
die von Ihnen gestellte Frage beantworte ich aufgrund des Sachverhalts summarisch wie folgt:

Zunächst ist es in Ihrer Situation gut, dass Sie planen, die Taten einzugestehen. Tatsächlich wird am Sachverhalt nichts zu drehen sein: Der Tatbestand des Betruges im Sinne des § 263 StGB ist eindeutig erfüllt und beweisbar.

Momentan befindet sich Ihre Sache noch im Ermittlungsverfahren. Ich weiß nicht, ob die Polizei mit einen Durchsuchungsbefehl vor Ihrer Tür stand oder aus welchem Grunde Sie persönlich aufgesucht wurden. Jedenfalls wird das Ergebnis Ihrer Vernehmung vor der Polizei von dieser der Staatsanwaltschaft vorgelegt. Diese wird dann die weitere Vorgehensweise bestimmen. In Ihrem Falle ist mit der Anklageerhebung zu rechnen. Die Dauer ist abhängig von der Auslastung der Staatsanwaltschaft und des zuständigen Gerichts. In der Regel ist man bei Jugendsachen (siehe unten) jedoch bemüht, möglichst schnell die Hauptverhandlung durchzuführen, um den erzieherischen Zweck durch Nähe von der Sanktion zur Tat zu erreichen.

Wahrscheinlich ist in Ihrem Falle das Jugendstrafrecht anzuwenden. Dieses bestimmt sich nach § 105 JGG. Indizien im Rahmen dieser Norm sind Anhaltspunkte wie:

<li> eigene Wohnung oder bei Eltern </li>
<li> abgeschlossene Berufsausbildung, festes Arbeitsverhältnis </li>
<li> allgemein: die Bewertung der gesamten Persönlichkeit </li>

In meiner Tätigkeit ist auf ca. 30 Fällen mit Jugendlichen bisher ein Fall vorgekommen, in welchen die Anwendung des Jugendstrafrechts verneint wurde. In der Regel wird es angewandt.

Die Besonderheit des Jugendstrafrecht ist es, dass es nicht um die Bestrafung des Täters geht, sondern vielmehr darum, erzieherisch auf diesen einzuwirken. Hierbei werden in der Regel Weisungen, 10 JGG, und Zuchtmittel, § 13 JGG angewandt. Wie Sie selbst sehen können, ist im Rahmen der Zuchtmittel nach § 15 JGG eine Auflage möglich, welche es dem Täter aufgibt, den Schaden wiedergutzumachen. Wenn Sie dieses freiwillig bereits vor der Verurteilung ausführen, dürfte dieses von dem Richter zu berücksichtigen sein. Hinzu kommt die geständige Einlassung, möglicherweise sogar über den Akteninhalt hinaus. Auf dieser Basis können Sie dem Richter deutlich machen, dass es sich um einen einmaligen Fehltritt handelt und Sie die Sache bereuen.

Sollte es auf dieser Basis zu einer Verurteilung kommen, dürfte nach meiner Auffassung allenfalls eine Arbeitsauflage nach § 15 Abs. 1 Nr. 3 JGG, beziehungsweise die Zahlung eines Geldbetrages nach § 15 Abs. 2 JGG angeordnet werden. Zu beachten ist hierbei jedoch, dass es natürlich in das Ermessen des Richters gestellt ist, welcher die Sachlage auch anders beurteilen kann.

Grundsätzlich würde ich daher empfehlen, zumindest zu einer Beratung einen lokalen Anwalt aufzusuchen, welcher die Eigenarten des zuständigen Jugendrichters kennt und Ihnen bei der Vorbereitung der Hauptverhandlung behilflich sein kann.

Mit freundlichen Grüßen

Pilgermann, Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 05.09.2006 | 21:54

Vielen Dank!

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 05.09.2006 | 22:21

Kein Problem. ;)

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